Wir machen dem Obst Dampf! Zeit für einen Entsafter

Johannisbeersaft mit dem Entsafter zubereiten

Die zarten Zweige der Johannisbeersträucher in unserem Garten biegen sich in der Sonne. Die saftig roten Perlen machen sich ihre Schwerkraft zu nutze und mahnen uns damit. Sie wollen endlich gepflückt werden. Egal ob es heiss ist und wir viel lieber im Schatten die Beine hoch legen möchten.

Aber auf Einkochen und mit einem Küchentuch die Beeren abzuseien, um daraus schmackhaften Johannisbeersaft zu zaubern, haben wir heute keine Lust. Wer unsere Blogbeiträge verfolgt, weiß, dass wir schon mehrfach Saft aus den Beeren in unserem Garten auf die klassische Art zubereitet haben. Aber heute ist der Tag der Zeitenwende. Ein Entsafter soll kommen und uns von der Knechtschaft befreien. Von nun an soll er einen wichtigen Teil der Arbeit für uns erledigen. So erhoffen wir es uns zumindest.

Groß, silber und glänzend kommt der Entsafter aus rostfreiem Edelstahl dann auch wirklich pünktlich nach dem Frühstück daher. Feierlich überreicht uns der Postbote das große Paket. Wahrscheinlich war der gute Mann froh darüber, dass er bei uns nur fünf Treppenstufen mit dem großen Paket steigen musste und nicht den 4. Stock erklimmen musste. Kann ich gut nachvollziehen.

Johannisbeeren aus unserem Garten

Die Johannisbeerernte

Aber zurück nun zum Thema Entsaften. Ein bisschen Arbeit haben wir natürlich doch noch. Schließlich kann der Entsafter keine Beeren ernten. Wir haben uns mit Brötchen, Eiern und weiteren Leckereien gestärkt. Wir aktivieren unseren steinzeitlichen Sammeltrieb, der in unseren Genen schlummert und füllen die Schüssel im Nu mit den Johannisbeeren. Chacka! Wir pflücken uns gegenseitig die Raupen Nimmersatt vom Rücken, die sich während unserer schweißtreibenden Prozedur faul und träge auf uns niederlassen und verbrennen uns ein wenig an den Brennnesseln. Wer hatte eigentlich die tolle Idee, diese fiesen pickenden Dinger im Garten zu pflanzen? Wird Zeit, dass die Brennesseln zu Suppe verarbeitet werden. Aber nicht heute.

Entsafter

Wie macht man Saft mit einem Entsafter?

Der nigelnagelneue Entsafter wird in Schaum gebadet und dann auf Hochglanz poliert. Die Ernte wird feierlich in die Küche getragen. Der Entsafter, wir taufen ihn nun Jo, erwartet uns schon. Jo hat eine dreigeteilte Persönlichkeit. Er besteht einem Saftbehälter mit Deckel, einem Fruchtkorb und einem Wasser-Dampftopf. Den untersten, den Wasserdampftopf befüllen wir zur Hälfte mit Wasser. Dann setzen wir den Saftbehälter drauf und last but not least kommt der Fruchtkorb rauf, der am Boden siebartig durchlöchert ist. Da hinein legen wir vertrauensvoll unsere roten Früchte. Es ist noch viel Platz in dem Korb. Wir hätten noch mehr Beeren hinein tun können. Wir schummeln etwas: Damit der Saft nicht zu sauer schmeckt, schütten wir noch etwas Zucker drauf. Wird Jo das alles hinbekommen? Oder wird er sich als eine Fehlanschaffung erweisen?

Am Saftbehälter ist ein durchsichtiger Schlauch angebracht, aus dem der wertvolle Saft hoffentlich sehr bald in Strömen fließen wird. Und es klappt wirklich, wenn auch nicht so schnell wie bei einer Zapfanlage im Biergarten. Nach circa 40 Minuten des Köchelns, Bangens und Wartens füllt sich der Schlauch endlich mit rotem Saft! Heilige Mutter der Johannisbeeren, sei gesegnet. Wir füllen den Saft in einen Trichter und dann in die vorher sterilisierten Flaschen und lassen ihn abkühlen. Man muss wirklich Geduld haben. Ooohhhm…

Johannisbeersaft ist köstlich und gesund

Nach einer gefühlten Ewigkeit schenken wir uns großzügig ein. Zuerst dürfen die Kinder probieren. Sie sind die Kritiker in unserer Familie. Was ihnen nicht schmeckt, verdirbt im Kühlschrank. Nichts zu machen. Gespannt warten wir Eltern auf das Urteil des Nachwuchses und beobachten die Gesichtszüge unserer Töchter. Werden sich die Münder angesäuert zusammen ziehen oder bleibt ihr Gesicht entspannt?

Beide klammern sich mit ihren Händen an das Glas mit den beiden Strohhalmen darin und ziehen den selbst vorbereiteten und durch Jo entsafteten Johannisbeersaft weg wie nix! Hoffentlich lassen sie uns noch etwas übrig! Güterweise bleibt noch etwas Saft in der Flasche. Uns Eltern schmeckt der Saft am besten mit kühlem Mineralwasser und ein wenig Minze.

Prost, Jo darf bei uns bleiben.

Sommergetränk Johannisbeersaft

Informationen

Den Entsafter haben wir hier entdeckt: https://www.amazon.de/Vertriebs-GmbH-Edelstahl-Entsafter-Induktionsgeeignet

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4er oder 8er Set Trinkgläser mit Henkel „CountryII“ mit Deckel und Strohhalm (8er SET): http://amzn.to/2sMjefg

Buch mit tollen Saftrezepten zum Selbermachen „Just delicious – Mocktails. Drinks to drive.: Ohne Alkohol: Coole Cocktails mit Kräutern und Früchten„, gebundene Ausgabe (2017): http://amzn.to/2syjQWs

Eva

One comment

  1. Ich habe mir einen Entsafter gekauft mit dem ich sehr zufrieden bin (Preis um 150,-€). Die Fruchtausbeute ich gut, die Handhabung ebenfalls. Die Reinigung nervt ein wenig, das ist aber recht schnell erledigt.

    Ohhh Säfte sind so lecker und sie sind eine gute Ergänzung zur Rohkost und überhaupt.

    Warum die Säfte so wertvoll für den Körper sind, das liegt daran, dass hier nicht viel an Energie als Brennstoff (für die Verdauung) verloren geht, sondern dass diese Energie größtenteils direkt in den Zellaufbau und die Zellregeneration geht. Darum wird Saft auch sehr bei der Krebstherapie empfohlen.

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