Was kann als Familie mit Kindern in Hamburg unternehmen?

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Dickes B oben an der Spree. Manchmal tut es gut, Dich zu verlassen und Deiner schicken Schwester an der Elbe einen Wochenendbesuch abzustatten. Unsere Kinder sind mit dabei und wir haben für Euch hier unsere abwechslungsreichen Highlights für die Hansestadt Hamburg zusammen gestellt, die man an zwei Tagen schaffen kann ohne Stress zu haben.

St. Pauli-Elbtunnel

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ge­schütz­tes Denk­mal und dar­über hin­aus eine wun­der­schö­ne und viel­ge­nutz­te Ab­kür­zung von den Lan­dungs­brü­cken ins Ha­fen­ge­biet und nach Stein­wer­der

Wolfsgehäul schallt uns entgegen als wir aus dem Aufzug steigen. Eine Gruppe Jungs testen ihre Qualitäten als Wolfsrudel. 24 Meter unter der Elbe ist es recht kühl während oberirdisch die Sonne brennt und wir ziehen unsere Jacken lieber an. Fast einen halben Kilometer legen wir zu Fuß in der Tunnelröhre des alten Elbtunnels zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts nutzen jährlich Hunderttausende von Hafenarbeitern und Pferdekutschen den Tunnel um zur Arbeit zu kommen. Auf der Fahrbahn schnurren statt Pferden nun die Fahrräder an uns vorbei und statt Arbeitern laufen Touristen (Eintritt frei) wie wir durch den unter Denkmalschutz stehenden Tunnel. An den Wänden kommen wir an Fischen, Seesternen und anderen maritimen Lebewesen vorbei. Allerdings in Form von Reliefs. Am anderen Ende der Elbunterführung angekommen, geht es wieder in den urigen Fahrkorb an die Erdoberfläche. Dort erwarten uns wieder die Sonne sowie ein Eiswagen, ein Kiosk mit Fischbrötchen, Limonade und Alster sowie ein toller Ausblick auf die Hamburger Skyline.

Hafenrundfahrt

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Walter kämpft sich mit uns tapfer durch die Wellen uns zeigt uns, dass er auch eine Rennziege sein kann. Mit dem kleinen alten Ausflugschiff der Reederei Abicht geht es in westliche Richtung an den Landungsstegen entlang. Wir müssen den Kopf bis zum Anschlag in den Nacken legen um das Luxus-Kreuzfahrtschiff Queen Mary bewundern zu können auf der wir uns nur auf bis zu 50 Metern nähern dürfen (ansonsten bekommen wir vielleicht die Küchenabfälle ab?). Der Kapitän zeigt uns interessante sowie schöne und weniger schöne architektonische Highlights und erzählt uns dabei allerlei Klatsch und Tratsch aus der Hamburger Hafen-Promiszene. Wir drehen ab zum Containerhafen, wo gerade das größte Containerschiff der Welt gelöscht wird. In 90 Sekunden muss ein Containerkranführer in der Lage sein, einen Container aufzuladen. Schließlich kostet die Liegegebühr stolze 90.000 Euro pro Jahr. Aber bei einem Warenwert von 3,6 Milliarden Euro, den solch ein Schiff transportiert ist das ja ein Schnäppchen. Trockendocks in denen gerade private Luxusjachten einen neuen Anstrich erhalten. Wir fahren an den Musicalhallen vorbei bis zur Elbphilharmonie in der früher einmal Kakao gelagert wurde.

Rainer Abicht Elbreederei

Hafenrundfahrten – XXL, Barkassen und Schiffe chartern / mieten in Hamburg

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Langnese Café

Nach so viel frischer Luft reihen wir uns hungrig in der Schlange vor dem Eiscafé im Unilever-Haus im neuen Hamburger Quartier Strandkai ein. Diesen eiskalten Tipp haben wir vom Kapitän der Reederei Abicht erhalten, als wir an dem futuristischen und preisgekrönten Gebäude in der Hafencity vorbei schipperten.

Mit einem Becher aus selbst zusammengestellten Eis mit allerlei Obst und Nüssen in der Hand auf den Treppenstufen vor dem Café in der Sonne sitzend, lässt sich der Ausblick auf den Kreuzfahrtanleger der Hafencity und die Nordererlbe noch mehr genießen!

Klassik trifft auf Elektro in der Elbphilharmonie

Luca D’Alberto

Ganz nah dran an den Musikern sind wir am Abend im kleinen Saal der Elbphilharmonie. Hier im so genannten „Schuhkarton“ hören und beobachten wir die sehr gegensätzlichen Musiker Niklas Paschburg und Luca D’Alberto, die beim Neoclassical Label 7K! in diesem Jahr ihre neuesten Werke veröffentlicht haben. Während Niklas allein und auf der Bühne mit viel Technik arbeitet und mit seinem Programm „Oceanic“ meditative Klänge in unsere Ohren fließen lässt, ist der Auftritt des italienischen Trios mit ihrem Album „Endless“ sehr körperlich und aktivierend. Die Leidenschaft für Musik wohnt auf jeden Fall beiden Auftritten inne! In der Pause gönnen wir uns ein Glas Weisswein und bewundern durch die bodentiefen Fenster die schöne Speicherstadt im Abendlicht. Das Gebäude ist selbst schon einen Besuch wert und wer keine Karten für ein Konzertticket bekommt, sollte an einer der Hausführungen teilnehmen oder in 37 Metern Höhe die Plaza besuchen, die zwischen 9 und 24 Uhr frei zugänglich ist. Die Tube, eine leicht gewölbte 82 Meter lange Rolltreppe, die vom Haupteingang einmal quer durch das Gebäude führt, ist auch eine Reise wert!

https://www.elbphilharmonie.de

www.7k.k7.com

Tierpark Hagenbeck

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Mit einem Lageplanflyer ausgestattet, steuerten wir gleich das Elefantengehege an. Kurz davor wurden vom Freundeskreis des Tierparks Obst- und Gemüsepakete gegen eine kleine Spende angeboten, die man anstelle von den Nudeln an die Dickhäuter verfüttern durfte. Eine gute und sicherlich gesunde Idee, wie ich finde!
Die Elefanten finden das offenbar auch sehr lecker, denn als wir anrückten, standen ein halbes Dutzend so nah an dem Graben, um ihren Rüssel Richtung Mittagessen zu strecken, dass ich befürchtete gleich einen Elefanten auf meinem Schoss wiederzufinden.

CAM01267Anschließend besuchten wir die Sumatra-Orang-Utans, die sich in einem sehr schönen wild bewachsenen halboffenen Pavillion rege von Seil zu Seil schwangen. Süß war ein Baby Orang-Utan, der mit einem Tuch spielte und herum kletterte. Die Affen kann man auf mehreren Ebenen betrachten und auch einen kleinen Imbiss einnehmen.

Dahinter befindet sich eine Abenteuer-Wackelbrücke (nur in eine Richtung betretbar, woran sich leider niemand hielt) und ein Tiger-Pfad.  Diesen Pfad fand unsere Tochter besonders interessant, da sie verschiedene Tiger-Spuren finden musste (Geräusche, Gerüche, Knochen, Kratzspuren etc.). In der Realität war es leider nur so, dass alle Raubkatzen gerade Siesta hielten, als wir vorbei kamen.

In dem in der 6. Generation privat geführten Tierpark leben laut Betreiberangaben mehr als 1.850 Tiere aller Kontinente. Natürlich konnten wir nicht alle Tiere besuchen, aber es reichte und vollkommen.

Spielplatz im Tierpark Hagenbeck
Spielplatz im Tierpark Hagenbeck

Der Spielplatz hinter den Bisons war schließlich auch eine schöne Attraktion und dort musste jedes Spielgerät ausprobiert werden.

Spannend für Kinder ist selbstredend auch das Streichelgehege mit Ziegen und Schafen, wo großer Andrang herrschte. Unsere Tochter hatte allerdings  vor den etwas zudringlichen Tierchen etwas Angst und wollte auf den Arm.

Zum Glück beruhigte sie sich schnell wieder, so dass wir die relativ neue Anlage der Antarktischen Pinguine, Seelöwen und Eisbären bestaunen konnten.

Mir selbst haben der spektakuläre Mähnenspringer- und Himalaya-Tahr-Felsen gut gefallen, die sich ziemlich in der Mitte des Parks befinden.

 

Japanische Brücke im Tierpark Hagenbeck

Hübsch anzusehen ist auch die Japanische Brücke mit dem Buddha.

Mit all diesen schönen Eindrücken gesegnet, machten wir uns dann ziemlich erschöpft auf den Weg zurück zum Auto. Leider mussten wir noch das Fahrrda meiner Tochter abholen, ansonsten hätten wir auch den nur in der Hauptsaison geöffneten Gazellenkamp-Eingang nehmen können.

 

 

 

Tierpark Hagenbeck: www.hagenbeck.de


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Absolute Ruhe im Hotel Atlantic

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Schon dutzende Male bin ich auf diversen beruflichen und privaten Reisen an diesem strahlend weissen Hotel an der Außenalster vorbei gekommen und habe die beiden Damen bewundert, die die Weltkugel stützen. Als wir im denkmalgeschützten Hotel Atlantic einchecken, das 1909 für die Passagiere der Hamburg-Amerika-Linie eröffnet wurde, fühle ich mich gleich sehr wohl. Keine unterkühlte unpersönliche Lobby, sondern eine gemütliche und zugleich nostalgisch-mondäne Athmosphäre empfängt uns hier. Unser großzügig geschnittenes Zimmer hat boodentiefe Fenster und geht zum sehr schönen Innenhof hinaus. Ich fühle mich hier fast wie in Italien, wenn ich so die Säulen betrachte. Die weisse Fassade reflektiert die Sonne so stark, dass ich meine Augen abschirmen muss Auch das stilvolle Badezimmer mit Wanne und Dusche lässt keine Wünsche offen. Der Hotel-Swimmingpool ist natürlich eine super Gelegenheit, sich zu bewegen und sich danach in der Sauna zu erhohlen. Ob wir wohl den Residentguest Udo Lindenberg an der Hotelbar treffen werden? Oder vielleicht am Frühstücksbuffet? Er würde auf jeden Fall viel verpassen, wenn er dort nicht vorbei schaut…

https://www.kempinski.com/en/hamburg/hotel-atlantic/

Noch mehr Hamburg-Tipps für einen Citytrip mit Kindern

Reiseführer „111 Orte für Kinder Hamburg die man gesehen haben muss“, emons Verlag

Eva

One comment

  1. Danke für die schöne Auflistung!

    Ja, Hamburg hat enorm viel zu bieten. Eine lebendige Stadt mit vielen tollen Ausflugszielen.

    Seitdem ich Jungmutter bin, zieht es mich immer mit meiner Kleinen immer in die Stadt.

    Lisa

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