Mit Kleinkindern Bootfahren

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Das warme Herbstwetter des letzten Wochenendes bot uns reichlich Möglichkeiten draußen gemeinsam etwas zu unternehmen. Das absolute Highlight kündigte sich am Sonntagmittag telefonisch an. Eine befreundete Familie lud uns spontan zum Absegeln auf der Havel in Heiligensee für den Nachmittag ein. Rettungswesten für die Kinder lägen auch schon beteit. Da wir auch am Wasser wohnen, haben wir auch bereits mit dem Gedanken gespielt, uns ein kleines einfaches Boot anzuschaffen. Aber bisher haben wir uns vor dem zeitlichen Aufwand gescheut, da solch ein Boot bekanntermaßen auch Pflege und obendrein Liegegebühren bedeutet.
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Wie auch immer, wir freuten uns natürlich sehr über diese spontane verlockende Einladung!
Nach dem Mittagsschlaf packten wir unsere Kleine und ein wenig Essen und Getränke ins Auto und fuhren los. Während die zwei Männer das Segelboot startklar machten, packte ich die beiden Mädchen in den Bollerwagen und zog los zum Bootssteg.
Schon bald saßen die Kleinen brav und sicher mit passenden Rettungswesten verpackt auf dem Schoß, als das Boot die Anlegestelle verließ.
Aber schon nach kurzer Zeit war die Kajüte viel spannender als das Wasser und sie kletterten unten herum, hoch und runter. Seekrank wurden sie glücklicherweise nicht.
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Das Wetter war herrlich, allerdings windstill. Daher konnten wir nur unter Motor fahren, anstatt zu segeln. Dafür war die Tour entspannter.
Wir betrachteten die Wassergrundstücke, die dort stehenden Häuser und die bunt leuchtenden Bäume. Es war nur wenig Verkehr auf dem Wasser und wir tuckerten ganz gemütlich auf der Havel. Die Mädchen zeigten keinerlei Angst. Natürlich hielten wir sie stets fest, sobald sie aus der Kajüte kamen.

Irgendwann passierte doch ein kleines Malheur. Nuckel über Bord! Aus leidlicher Erfahrung wusste der Vater, dass eine Rückfahrt ohne den heiss geliebten Nuckel für uns alle ein unschönes Ende nehmen würde und kreiste den Nuckel fachmännisch ein bis er ihn unter Einsatz seines Lebens aus den Fluten rettete. Das war natürlich spektakulär. Aber der Kommentar seiner Tochter war nur: „Nunni nass!“. Als der Super-Papa das gute Stück sorgfältig an seiner Seemannsjeans trocken rubbelte, war es aber immer noch nicht gut: „Nunni kalt!“.
Na ja, was tut man(n) nicht alles für die lieben kleinen Seeungeheuer.

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Wir begegneten kurz vor dem Anlegen noch einem Mann, der auf einer Art Surfbrett stehend und paddelnd gen Sonnenuntergang gleitete. Das sah ziemlich lässig und zugleich romantisch aus. Allerdings ist diese Art des Wassersports mit Kleinkindern sicher eine Herausforderung.

Die Spritztour auf der Havel war so schön und entspannend, dass wir und uns fürs Ansegeln nächstes Frühjahr bereits selbst eingeladen haben.

Eva

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