Berlin von oben: die tollsten Aussichtsplattformen und Aussichtspunkte

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Die schönsten Aussichtsplattformen und Aussichtspunkte in Berlin

Bei einem Städte-Trip ist es immer hilfreich, sich von oben einen Überblick zu verschaffen. Türme, Kirchen oder Hügel sind natürlich besonders geeignet, um einen Blick über die 891,8 Quadratkilometer große Hauptstadt (Manhattan wurde übrigens 10 Mal reinpassen) zu werfen. Wir haben für Euch hier unsere liebsten Aussichtspunkte in Berlin zusammen getragen. Einige sind kostenfrei, andere sind hingegen kostenpflichtig.

Siegessäule

Die schönsten Aussichtsplattformen und Aussichtspunkte in Berlin
Die Goldelse

Welches Denkmal feiert 2019 seinen 80. Geburtstag und ist vom Platz der Republik zum Großen Stern in Berliner Tiergarten umgezogen? Korrekt, die Siegessäule! Tante Gloria Victoria ist unserer Meinung nach die schönste Frau Berlins (nach Nofretete versteht sich, deren Nase einfach unglaublich ist). Die Goldelse konnte uns zwar nicht zum Tee einladen, aber dafür spendierte sie uns aus ca. 67 Meter Höhe bei schönstem Wetter einen klaren Blick über das Dach vom Schloss Bellevue, den Tiergarten unter anderem bishin zum Brandenburger Tor, Reichstag und Teufelsberg. Das ist nach dem Treppenaufstieg eine angemessene Belohnung, finden wir. Die Kinder waren vom goldenen Outfit unserer Goldelse sehr beeindruckt. Ins Gästebuch wollten sie sich zum Schluss natürlich eintragen. Im Vorgarten der Siegessäule hatten wir dann noch ein kleines Picknick mit anschließendem Sportprogramm.

https://www.visitberlin.de/de/siegessaeule

Fernsehturm

Gestern waren wir zu Besuch bei Tante Gloria Victoria, der schönsten Frau Berlins (nach Nofretete versteht sich, deren Nase einfach unglaublich ist). Die Goldelse konnte uns zwar nicht zum Tee einladen, aber dafür spendierte sie uns aus ca. 67 Meter Höhe bei schönstem Wetter einen klaren Blick über das Dach vom Schloss Bellevue, den Tiergarten unter anderem bishin zum Brandenburger Tor, Reichstag und Teufelsberg. Die Kinder waren vom goldenen Outfit unserer Goldelse sehr beeindruckt. Ins Gästebuch wollten sie sich zum Schluss natürlich eintragen. Im Vorgarten der Siegessäule hatten wir dann noch ein kleines Picknick mit anschließendem Sportprogramm.

Er hat nicht nur eine, sondern gleich vier Funktionen: Der Fersehturm auf dem Berliner Alexander Platz in Berlin-Mitte ist Sendemast, Aussichtsturm, Orientierungspunkt und Wahrzeichen in einem. Der 50jährige 368-Meter-Riese aus Stahlbeton ist DAS Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt. Klar, dass unsere Kinder auch mal dort hinauf wollen! Die Tickets kann man sich online vorab kaufen und erhält zu einem bestimmten Zeitfenster Zutritt, so dass man nicht so lange warten muss. Falls es doch mal etwas länger dauern sollte, bis man eingelassen wird, kann man in den Geschäften auf dem Alex umschauen. Mit einem Fahrstuhl mit einem Glasfenster an der Decke geht es in 40 Sekunden zur Turmkugel in 203 Metern Höhe. In der Kugel angekommen, genießen wir den Panoramablick über unsere Heimatstadt. Einige Infotafeln erläutern uns, was wir da alles sehen können. Wir haben Glück mit dem Wetter, so dass wir sogar bis zur Halle von Tropical Island in Brandenburg sehen können!

https://tv-turm.de

Kollhoff-Tower

Er ist der King am Potsdamer Platz. Zumindest was seine Höhe betrifft. Mit seinen 103 Metern überragt der Kollhoff-Tower, der nach seinem Architekten Hans Kollhoff benannt wurde, die umliegenden Gebäude. Von der Aussichtsplattform (Panoramapunkt in der 24. und 25. Etage) des an amerikanische Wolkenkratzer der 1920er Jahre erinnernden Towers konnten wir uns selbst von seiner Überlegenheit überzeugen. Wer nicht die Treppe nehmen möchte, steigt in den Fahrstuhl, der die Gäste in 20 Sekunden ins verglaste Panorama-Café bringt.

https://www.panoramapunkt.de/de/kollhoff-tower.html

Berliner Dom

Die größte Kirche Berlins befindet sich „Am Lustgarten“. Das ist im Herzen der Stadt, dort wo die Spree gluckert. Anton von Werner, Schinkel, Stüler, sie alle hatten an dem Neorenaissancebau Hand angelegt und sind hier zu entdecken. Im Berliner Dom kann nicht nur gebetet, gesungen oder wunderbaren Konzerten gelauscht werden, sondern sie kann sogar bestiegen werden. Zuerst sollte man aber einen langen Blick ins Kircheninnere werfen. Wenn man wie wir etwas Glück hat, wird gerade ein Orgelstück geprobt. Von der Empore ist der Einblick in die Predigerkirche besonders schön. Der Aufstieg zur Kuppel ist nur über 270 Domstufen möglich, die sich nach oben hin immer mehr verjüngen. Bei Gegenverkehr muss schon mal ausgewichen werden. Dafür gibt es eine interessante Fotoausstellung über die Sanierungsarbeiten. Außerdem konnten wir durch ein Fenster eine Bienenbaude entdecken. Als prominenter Honigbienen-Standort hilft der Berliner Dom der Initiative „Berlin summt!“ auf ökologische Probleme hinzuweisen, die in Verbindung mit dem Bienensterben deutlich werden. Nach dem Kuppelrundgang kommt man dann endlich auf den schmalen aber unverglasten Außenring, der einmal um die Kuppel führt. Aus 50 Meter Höhe scheinen Fernsehturm, Berliner Rathaus, Museumsinsel und die Baustelle des Humboldt Forums zum Greifen nah zu sein. Wirft man einen Blick zur Domkuppel, kann man die Brinzeengel des Doms bestaunen, die mit ihren Musikinstrumenten ein stummes Konzert veranstalten. Wer nach so vielen Eindrücken nach Ruhe und Kontemplation sucht, kann zwischen 11 und 17 Uhr den Raum der Stille im Dom aufsuchen.

https://www.berlinerdom.de/

Wolkenhain auf dem Kienberg

Schon einmal eine Wolke bestiegen? Nein? Na, dann auf nach Berlin-Marzahn! Das Wahrzeichen der Internationalen Gartenschau (IGA) 2017, ein leichtes und zu schweben scheinendes Aussichtsbauwerk thront auf dem Kienberg und beschenkt aus 120 Meter über dem Meeresspiegel seine Gäste mit einem Weitblick über die Gärten der Welt, zum 12 Kilimeter entfernten Fernsehturm und bis nach Brandenburg hinein. Noch kann man mit einer Seilbahn zum Wolkenhain hinauffahren, wenn man nicht den Kienbergpark hinauf laufen möchte. Die Seilbahnfahrt ist absolut empfehlenswert und kann von zwei Seiten zum Wolkenhain gestartet werden. Der 20 Meter hohe Wolkenhain kann per Treppe oder per Aufzug erklommen werden.

https://gruen-berlin.de/kienbergpark/ueber-den-park/wolkenhain

Teufelsberg

Die schönsten Aussichtsplattformen und Aussichtspunkte in Berlin

Wer Weitblick sucht, der findet ihn auf dem Teufelsberg in Berlin-Charlottenburg. Aus knapp 120 Meter Höhe erkennt man den Glockenturm am Olympiastadion, das Rathaus Spandau, die Havel, den Wasserturm in Westend, die Türme vom Kraftwerk Reuter, das Corbusier-Haus, die Charité in Mitte und in der Ferne den Müggelturm in Köpenick. Berlins höchste künstliche Erhebung ist Sagen umwoben: Bevor der künstliche Berg aus 26 Millionen Kubikmetern Kriegstrümmern auf ein massives Betonfundament geschüttet  wurde, wollten die Nationalsozialisten hier eine Wehrtechnische Fakultät bauen. Im Kalten Krieg entstanden auf dem Teufelsberg die heute fast verwitterten futuristisch anmutenden Bauten einer Flugüberwachungs- und Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte. In fensterlosen Räumen belauschten damals Amerikaner und Briten in anstrengenden 9 stündigen Schichten den Funkverkehr in damaligen Ostblockstaaten. Seit 1999 steht die an eine Sciencefiction-Filmkulisse erinnernde Radarstation leer und wurde zwischenzeitlich an einen privaten Investor verkauft. Die Planungen für exklusive Wohnungen, ein Museum und ein Hotel- und Tagungszentrum platzten allerdings. Was man beim Besteigen des Gipfelplateaus auch kaum ahnt: Der Teufelsberg hatte einst drei Rodelbahnen, eine Skipiste mit Schlepplift, und 1986 wurde dort sogar der Weltcup im Parallelslalom ausgetragen. Eine geplante Drahtseilbahn von der Deutschlandhalle zum Berg wurde allerdings nicht errichtet. 400 Meter nordöstlich vom Teufelsberg und nur durch einen Einschnitt von ihm getrennt, befindet sich der 99 Meter hohe Drachenberg. Er ist bei entsprechenden Windverhältnissen als Übungsgelände bei Drachen- und Gleitschirmfliegern sehr beliebt. Der Teufelsberg ist über eine Treppe besteigbar. Radwege führen auch hinauf. Der Eintritt ist kostenfrei.

Glockenturm

Waldbühme

Wem der Ausblick vom Teufelsberg aus nicht genug ist, kann sich auf den Weg zum benachbarten Glockenturm auf dem Olympiagelände in Berlin-Westend machen. Der 77,17 Meter hohe Aussichtsturm ist von Ende März bis Anfang November geöffnet und bietet dank einer Sanierung im Jahr 2006 einen gläsernen Aufzug. Von oben kann neben dem Olympiastadion Berlin auch in die Waldbühne (siehe Foto) hineinblicken. Unten in der Langemarkhalle informiert die Ausstellung „Geschichtsort Olympiagelände 1909 – 1936 – 2006“ des Deutschen Historischen Museums auf zwei Etagen in deutscher und englischer Sprache über die Spiele von 1936 und die wechselvolle Geschichte des Geländes. Der Glockenturm wurde nämlich für die 11. Olymoischen Sommerspiele erbaut. Die Originalglocke, die einst Teil des Glockenturms war, liegt übrigens neben dem Olympiastation.

http://www.glockenturm.de/

Grunewaldturm

Am westlichen Waldrand des Grunewaldes gelegen, ragt der rote Backsteinturm seit Ende des 19. Jahrhundert stolze 55 Meter in die Berliner Luft. Dadurch dass der Turm auf dem Karlsberg thront, haben wir sogar aus einer Höhe von 86 Meter über dem Meeresspiegel einen klasse Blick über die Havel und über viel Grün bis hin nach Potsdam und zum Berliner Fernsehturm. Auf der Aussichtsplattform des Ehrenmals des verstorbenen preußischen Königs und Deutschen Kaisers Wilhelm I. genießen wir die Ruhe, denn der Berliner Trubel ist janz weit weg.
Eine eiserne Treppenanlage führt ab 10 Uhr morgens und für 3,- Euro Eintritt an die 200 Treppenstufen hinauf. Restaurant Grunewaldturm und im angrenzenden Biergarten lassen wir es uns anschließend gut schmecken.

https://www.restaurant-grunewaldturm.de/

Funkturm

funkturm

Last but not least möchte ich Euch auch meinen Libeling, den Funkturm vorstellen. Es handelt sich hier um eine richtig schöne West-Berliner Instanz im Stadtteil Westend. Wir sehen ihn immer, wenn wir den Berliner Autobahnring von Nord nach Süd oder umgekehrt fahren. Der Stahlfachwerkturm ist übrigens vom Alter her der große Bruder vom Berliner Fernsehturm und steht unter Denkmalschutz. Er wurde nämlich 1926 zur 3. Großen Deutschen Funk-Ausstellung Berlin in Betrieb genommen. Von ihm wurden die ersten Radiosendungen und Test-Fersehbilder gesendet. Seit 1989 strahlt er nur noch Amateur-, Land- und BOS-Funk aus. Fahrstühle bringen Gäste mit 4 Metern pro Sekunde zum Schmausen ins Restaurant und bis zur Aussichtsplattform auf 135 Meter Höhe des insgesamt 146,7 Meter hohen Funkturms. Während unter uns der Berliner Autoverkehr braust, können wir mit Hilfe von Ferngläsern all das vergrößern, was uns besonders interessiert. Fans von Volker Kutscher historischen Kriminalromanen wird gefallen, dass Funkturm als Schauplatz in Der stumme Tod eine entscheidende Rolle spielt.

https://www.funkturm-messeberlin.de/


Eva

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