Mit dem Wohnmobil zum MitMachPark Irrlandia und zum Storkower See in Brandenburg

campingplatz-dahmsdorf

So früh sind wir schon lange nicht mehr mit dem Wohnmobil losgefahren! Um 10 Uhr geht’s in Berlin los in südöstliche Richtung nach Brandenburg. Unser Ziel ist die Gegend um die charmante märkische Kleinstadt Storkow (Mark). Dort befindet sich ein naturverbundener Freizeitpark sowie der Storkower See. Beiden wollen wir einen Besuch abstatten. Die Strecke bis zu unserem Etappenziel beträgt nur circa 80 Kilometer, also ein Katzensprung für uns.

 

Der MitMachPark Irrlandia

Als wir auf dem Parkplatz ankommen herrscht brütende Hitze und trotzdem ist schon jede Menge los. Der Mais steht auf dem Feld leider noch nicht so hoch, als dass wir das zwei Hektar große Maislabyrinth nutzen könnten. Stattdessen wird Ponyreiten ums fast nackte Feld herum angeboten.

Unsere zwei und sechs Jahre alten Töchter entern als aller erstes die Rollenrutsche. Immer wieder stellen sie sich an und haben einen Riesenspaß dabei.

Irrlandia WindrädchenNatürlich ist danach eine unserer ersten Amtshandlungen, den höchsten der insgesamt drei bunt bemalten Klettertürme, den zwölf Meter hohen Holzturm zur Riesenrutsche hochzusteigen. Ich erbarme mich unser älteres Kind bei diesem Abenteuer beizustehen während mein Mann unten mit der Kleinen auf uns wartet. Als wir endlich oben angekommen sind, bemerke ich, dass wir die Rutschmatte unten vergessen haben. Also alles nochmal von vorne weil es so schön war. Wieder oben angekommen, auf die Matte gesetzt, Kind auf dem Schoss, einmal die Edelstahlröhre hinab geguckt, bekomme ich plötzlich Muffensausen. Müssen wir das jetzt wirklich tun? Aber ich möchte meine Tochter nicht enttäuschen. Außerdem nervt der Familienvater hinter uns und ich will mich vor ihm nicht zum Deppen machen. Also Augen zu, schön schreien und durch! Es fühlt sich an wie ein freier Fall als wir senkrecht in die Tiefe rutschen. Habe lange nicht mehr so laut und lange gekreischt. Das hat gut getan. Bin froh, dass wir es heil überstanden haben.

Holzturm bauen in IrrlandiaDanach lassen wir es auf dem Barfußpfad, auf dem Kleinkinderpielplatz und im Kräutergarten ruhiger angehen bis ich mich wieder akklimatisiert habe. Wir beobachten wie Kinder mit Bauhelmen auf einer Leiter stehend einen Meter hohen Turm aus Holzklötzen bauen und wie dieser irgendwann spektakulär von ihren Bauherren zum geplanten Einsturz gebracht wird. Was Dir nicht gefällt, mach Neu, wie der Berliner Musiker Peter Fox so schön getextet hat. Kinder sind in dieser Disziplin wahre Meister. Anschließend strampeln wir Eltern auf den Rädern des Mini-Riesenrads mit „Elternantrieb“ um die Wette, während unsere Kinder in ihren Sitzschalen relaxen können. Im hübsch ausgebauten Bauwagen ist ein MausOleum untergebraucht. Hier bestaunen die Mädels zahlreiche unechte und echte Mäuse. Unter dem schattigen grünen Weidendom ruhen wir uns aus.

Natürlich muss irgendwann auch wieder Action in Eigenregie her. Die sich in einigen Metern Entfernung gegenüber stehenden Wasserbombenabwurfanlagen sind eine Gaudi, um sich aneinander abzureagieren. Team Mama und Tochter 1 treten gehen Papa und Tochter 2 an. Auf die Plätze, fertig, Schuss und Platsch! Leider verfehlen wir uns und keiner wird nass. Dabei wäre das bei der Hitze ganz abwechslungsreich gewesen. Wäre uns nicht so warm, hätten wir bestimmt Platz auf einem der im Sand befindlichen Liegestühle unter den selbst gebauten Palmen genommen.

Kletterzirkus IrrlandiaWir werfen einen Blick in die Erdlabyrinthgänge und auf den Kletterzirkus (nicht im Eintrittspreis enthalten). Danach lasse ich das Kind in mir raus indem ich mit meiner Tochter in Riesenrollen Platz nehme und uns quer über einen abgesperrten Rollandia-Platz kugle. Herrlich! Irgendwann werden wir von einer Gruppe Halbstarker vertrieben.

Zur Belohnung spendieren wir Eltern uns eine Berliner Weiße und die Kinder bekommen ein Eis, das sie vergnügt auf einem überdimensionalen Stuhl verputzen. Um uns herum picknicken viele Familien und feiern Kindergeburtstag. Eine Dusche nehmen wir zum Abschluss noch im so genannten Wasserspraypark bevor wir wieder unser Wohnmobil besteigen.

Insgesamt war dies ein runder Ausflug für unsere zwei und sechs jährigen Töchter. Für beide gab es viele altersgerechte Attraktionen und Spielmöglichkeiten. Ich habe hier nur einen kleinen Einblick in das Angebot geben können, weil es leider zu heiss war, um noch mehr auszuprobieren.

baden mit Kindern im Storkower See

Campingplatz Dahmsdorf am Storkower See

Wir sehnen uns einer nachhaltigen Abkühlung entgegen und halten nur knappe neun Kilometer von Irrlandia entfernt auf dem Waldcampingplatz Dahmsdorf direkt am Storkower See im Landkreis Oder-Spree. Dahmsdorf liegt an der Nordseite des Sees, fast gegenüber des Schlosses Hubertushöhe. Diese Gegend ist bekannt für ihre unberührte Natur.

Als einer von insgesamt drei Gast-Wohnmobilisten bekommen wir einen von insgesamt 30 Stellplätzen für Durchreisende mit Wasser- und Stromanschluss auf einer Zeltwiese direkt am See zugewiesen. Besser geht es gar nicht. Der Campingplatz dehnt sich auf zehn Hektar am See und im Wald aus. Die meisten der 200 Dauercamper scheinen an diesem Wochenende nicht da zu sein. Ihre Domizile stehen kreuz und quer auf dem Gelände und haben alle eine ganz unterschiedliche Begrenzung. Das sieht ganz sympathisch aus.

Am Eingang des Campingplatzes gibt es einen einfachen schattenlosen Spielplatz, ein nigelnagelneues Sanitärgebäude und die ranchartige Rezeption. Hinter dem Spielplatz gibt es einige Bungalows. Als Halbprofis unter den Campern bestellen wir uns schon mal unsere Frühstücksbrötchen für den nächsten Tag und kaufen die letzte Flasche Mineralwasser, die es noch gibt.

kleine Badestelle des Campingplatzes DahmsdorfNun aber endlich die Badesachen angezogen und rein ins kühle Nass des 3,7 Quadratkilometer großen Sees. Eine kleine Badestelle direkt vor der Nase zu haben, ist schon sehr angenehm. Das Wasser ist kühl, aber weitaus verträglicher als die Ostsee bei Loissin.
Die Wasserqualität scheint sehr gut zu sein, es riecht gut. Viele kleine Fische schlawenzeln um uns herum. Eine Dauercamperin warnt uns freundlich vor den moosigen Steinplatten, die eigentlich den Einstieg ins Wasser angenehmer machen sollen, aber nun sehr rutschig sind.
Unsere Kleine planscht entspannt im flachen Wasser. Unsere Große mag nicht schwimmen, obwohl sie es kann. Deshalb sonnen wir uns schon bald auf einer Bank am Schilf umrandeten Ufer. Plötzlich entdeckt mein Mann eine Zecke wie sie am Bein unserer Tochter hoch krabbelt. Sie zieht diese Blutsauger an. Wir müssen aufpassen, denn wir zwar Zeckito, aber für den Fall dass sich die Mistdinger davon nicht abhalten lassen, leider keine Zeckenzange o.ä. dabei.

Schilfufer an der Marina Campingplatz Dahmsdorf am Storkower SeeAls es 18 Uhr ist, stellen wir für die Mädchen die Strandmuschel zum Spielen auf der Wiese vor unserem mobilen Heim auf. Sie bauen sich mit Hilfe von großen Strandtüchern daraus eine Höhle und vergnügen sich darin mit ihrem Spielzeug während wir Zeitung lesen und später den Gasgrill für die Zubereitung des Abendessens rausholen. Wir haben ampelfarbiges Grillgemüse bestehend aus kleinen gelben und roten Tomaten sowie Paprika, Feta und Bratwürste und für uns Eltern leckeren Crémant dabei.

Unsere hinter uns stehenden Nachbarn kommen aus Sachsen und scheinen eine Deutschlandtour zu machen. Sie sind ganz angetan von unseren Kindern und machen uns Komplimente wie brav sie im Vergleich zu ihren Enkeln sind. Das müssen wir unbedingt unseren Eltern erzählen!

Tja, sie haben sich zu früh gefreut. Denn Schlag 21 Uhr kippt die Stimmung bei unserer Jüngsten, weil sie müde ist. Kein Wunder, es ist wirklich spät für sie. Aber auf dem Campingplatz herrscht bei uns immer Ferienstimmung und es ist ja noch so hell! Im Turbogang bauen wir unsere Betten auf und machen uns allesamt nachtfertig und legen die Kinder hin. Schon während der grimmschen Gutenachtgeschichte über die gestiefelte Mietzekatze ist die Kleine schon im Land der Träume. Die Große schaut hingegen noch lange aus dem Oberlichtfenster während wir Eltern noch draußen sitzen. Als sie irgendwann auch der Schlaf eingeholt hat, gehen wir ein paar Schritte zur Badestelle und genießen die romantische Stille.

grosse Badestelle am Storkower SeeLangsam wird es auch dunkler und wir gehen rein. Ich bin glücklich, dass wir auch noch einen Matratzentopper für das untere Bett, das ansonsten nur aus den Polstern der Sitzgruppe besteht, gekauft haben. So liegt es sich viel schöner. Wie habe ich das nur vier Wochen im letzten Sommer ausgehalten, als wir mit dem Wohnmobil in Frankreich und Nordspanien waren?

Am nächsten Morgen fühlen wir uns alle sehr ausgeschlafen. Mein Mann geht mit den Kindern die Brötchen und den Schlüssel für ein Campingplatznebenausgang abholen. Währenddessen mache ich einen kleinen Abstecher zur Marina des Campingplatzes. Nach dem Frühstück öffnen wir das Tor und laufen wir fünf Minuten durch ein Waldstück rüber zur großen Badestelle mit schönem Buddelsand. Hier kann man ewig ins Wasser laufen bevor es tiefer wird. Am Ufer gibt es dank großen Laubbäumen viel Schatten. Wir bekommen allerlei Eissorten von unseren Kindern kredenzt bevor wir irgendwann unsere sieben Sachen packen und nach Hause gondeln.

MitMachPark Irrlandia

Adressen und Informationen

IRRLANDIA – der MitMachPark
Lebbiner Straße 1
15859 Storkow (Mark)
www.irrlandia.de

Öffnungszeiten 2016

vom 14. Mai bis 3. Oktober 2016 geöffnet von 10.00 – 18.00 Uhr
(schlechtwetterbedingte Schließungen vorbehalten)

Schließtage im September: Montag, 12.9., 19.9., 26.09.2016

Eintrittspreise 2016

Erwachsene 16 – 99 Jahre: 7 €
Kinder 3 – 15 Jahre: 7 € (inkl. 1 Freifahrt)

Achtung: Die Bezahlung mit EC- oder Kreditkarte an der Kasse ist nicht möglich.

Campingplatz Dahmsdorf
Storkower Weg 60
15526 Reichenwalde
www.campingplatzdahmsdorf.de

Eva

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