Feb 052013
 

NetDoktor.de

Aufgerüttelt durch das Lesen eines Artikels in der Tageszeitung Der Tagesspiegel über die Kinderkrankheit Masern und seltene spätere Komplikationen mit Todesfolge, vergewisserten wir uns heute, dass unsere Tochter noch vor ihrem zweiten Geburtstag 2x eine Masern-Impfdosis erhalten hat. Natürlich fanden wir es damals nicht gerade schön, dass unser kleines Baby mit fiesen Spritzen gepickst werden sollte. Als es dann so weit war, schrie und strampelte sie wie eine Verrückte und wir haben mit ihr gelitten. Aber durch Gespräche mit der damaligen Hebamme, der Pekipgruppenleiterin, Kinderärzten, Freunde die Ärzte sind, anderen Eltern und zuguterletzt mit dem pharmazeutisch gebildeten Großvater, entschlossen wir uns auf Nummer sicherzugehen und alle Standardimpfungen für unsere Tochter wahrzunehmen und sind heute froh, dass wir es gemacht haben.

Masernerkrankungen sind in Europa sehr selten geworden, seitdem geimpft wird. Allerdings werden laut der Zeitung einige Eltern unvorsichtig, da sie meinen, dass es die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu gering wäre. Gerade dieses Verhalten bringt es anscheinend mit sich, dass sich ungeimpfte Kinder immer noch mit Masern anstecken, obwohl es vermeidbar gewesen wäre. So kam es 2005 in Deutschland zu zwei größeren Masernausbrüchen: im Februar in Hessen mit einem Todesfall bei 223 Erkrankungsfällen und im Mai in Oberbayern mit 110 Erkrankungen. 2006 wurden Masernhäufungen in Baden-Württemberg sowie in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Dies war die größte Masernepidemie seit Einführung der  im Jahr 2001. Im Mai 2012 sind sechs Kinder und eine Frau in Schöneberg an der extrem ansteckenden Virusinfektion erkrankt.

Die Gefahr an einer Masernerkrankung besteht in der seltenen Spätkomplikation namens SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis). Die Viren dringen ins Gehirn ein und zerstören dort nach und nach Nervenzellen. Es dauert meist Jahre, bis die ersten Symptome auftreten. Daher erkennen einige Eltern leider den Zusammenhang mit einer früheren Masernerkrankung des Kindes auch nicht.

Weil die Masern für etwa sechs Wochen das Immunsystem schwächen, können in der Zeit zusätzliche Erreger unter anderem Mittelohrentzündungen, Bronchitis oder Lungenentzündungen verursachen. Gelegentlich kommt es kurz nach einer Masernerkrankung zu einer Gehirnentzündung. Bei manchen Kindern bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderungen und Lähmungen zurück. Mehr als 150.000 Kinder hat das Virus 2011 weltweit getötet.

Ich bin kein Fan von Panikmacherei, aber ich bin dafür, dass man unnötige Risiken vermeidet und dies vor allem, wenn es um die Gesundheit der Kinder geht.

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