Ich bin dann mal suppen. Mit dem Stand-up-Paddle-Bord auf der Havel unterwegs.

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Suppen, das würde ich bei der Frage nach meinem aktuell liebsten Hobbys eintragen, wenn ich eines dieser bunten Freundschaftsbücher ausfüllen müsste, die meine Tochter regelmäßig aus der Schule mitbringt. Mit „suppen“ meine ich natürlich nicht Kochen, sondern Stand-up-Paddling (kurz SUP genannt). Ursprünglich kommt diese gar nicht mehr sooo neue Trendsportart aus Hawaii. Das Stehen auf einem Surfbrett ermöglichte es dort den Surflehrern, ihre Surfschüler besser im Blick zu behalten und rascher zu ihnen zu kommen.

Wasser plätschert an der Spitze meines Bords. Vor mir gleitet eine befreundete andere Mama auf ihren Bord dahin. Wir steuern auf mehrere kleine Inselchen zu, die im Tegeler See vor sich hin träumen. Wir hören ein Motorboot in der Nähe und wissen, was gleich kommen wird. Kurze Zeit später ist das kleine Boot links an uns vorbei gedüst. Als Gruß schickt es uns kleine Wellen. Wir spannen uns noch mehr an, um das Gleichgewicht zu halten und versuchen unsere Bretter so auszurichten, dass die Wellen uns von vorne erreichen und nicht seitlich. Diese Technik kenne ich noch aus meinem Schulruderverein. Wir nähern uns den Inseln und halten nach Vögeln Ausschau. Nun sind die Motorboote gänzlich weg und es kehrt eine herrliche Stille ein, die nur von dem Eintauchen unserer Paddel unterbrochen wird. An einem Wasserverkehrsschild machen wir fest und lassen uns von den Brettern ins Wasser gleiten. Es ist frisch, aber wunderbar.

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Ein Board, ein Paddel, ein Gewässer. Mehr braucht es nicht.

3 Gründe, warum ich Stand-up-Paddling so klasse finde

1. Stand-up-Paddling macht total Spaß

Ich bin gerne auf dem Wasser und an der frischen Luft unterwegs. Seitdem ich Pilates mache, weiss ich, dass ich Übungen mag, die mit Stabilisierung (sprich Körpergleichgewicht) zu tun haben. Dass ich beim Stand-up-Paddling diese drei Fliegen mit einer Klappe schlage, finde ich prima. Außerdem spüre ich dabei die Anstrengung kaum. Die Zeit verfliegt, ich habe was fürs Auge, kann in Ruhe nachdenken, mich entspannen und die Ruhe auf dem Wasser genießen. Mittlerweile haben einige Bekannte in unserer Nachbarschaft auch ein Stand-up-Paddle, so dass ich mich auch zum gemeinsamen suppen verabreden kann, wenn ich möchte. Ich habe auch schon mal meine fast achtjährige Tochter mit aufs Bord genommen. Sie hat sich einfach vor mich aufs Brett gesetzt.

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Auch Kinder finden auf dem SUP bequem Platz

2. SUP als Ganzkörper-Workout

Mittlerweile habe ich mich informiert, warum Stand-up-Paddling so gut für meinen Körper ist. Seitdem ich es weiß, fühle ich mich noch besser bei meinem Wasser-Workout.

Schulter-, Rumpf- und Rückenmuskulatur
Durch meine Bürotätigkeit habe ich oft Verspannungen im Nacken und im Rücken. Der Paddelschlag im Stehen löst nicht nur Verspannungen, sondern kräftigt die Schulter-, Rumpf- und Rückenmuskulatur.

Tiefe Muskelschichten
Das kippelige Board, vor allem bei Wellengang, aktiviert und mobilisiert die tieferen Muskelschichten, vergleichbar mit einem Wackelbrett oder dem Workout auf einer Vibrationsplatte. Es werden dabei sowohl die geraden als auch die schrägen Bauchmuskeln sowie die Pomuskulatur spielerisch trainiert und gestärkt. Das ist für mich als Mutter also die Gelegenheit all die gewünschten Bereiche meines Körpers wieder fest und knackig werden zu lassen.

Bein- und Fußmuskulatur
Das ständige Ausbalancieren und Anspannen trainiert die Bein- und Fußmuskulatur. Damit habe ich persönlich am meisten zu tun. Wenn meine nackten Füße anfangen zu verkrampfen, setze ich mich aufs Brett und massiere sie. Wer das mal im Trockenen nachempfinden möchte, kann sich auf ein Togo Ballkissen stellen. Allerdings ist es auf dem Brett viel anstrengender, weil sich das Wasser darunter ständig bewegt oder einem Wind entgegen kommt.

Ausdauer
Beim ersten Mal war ich gleich eine Stunde auf dem Brett unterwegs, weil es mir solchen Spaß gemacht hat und das Wasser recht ruhig war. Allerdings habe ich mir Zeit dabei gelassen und kein Power-Workout veranstaltet. Jenachdem wie lange und mit welcher Geschwindigkeit man auf dem Brett unterwegs ist, trainiert man das Herz-Kreislaufsystem gleich mit.

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3. iSUPs sind praktisch

Ich habe seit Herbst letzten Jahre ein so genanntes iSUP, also ein inflatable Stand-up-Paddle. Anders als ein Hard-Bord wird es wie eine Luftmatratze auf einem sicheren Untergrund (Achtung spitze Gegenstände können Löcher ins Bord bohren) aufgepumpt bevor man loslegt mit dem suppen. Nachdem das iSUP fertig aufgepumpt ist, ist es so fest wie ein Hard-Bord.
Ich persönlich finde ein iSUP deshalb so praktisch, weil es weniger Platz einnimmt, wenn die Luft abgelassen ist, als ein Hard-Bord. Die Tasche passt mit ihrem Maß ca. 40 x 60 Zentimeter super in den Kofferraum und auch in die Dachbox unseres Wohnmobils. Das leichte Aluminiumpaddle kann ich in mehrere Teile zerlegen und die Luftpumpe ist auch nicht riesig. Das Aufpumpen des iSUP dauert nur wenige Minuten. Im Sommer lasse ich die Luft aus dem Bord allerdings nicht heraus, weil ich so schnell wie möglich damit zum Wasser laufen möchte. Das circa 3,50 Meter lange Brett ist leicht, so dass ich es problemlos tragen kann. Ich ziehe fürs Stand-up-Paddling ganz normale Sportkleidung an. Für kältere Tage habe ich einen Neoprenanzug. Bisher habe ich keine Schuhe getragen. Aber zum Einsteigen in gewissen Gewässern sind Aqua-Schuhe ganz praktisch, weshalb ich mir nun ein Paar bestellt habe.

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Stand-up-Paddling: Die derzeit am schnellsten wachsende Wassersportart der Welt

Auf was sollten Stand-up-Paddling-Einsteiger achten?

Anfänger brauchen keine Surferfahrung. Du solltest aber über einen sicheren Stand, ausreichende Ausdauer und Fitness sowie gute Schwimmkenntnisse verfügen. Das richtige SUP-Board für Einsteiger sollte relativ groß und breit sein. Damit lässt sich leichter die Balance halten. Das Brett sollte außerdem schmal zulaufen, so ist es besser zu dirigieren. Die so genannte Nase des Bretts sollte leicht nach oben gebogen sein, damit das Wasser nicht vorne übers Brett schwappt.
Die SUP-Technik ist ganz leicht zu lernen. Die Technik sich vorab anzuschauen, ist aber wichtig, damit Du gut aufs Brett kommst, besser voran kommst, die Balance hälst und Deinen Körper optimal trainierst.

Hier ist zum Reinschauen ein SUP-Tutorial mit ein paar guten Tipps und Tricks:

SUP – Trips und Touren

Eine Stadtkulisse oder Landschaft vom Wasser zu betrachten und kennenzulernen, ist etwas ganz besonders schönes, finde ich persönlich. In vielen Großstädten gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an Verleihstationen für Stand-Up-Paddles. Bei ihnen kann man ein SUP nicht nur mieten, sondern auch noch weitere Services wie SUP Schnupperkurse, Personal Coach-Kurse, Citytouren und Yoga-Unterricht buchen. Einige bieten auch SUP-Gruppen-Events an.

Hamburg
Gewässer: Alster
SUP mieten: www.supclubhamburg.de, www.zum-anleger.de

München
Gewässer: Tegernsee, Chiemsee oder Starnberger Selassen, Isar und Loisach
SUP mieten: www.sup-activity.com, www.paddelspass.de

Frankfurt
Gewässer: Main
SUP mieten: www.sup-verein.de

Köln
Gewässer: Rhein
SUP mieten: www.supstationkoeln.de

Leipzig
Gewässer: Mulde, Saale, Elster und Unstrut
SUP mieten: www.bodypro.de/stand-paddling

Dresden
Gewässer: Elbe
SUP mieten: www.wildeast.de

Berlin
Gewässer: Spree, Havel, Wannsee, Müggelsee und Tegeler See
SUP mieten: www.sup-session.com, http://standupclub.de/sup-verleih

Amsterdam
Gewässer: Grachten
SUP mieten: www.mm-sup.com

Kopenhagen
Gewässer: diverse Kanäle
SUP mieten: http://supsurf.dk

Venedig
Gewässer: 150 schmale Kanäle
SUP mieten: www.surfvenezia.org

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 Was Du zum Stand-up-Paddling brauchst

Stand-up-Paddle Boards

Aquaschuhe

Neoprenanzug

Wasserdichte Handytasche

Eva

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