Mai 122013
 


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Ein Ausflugstip unter Spandauern wurde an mich heran getragen: Die Murellenberge bzw. die Murellenschlucht (auch Schanzenwald genannt) in Berlin-Ruhleben. Ganz in der Nähe von der Waldbühne befindet sich das Naturschutzgebiet mit bis zu 62 Meter hohen Bergen und dem bis zu 30 Meter eingeschnittenen Talkessel. Es wurde über 150 Jahre als Militär- und Polizeigelände genutzt, so dass sich im Schanzenwald die Waldbestände nahezu ungestört entwickeln konnten. Heute waren wir mit unserer Tochter und meinen Eltern dort. Unsere Kleine konnte ungestört mit ihrem Like a Bike herum düsen oder auch mal von einem großen Findling hüpfen, der während der Eiszeit zu uns nach Berlin rüber geschoben wurde.

Die bis zu 62 Meter hohen Berge und der bis zu 30 Meter eingeschnittene Talkessel weisen insbesondere in ihren Trockenrasenbereichen eine vielfältige und bestandsbedrohte Flora und Fauna auf. Über 150 Jahre als Militär- und Polizeigelände genutzt, konnten sich im Schanzenwald die Waldbestände nahezu ungestört entwickeln. Das Gebiet sieht entsprechend abenteuerlich aus, was Kinder natürlich klasse finden. Man hat manchmal den Eindruck, dass sich das Gebiet noch im Dornrösschenschlaf befindet. Aber dann taucht doch wieder eine Infotafel auf, die etwas über die dortige Flora und Fauna verrät.

Bestandsuntersuchungen des Zoologischen Instituts an der Freien Universität Berlin ergaben übrigens, dass 97 verschiedene fliegende Insektenarten, davon 57 selten oder gefährdet, und 11 seltene Schmetterlingsarten in dem strukturreichen Biotop heimisch sind. Mit einem Fernglas ausgerüstet zu sein, macht aus diesem Grund Sinn. Aber auch wenn man kein seltenes Insekt entdeckt, reichen den Kleinen schon der blau-schwarz schimmernde Mistkäfer, der ihnen über den Weg krabbelt oder die großen Waldameisen.

Meine Eltern haben auf einer Wiese sogar mal Schafe grasen gesehen. Leider hatten die heute wohl mal Urlaub, so dass wir sie leider nicht sehen konnten. Wir trafen in dem 40 Hektar großen Areal auf kaum andere Spaziergänger und konnten ungestört ein kleines Picknick einnehmen.

Mit der S-Bahn, die teilweise paralell zu dem Tal verläuft, gelangt man über den S-Bahnhof Alt-Pichelsberg. Der Bahnsteig wird in Richtung Waldbühne, also in nordwestliche Richtung verlassen. Dem Wegweiser Richtung Waldbühne immer folgen, bis man auf die Glockenturmstraße stößt. Von dieser Straße, in Richtung Waldbühne, geht ein Großparkplatz ab. Für diejenigen, die lieber mit dem eigenen Fahrzeug anfahren möchten, ist das ein idealer Platz zum Parken. Die östliche Zufahrt des Parkplatzes, also genau zwischen dem Parkplatz und dem Zaun der Waldbühne, ist auch der Zugang in das Waldgebiet.

Weitere Informationen zu diesem Gebiet: www.stadtentwicklung.berlin.de

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