Aug 152015
 

Der Tag vor der Abfahrt mit dem Wohnmobil

Mit dem Wohnmobil nach Frankreich und SpanienIn diesem Jahr möchten wir mit unseren Kindern (5 Jahre und 1 Jahr alt) mit dem Wohnmobil in den Sommerurlaub fahren. Es ist ein lang gehegter Traum von uns ganz flexibel und spontan und gleichzeitig langsam zu reisen. Dinge zu sehen, die wir sonst nicht zu sehen bekommen und immer alles dabei zu haben, was wir brauchen.
Es hat auch etwas abenteuerlustiges mit dem Wohnmobil zu verreisen. Das alles gefällt uns, weil wir selbst einige spannende Trekking- und Zelturlaubsreisen gemacht haben bevor wir Kinder bekamen. Wir erinnern uns noch immer gerne an unsere Erlebnisse von damals, wie wir z.B. mit dem Motorrad und Zelt hintendrauf durch Kreta gefahren sind. Vielleicht hat die Zeit aber auch das ihre geleistet und so manch unangenehme Camping-Erfahrung vergessen gemacht?
Nun ist die Zeit für das mobile Reisen wieder reif und wir machen uns gemeinsam mit unseren Kinderm auf den Weg.

Unsere Urlaubsziele

Unsere vierwöchige Tour soll uns von Berlin nach Frankreich bis an die Atlantikküste und anschließend nach Nordspanien führen. Wenn das gut klappt, soll es danach ans Mittelmeer und von dort aus zurück nach Berlin gehen.

Uns ist bewusst, dass dies eine laaange Strecke ist. Wir wissen nicht, wie unsere kleinen Mädels mit der Fahrerei umgehen werden. Eine Fahrt in benachbarte Bundesländer stellt nicht die gleiche Art von Belastung dar wie eine Tour in den Süden Europas. Aber wir sind ganz optimistisch, dass sowohl unsere Töchter als auch wir als Eltern und Fahrer unseren Spaß haben werden, auch wenn es sicher mal sehr anstrengend werden kann.

Unser Wohnmobil

Wohnmobilreisen mit KindernWir haben uns bereits letztes Jahr einen MB 100 Baujahr 1991 (Diesel) zugelegt und ein halbes Jahr Wochenendarbeit und einiges an Geld rein gesteckt damit es fahrtauglich und gemütlich wird. Das Gefährt musste grundlegend gesäubert, einige Kabel gezogen, neue Lampen eingebaut, das kleine Bad renoviert (neuer Toilettensitz und -tank) und alles etwas wohnlicher (neue Polsterbezüge und Gardinen) gestaltet werden.

Das Wohnmobil bringt auf seinen 5,50 m Länge, 2,17 m Breite und 2,85 m Höhe Schlafgelegenheiten für 4 Personen (im Alkoven und auf den ausgeklappten Sitzbänken), eine kleine Küche mit zwei flammigen Gasherd, ein Spülbecken, einen Kühlschrank, zwei Schränke und zwei Hochschränke für Vorräte und Kochutensilien, zwei Kleiderschränke, ein Bad mit WC, Waschbecken und Dusche, zwei Sitzbänke und Tisch (daraus wird nachts ein Bett), fünf Hochschränke sowie noch einige offene Fächer und natürlich die Fahrerkabine alles was man als Familie oder Paar zum Reisen braucht.

Unsere Vorbereitungen

Campingplätze und Stellplätze

Campingplatz Ecktannen bei Waren an der MüritzDer Weg soll das Ziel sein. Wir wollen viele Zwischenstopps machen und spontan entscheiden, wo wir wie lange bleiben möchten. Ein Freund hat uns eine Liste seiner persönlichen Lieblingsorte in Frankreich zusammen gestellt und wir werden bestimmt die ein oder andere seiner Empfehlungen ausprobieren (lieben Dank an Alexander).
Fest steht, dass wir ein paar bekannte Städte wie Bordeaux, San Sebastian und Bilbao besuchen und im Meer, Seen und Flüssen (unbedingt in der Ardèche) baden möchten. Mal sehen ob das alles klappt. Ich bin eigentlich ein Sightseeing-Opfer. Aber ich werde versuchen mich etwas zurückzuhalten damit die Kinder nicht darunter leiden müssen.

Wir haben deshalb keinerlei Reservierung für Campingplatze vorgenommen und hoffen, trotzdem einen Platz für unser kleines Heim auf vier Rädern zu bekommen.

Frankreich gehört mit seiner Atlantik- und Mittelmeerküste, seinen Gebirgsregionen in den Alpen, den Pyrenäen und im Massif Central, seiner Kultur, seiner Küche und Weinen zu den beliebtesten Reisezielen.
Und das Königreich Spanien lockt mit einer Fülle an an Kulturschätzen, vielfältige Landschaften und natürlich einer großen Auswahl an Bademöglichkeiten ebenfalls massenhaft Touristen an.
Aber die Grande Nation Frankreich bietet ca. 10.000 Anlagen für Camper. Spanien hat seinen Küstenregionen auch zahlreiche Campingplätze.

Da wird schon ein Plätzchen irgendwo für uns frei sein, denken wir. Notfalls müssen wir eben ab und zu wild stehen. Wir sind abenterlustig genug.

Reiseführer, Campingführer und Kartenmaterial

Damit uns bei aller Abenteuerlust trotzdem die größt mögliche Auswahl an Stellplätzen zur Verfügung steht, haben wir uns neben klassischen Reiseführern auch ein paar Camping- und Stellplatzführer besorgt. Ich habe mir erlaubt, Verlinkungen für die einzelnen Guides einzufügen. Die Blog-Leser, die vielleicht auch eine Reise nach Frankreich oder Spanien planen, können sich also gleich weiter informieren.

Da ist zum einen der aktuelle ADAC Campingführer Südeuropa. Er enthält neben dem mehr als 1.000 Seiten umfassenden Katalog eine Karte mit den darin eingetragenen Plätzen sowie eine Beilage mit den Erläuterungen der zahlreichen Icons.

Zum anderen haben wir uns auf Anraten einer lieben Freundin (Danke Karen!) den aktuellen Stellplatzführer namens „France Passion“ mit der dazugehörigen Fahrzeugvignette und Mitgliedsausweis zugelegt. Darin sind auf mehr als 500 Seiten zahlreiche Bauernhöfe, Winzer, Handwerker und Wohnmobilfreunde mi ihren GPS-Koordinaten und teilweise mit Telefonnummern aufgelistet, die Wohnmobile, Bullis oder Wohnwagen auf ihrem Privatgelände kostenlos für eine Nacht beherbergen (Nutzung von Elektrizität kostet ein paar Euro Gebühr).
Im Gegenzug kann man von seinen Gastgebern selbst hergestellte Lebensmittel wie Käse, Wurst oder Wein, Obst und Gemüse oder Hühnereier erstehen. Bei manchen wird man sogar bewirtet, was mit einem Symbol im Stellplatzführer extra gekennzeichnet ist. Die Bewirtung kostet natürlich etwas und man sollte sich rechtzeitig vorher telefonisch anmelden (innerhalb von 24 Stunden vor der Ankunft). Für diese Reservierung sind Französischkenntnisse von Vorteil. Passion France ist 2015 im 23. Herausgabejahr angelangt und entsprechend etabliert.

Landvergnügen StellplatzführerDas deutsche Pendant zu France Passion ist sehr viel jünger und heisst „Landvergnügen“. Der Stellplatzführer ist 2015 zum 2. Mal erschienen und wird von einem Berliner Familienvater veröffentlicht. Diesen sehr liebevoll gestaltete Führer inkl. Vignette und Ausweis haben wir uns geleistet, weil wir auf der Hin- und Rückfahrt jeweils einmal in Deutschland nächtigen möchten.

Beide Stellplatzführer sind übrigens jeweils ein Jahr gültig und nicht übertragbar.

Wir sind sehr gespannt darauf, wie und ob das Prinzip bei Bauern und Winzern mit dem Wohnmobil zu stehen klappt. Die Idee finden wir in jedem Fall sehr genial! Weniger weil man dadurch kostenfrei einen Stellplatz erhält. Sondern vielmehr, weil wir Einblicke in die Menschen, Tiere und Regionen bekommen und hoffentlich unvergessliche Urlaubserlebnisse sammeln.
Ich werde Euch über unsere persönlichen Erfahrungen mit Landvergnügen und Passion France berichten, sobald wir es ausprobiert haben.

Des weiteren werden uns die Wohnmobil-Reiseführer des Womo-Verlags dabei helfen, schöne Routen und Stellplätze zu finden (z.B. Mit dem Wohnmobil durch Languedoc und Roussillon, Mit dem Wohnmobil in die Provence und an die Côte D’Azur, Mit dem Wohnmobil an die Französische Atlantikküste Teil 2, Mit dem Wohnmobil nach Nordspanien).

Last but not least begleiten uns noch ein dicker Wälzer von Lonely Planet für Gesamtfrankreich, ein schmalerer Band für Nordspanien vom Michael Müller Verlag und jeweils ein Langenscheidt-Universalwörterbuch für Frankreich und Spanien.

Damit wir uns nicht ständig verfahren, haben wir uns eine kostenpflichtige Navi-App für Europa runtergeladen (Navigon) und noch zusätzlich eine Länderkarte Europa gekauft damit wir vor der Reise uns die Route ansehen und planen können.

Wir hoffen, mit dieser Art von Bibliothek sind wir gut für unsere Reise gewappnet.

Unsere persönlichen Reiseerlebnisse möchten wir in einem Reisemobil Logbuch festhalten damit wir uns an die schöne (aber vielleicht auch mal anstrengende?) Zeit immer erinnern können.

Natürlich haben wir eine ausführliche Packliste für uns vier erstellt, damit wir nichts vergessen (trotzdem wird bestimmt wieder irgendetwas fehlen, da bin ich mir sicher).

Ich werde Euch in den nächsten vier Wochen regelmäßig auf dem Laufenden zu halten und über unsere Reise zu berichten. Es wird bestimmt nicht täglich klappen, aber das nehmt Ihr mir hoffentlich nicht krumm.

Also dann bis hoffentlich schon morgen, wenn wir den ersten Fahrtag hinter uns und vielleicht einen schönen Stellplatz in Deutschland gefunden haben!

Unsere bisherigen Wohnmobil-Touren

Badestelle an der MüritzDen ein oder anderen Kurztripp haben wir mit unserem Wohnmobil bereits unternommen um es auszutesten.
Unsere Fahrten haben uns zum Beispiel Anfang Mai nach Moritzburg (siehe Blogbeitrag vom 3.5.15: www.stadtwaldkind.de/reise-und-ausflugstipps/familienurlaub-mit-dem-wohnmobil-in-moritzburg) und knapp vier Wochen später an Waren an der Müritz geführt (siehe Blogbeitrag vom 1.6.15: www.stadtwaldkind.de/reise-und-ausflugstipps/mit-dem-wohnmobil-unterwegs-teil-2-heilbad-waren-am-mueritz-nationalpark). Und alles glücklicherweise vollkommen ohne jede Panne.

Bitte teile das, wenn es dir gefällt!

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