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Stadtfrei: Familienabenteuer in der Natur

Wohnst du auch in einer (Groß)Stadt? Wenn ja, dann kennst du sicherlich die Vor- und Nachteile vom Stadtleben. Ich kann auf jeden Fall ein Lied davon singen. Ich bin ein seltenes Exemplar von Urberlinerin, das heißt ich bin in Berlin geboren und habe immer hier gelebt, geliebt und gearbeitet und viel Spaß dabei gehabt und habe ihn noch immer. Aber es gibt so Momente, in denen ich auch mal eine Pausetaste drücke und wir uns im Garten austoben oder mit unserem alten Wohnmobil raus aufs Land zuckeln. Fernab der Großstadthektik können wir als Familie dann richtig schön runterkommen. Für Familien mit Kindern, die einmal raus aus der Stadt und rein in die Wildnis möchten, gibt es zum Beispiel richtig tolle Angebote von Stadtfrei. Bisher hatte Stadtfrei allerdings nur Angebote für Väter mit Kindern. Ziemlich schade für Mamas. Ob sich daran mittlerweile etwas geändert hat, verrät uns die liebe Nicole Sachse-Handke in diesem Interview!


Stadtwaldkind: Hallo Nicole, wir kennen uns jetzt schon seit 2007, huch das ist schon eine lange Zeit. Uns verbindet die Kultur, aber seit ein paar Jahren auch unsere Leidenschaft für Outdoor-Erlebnisse. Du hast gegründet, Nicole. Stadtfrei heißt eure gemeinnützige Genossenschaft. Dort bist Du für Presse und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich und bist seit diesem Jahr qualifizierte Teamerin für Camps. Was macht ihr denn? Stadtfrei, das klingt für mich Großstädterin ja so nach Urlaub?
NSH: Ja, da liegst du richtig, Wir schaffen wir attraktive Angebote in der Berliner und Brandenburger Natur für Eltern und ihre Kinder. Frei nach dem Motto: Raus aus der Stadt und rein ins Abenteuer verschrieben.

Stadtwaldkind: Ich hatte schon früher mal in euer Programm geschaut, aber da hattet ihr aber nur Angebote für Väter. Gibt es denn auch Familien- oder Mutter-Kind-Camps?
NSH: Im letzten Jahr haben wir viel positives Feedback für unsere Stadtfrei-Arbeit bekommen. Uns haben aber auch viele Fragen und Wünsche. Die scheinbar interessanteste war dabei genau deine Frage: Wann gibts denn endlich Familien- oder Mutter-Kind-Camps? Bisher hatte Stadtfrei nur männliche Teamer. Das liegt daran, dass Stadtfrei aus der Initiative Männerjob – eine Initiative für Väter und Kinder entstanden ist. Wir haben auch 3 Teamerinnen, die in den letzten Monaten verschiedene Qualifizierungen durchlaufen haben. Neben der Erste Hilfe Outdoor und einer Kinderschutzfortbildung, gehört auch die Rote Karte und ein erweitertes Führungszeugnis dazu.


Stadtwaldkind: Was ist denn, wenn ich nicht soviel Zeit oder Geld habe und trotzdem der Stadtgewusel entfliehen möchte?
NSH: Dann kannst du einfach zu unseren kostenfreien Ein-Tages-Aktionen kommen. Wir starten am 2.4. mit der Aktion Erste-Hilfe-Fahrrad. Und dann gibt es noch Imkern, Walderleben, Bogenschießen, Räucherwerk und Baumschlagen.

Stadtwaldkind: Ich habe auch gesehen, ihr habt am 8. Oktober eine Aktion, die heißt Stadtfrei für alle? Ein Erlebnistag für Mütter, Väter und ihre Kinder. Was habt ihr geplant?
NSH: Ohja, alle sind eingeladen sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Es gibt reichlich Zeit zum Spielen für die Kinder und mit den Kindern, Musizieren und Toben. Er kann nach Regeln gerauft, mit dem Bogen geschossen, musiziert oder einem Bilderbuchkino gefolgt werden. Auf jeden Fall werden die Fotos/Videos der vergangenen Camps und Aktionen präsentiert. Zum Abschluss wird natürlich über dem Lagerfeuer Stockbrot gebacken oder auch das eine oder andere Würstchen gegrillt.

Stadtwaldkind: Das heißt ihr habt jetzt auch Angebote speziell für Mütter?
NSH: Ja, wir veranstalten vom 17.-19.6.2022 unser erstes Mutter-Kind-Camp für Mütter mit Kindern von 5 bis 9 Jahren. Musik & Yoga in wilder Natur. Wir kommen auf dem Gelände der Neuen Mühle Dahmetal unter. Der gesamte historische Hof ist umringt von wild-romantischer Natur. Man kann im eigenen Zelt übernachten oder in einem der Bauwagen.

Stadtwaldkind: Machst du das Camp?
NSH: Ja, im Tandem mit einer ausgebildeten Kinderyogalehrerin. Ich freue mich, mit den Kindern und Mütter auf musikalische Fantasiereise zu begeben. Ich begleite aber auch noch eines der beiden neuen Familien-Camps DER LAUF DES WASSERS – Ein Paddelabenteuer für Mütter/Väter und Kinder am 14.7.-17.7.2022.

Stadtwaldkind: In den letzten Jahren gibt es immer mehr solcher Erlebnis-Angebote. Was ist denn bei euch anders?
NSH: Nun, wir sind ein kleines Team mit ganz verschiedenen Temperamenten, wir leben alle in ganz verschiedenen Familienkonstellation und wir lieben es Zeit mit der Familie in der Natur zu verbringen. Wir glauben außerdem ganz fest daran, dass das gemeinsame Erlebnis nachhaltig die Verbindung zwischen Eltern und ihren Kindern stärkt und damit eine aktive Elternschaft unterstützt. Elternschaft verändert sich. Eltern haben heute ja ein ganz neues Selbstverständnis.

Stadtwaldkind: Ich verstehe, mir scheint eure Angebote haben eine ganz persönliche Note. Verdient ihr mit den Angeboten euren Lebensunterhalt?
NSH: Nein, unsere Teamer erhalten eine Aufwandsentschädigung. Wir haben das Glück durch einige Partner finanziell unterstützt zu werden, wie AktionMensch, der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, das Jugendamt und den evangelischen Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte, der Vielfarb Social gGmbH Berlin & Brandenburg und Kinder brauchen Matsch, einer Aktion der Evangelischen Auferstehungsgemeinde.

Stadtwaldkind: Was empfiehlst du, wenn die Kinderbande unausstehlich wird?
NSH: Raus in die Natur und freihaben von der Stadt. Komm mit 😉

Na, neugierig geworden? Mehr Infos zum Stadfrei-Programm gibt es hier: www.stadtfrei.de



Abenteuer-Tipps für echte Männer mit Kindern: Nehmt Euch doch mal stadtfrei!

Stockbrot am Lagerfeuer ist doch das beste Abendessen, oder? (c) Stadtfrei

Nach einer laaangen Blogpause melde ich mich wieder zurück. Die letzten Monate waren für uns wie auch für alle anderen Familien eine große Umstellung und Belastung. Nach getaner Arbeit und Zuklappen des Firmenlaptops wollte und konnte ich mich nicht mehr an meinen privaten Rechner setzen. So selten habe ich ihn benutzt, dass mir fast das Passwort nicht mehr eingefallen wäre. Dafür habe ich umso mehr Fotos auf Instagram und Facebook von unseren schönen Momenten gepostet. Denn die gab es glücklicherweise zwischen all den stressigen Phasen auch. Und weißt Du, wo diese fröhlichen Momente zum allergrößtenteil stattgefunden haben? Draußen an der frischen Luft, im Wald, auf der Wiese, auf dem Fahrrad, im Tipi, am Wasser, unter einem Baum sitzend, auf dem Rodelberg, you name it. Ohne diese Stunden, die wir draußen verbracht haben, hätte ich diesen ewigen Lockdown mental und physisch nicht so gut überstanden.

Trotzdem ist und bleibt es manchmal enervierend, fast die ganze Zeit zu viert zu Hause zu sein. Die Momente des Alleinseins sind sehr rar. Sobald das Reisen und das Zusammensein in etwas größeren Gruppen wieder möglich ist, werden wir das nutzen und wieder mit Freunden und anderen Familien Zeit zusammen verbringen. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass es Menschen in meinem Freundeskreis gibt, die diese seltsame Zeit dafür genutzt haben, neue Pläne zu schmieden, an die Zeit danach zu denken und sich zu überlegen, was Familien so brauchen könnten, wenn das hier vorbei ist! Einer dieser Menschen ist Stefan. Er ist der Mann meiner lieben Freundin N., die gemeinsam zwei Kinder haben und in Berlin-Prenzlauer Berg leben. Seit mehreren Jahren engagiert sich Stefan nebenberuflich gemeinsam mit seinen Freunden, in dem er mit ihnen Vater-Kind- und auch Mutter-Kind-Angebote entwickelt hat, die Vätern und ihren Kindern einen exklusiven Ort bietet, um Zweisamkeit, Gemeinsamkeit und Abenteuer zu erleben. Außerdem beraten sie Eltern, bieten Meditationen an und noch vieles mehr. In den letzten Jahren ist viel bei den Jungs passiert. Unter anderem haben sie die passende und griffige Marke „Stadtfrei“ geschützt unter der ihre Angebote wachsen sollen. Obendrein haben sie eine gemeinnützige Genossenschaft gegründet und bald geht ihre neue Website online. Was sich genau hinter Stadtfrei verbirgt und welche spannenden Angebote sie entwickelt haben, verrät Stefan mir hier in diesem Interview und steht auch am Ende dieses Beitrags!

Let’s be wild! (c) Stadtfrei


Lieber Stefan, was hat euch inspiriert Stadtfrei ins Leben zu rufen?

Aus einer anregenden Diskussion während eines Kollegenstammtisches im Jahr 2012 entstand das Vorhaben, ein Angebot zu entwickeln das sich an den Wünschen und Anliegen von Vätern orientiert. So begann die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, Männlichkeit und dem Rollenverständnis eines Vaters in der heutigen Zeit.
„Männerjob“ war geboren!
Wir haben seitdem Orte geboten, an denen Väter und deren Kinder gemeinsam Zeit verbringen und Abenteuer erleben konnten. Dabei steht ihre gemeinsame Beziehung und eine Stärkung durch gemeinsame Erlebnisse im Vordergrund. Die Kirchengemeinden St. Markus und Auferstehung teilten dieses Anliegen und boten unseren Angeboten eine Heimat. Im Jahr 2020 wurde es dann aber Zeit eigene, unabhängige Wege zu gehen. Wir befinden uns auf dem Weg zu einer gemeinnützigen Genossenschaft, in der es vor allem um Mitgestaltung geht.

Was unterscheidet Stadtfrei von ähnlichen Angeboten?

Kinder brauchen Väter – Das klingt ja für die meisten ganz einleuchtend und ist doch nicht selbstverständlich. Viele Kinder wachsen ohne Väter als männliches Vorbild auf. Und damit ohne genügend Halt und Orientierung bei der Identitätsentwicklung in einer zunehmend komplexeren Welt. Sei es, weil die Väter nicht präsent sind oder einfach nicht wissen, was es heißt Vater zu sein. Viele Kinder, Mädchen wie Jungen, leiden darunter. An diesem Punkt setzt Stadtfrei – Familienabenteuer in der Natur (FAN) eG i.G. an. Wir sind gemeinschaftsstiftend und nonprofit orientiert. Wir schaffen erlebnispädagogische und handlungsorientierte Angebote für Väter, die es ihnen ermöglichen, eine intensivere Beziehungsqualität zu ihren Kindern aufzubauen.

Was macht euch einzigartig?

Unser diverses Team und die persönliche Note unserer Angebote 😉

5 Gründe, warum ihr ein Vater-Kind-Wochenende und Aktionen mit Stadtfrei verbringen solltet.

Es gibt viele Gründe, z.B. unvergessliche Erlebnisse, Spaß, Freiheitsgefühl, Natur entdecken, Wildniswissen, Abenteuerlust, Outdoorkompetenzen, Neugier…

Was können Väter tolles während der Coronazeit mit ihren Kindern anstellen?

Werkelt, sportelt und spielt gemeinsam! Nehmt euch exklusive Zeit füreinander. Bucht Aktionen und Camps bei stadtfrei.de und lasst uns auf diesen Frühling freuen!

Was empfiehlst du, wenn die Kinderbande unausstehlich wird?

Raus in die Natur und freihaben von der Stadt.

Vielen Dank, Stefan, für Deine Zeit und dieses schöne Interview mit Dir! Ich habe meinen Mann mit unseren Mädels bei Stadtfrei bereits für einen der Termine im Sommer angefragt.

Das ist Stefan, einer der Stadtfrei-Macher, wie er leibt und lebt. (c) Stadtfrei

Mehr Informationen über Stadtfrei


Nimm dir Zeit mit deinem Kind und verbringe abenteuerliche Tage miteinander in der Natur!

Die Initiatoren des Projekts „Männerjob“ Charles Sebastian Böhm, Stefan Handke und Norbert Koop gehen zusammen mit Alexander Janz und Thomas Schuster neue Wege – mit der Gründung der gemeinnützigen Genossenschaft Stadtfrei.

Die Mission: Vätern Raum und Zeit für einzigartige Erlebnisse mit ihren Kindern zu geben. Dazu schaffen sie attraktive Angebote in der Berliner und Brandenburger Natur. Das gemeinsame Erlebnis stärkt nachhaltig die Verbindung zwischen Vätern und ihren Kindern und damit eine aktive Vaterschaft.

Die Angebote

Sobald es die die Sars-Covid-Hygienvorschriften des Landes Berlin es wieder zulassen, gibt es folgende Männerjob-Aktionen samstags in Berlin:

Bogenschießen, Floßbau, Räucherwerk, Wald(er)leben, Papatag, Weihnachtsbaumschlagen, Wilde Küche, Werktage oder Imkern

Mehrtätige Vater-Kind-Camps

Voraussichtlich ab 2022 gibt es Mattis & Borkas Räuberlager, Holzbau-Camp, Räuberleben mit Little John, Fischen mit Tom und Huckleberry, Waldläufer, Bogenbaucamp oder eine Reise, die unters Fell geht.

Bewegungsbaustelle

für Väter mit Kindern von 0-3 Jahren

Beratung von Vätern und Begleitung für Väter, deren Kinder eine Beeinträchtigung haben Mediation für Väter und deren Partnerin

Das Stadtfrei-Team plant schon emsig für 2022 immer wieder stark angefragte Mutter-Kind-Angebote! Schaut also ab und zu auf der Website vorbei, um nichts zu verpassen! Stadtfrei wird bestimmt noch viele tolle Angebote für Mütter und Väter entwickeln.

Alle Infos unter

Stadtfrei – Familienabenteuer in der Natur (FAN) eG

www.stadtfrei.de

Die schönsten Geschenke zur Geburt

Babyalarm! Mein Bruder und meine Schwägerin haben vor wenigen Wochen Sohnemann Nummer 2 bekommen. Natürlich ist die Freude groß bei uns in der Familie! Wir können sie wegen des Kontaktverbots leider nur von der Ferne sehen, doch beschenken möchten wir unser neues Familienmitglied trotzdem. Auch für das Geschiwsterkind, seinen großen Bruder, soll es eine Kleinigkeit geben, damit keine Eifersucht entsteht. Last but not least möchten wir auch die Eltern verwöhnen, die schließlich zur Zeit alle Hände voll zu tun haben.

Doch welche Geschenke zur Geburt sind wirklich sinnvoll? Was kann eine junge Familie gut gebrauchen? Und was ist außerdem auch noch schön anzusehen? Das World Wide Web ist ja voll von mehr oder weniger orignellen Vorschlägen für Geschenke zur Geburt eines Babys. Und als beschenkte zweifache Mutter habe ich natürlich selbst einige sinnvolle, kreative und praktische Geschenk-Tipps auf Lager.

Das richtige Geschenk zur Geburt auswählen

Ich gebe es zu, das passende Geschenk zur Geburt zu finden ist nicht einfach. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, was das Neugeborene und auch seine Eltern wirklich brauchen bzw. welche Dinge sich im Alltag als nützlich erweisen. Beim zweiten Kind ist die Wahl ja noch schwieriger, weil sie durch ihren Erstgeborenen bereits schon viele Sachen wie Kuscheltiere, Babydecken, Kleidung und so weiter und so fort vorrätig haben.

Im Online Shop von littlegreenie sind wir fündig geworden

Letztendlich haben wir uns deshalb auf eine Mischung aus nützlichen Verbrauchssachen und hübschen Erinnerungsstücken entschieden. Da die Eltern auf Bio-Qualität viel Wert legen, haben wir im Online Shop mit dem hübsch klingenden Namen littlegreenie die Geschenke bestellt. Der Shop für nachhaltige Bio Baby- und Kindermode, Spielzeug und Ausstattung wurde von drei Schwestern ins Leben gerufen, die selbst Nachwuchs haben und daher genau wissen, was junge Familien brauchen. Das merkt man schon allein am der Menüführung. So gibt es unter Geschenkideen viele Tipps für Präsente zur Geburt, Taufe, und die ersten Geburtstage. Und auch in den Themenwelten findet man zum Beispiel Inspirationen für den Wickeltisch oder alles rund ums Stillen.

Wir haben uns zur bleibenden Erinnerung für ein Bio-Baby-Fußabdruck-Set aus aus deutscher Bio-Kartoffelstärke und Filzwolle aus Bioland-Schafschurwolle zum Basteln eines Mobiles entschieden. Das Praktische bedien ein Set Mullwaschlappen aus 100% Biobaumwolle für empfindlich Haut, ein weicher und elastischer Schnuller aus Naturkautschuk und Windeln von Eco by Naty. Der gefährliche Holztiger Dinosaurier ist natürlich für den großen Bruder gedacht!

Wenn Du Dir unsicher bist, welche Marken oder Produkte die zu beschenkenden Eltern am liebsten verwenden, rate ich Dir dazu, ganz ehrlich und direkt vor der Auswahl eines Geschenks mit dem frischgebackenen Elternpaar zu sprechen. Schließlich kenne ich es ja von mir selbst, dass ich für unsere Kinder bestimmte Markenprodukte für Körperpflege oder Bekleidung bevorzuge, weil mir die Art der Inhaltsstoffe oder die Materialien an sich wichtig sind. Im Gespräch lässt sich ganz schnell klären, welche Dinge die Eltern fürs Baby schon besorgt haben und welche Sachen noch fehlen. So lassen sich doppelt besorgte Geschenke zur Geburt vermeiden und es wird sichergestellt, dass keine wichtigen Dinge für die Erstausstattung fehlen.

Geschenke für die Eltern

Warum richten sich die allermeisten Geschenke zur Geburt eigentlich direkt an das Baby, frage ich mich? Warum werden die frischgebackenen Eltern bei der Auswahl der Geschenke zur Geburt meist komplett vergessen? Schließlich beginnt auch für die Eltern ein komplett neuer Lebensabschnitt, oder nicht? Deshalb finde ich es nur gerecht, wenn auch das ein oder andere Geschenk speziell für die Eltern dabei ist. Mit Geschenkgutscheinen kann man den Eltern Unterstützung bieten oder etwas Zeit für sich selbst schenken. Für meinen Bruder und seine Schwägerin haben wir einen Gutschein von Hello Fresh online bestellt. Das spart etwas Zeit beim Einkaufen und liefern gesunde und leckere Ideen zum Kochen, auf die man vielleicht ansonsten nicht gekommen wäre. Aber auch Gutscheine für Babysitterstunden, eine Massage oder für Putzhilfen kommen immer gut an.

Ein ehemaliges Waldkitakind geht zur Schule: ein erster Ein- und Rückblick und Besuch des Dialogforum der Deutschen Wildtier Stiftung

Herbsttag mit Kindern im Wald, Foto: Till Budde
Herbsttag mit Kindern im Wald, Foto: Till Budde

Es ist nun drei Jahre her, dass unsere erstgeborene Tochter eingeschult wurde. Mittlerweile steht unsere jüngere Tochter in den Startlöchern für die Vorschule. Ich erinnere mich noch geut daran, welche Gedanken meinem Mann und mir im Frühjahr und Sommerurlaub vor der Einschulung durch den Kopf gingen. Wird es ihr schwer fallen, sich in der Schule einzuleben?  Sowohl zwischen dem Alltag in einer Regelkita als auch in einer Waldkita und dem Schulalltag bestehen bereits in der ersten Klassenstufe schließlich erhebliche Unterschiede, was die Tagesstruktur und die Anforderungen angeht. In meinem Beitrag schreibe ich der Kürze wegen von (Wald)Kitas, da einige Themen, die ich ansprechen werde, auf beide Kitaformen, also Regel- und Waldkitas zutreffen.

Unsere zwei großen Elternfragen, die uns vor der Einschulung unseres Kindes beschäftigten, lauteten:

Wie wird unsere Tochter mit dem Wechsel von der Waldkita in die Grundschule zurecht kommen?
Hat sie das nötige Rüstzeug mitbekommen?

Die Antworten auf diese und weitere Fragen in diesem Zusammenhang versuche ich Euch aus meiner nun gewonnenen persönlichen Erfahrung zu berichten.

Natur entdecken, Foto: Till Budde
Natur entdecken, Foto: Till Budde

Die Zauberhafte Waldkitazeit unseres Kindes

Unsere Tochter hat vier wundervolle Jahre in einem integrierten Waldkindergarten in Berlin verbracht. Ein integrierter Waldkindergarten ist an eine Hauskita angeschlossen. Das bedeutet, die Kinder sind sowohl im Wald als auch zu bestimmten Zeiten im Haus. Klassische Wald- und Naturkindergärten haben hingegen „nur“ eine Schutzhütte oder einen Bauwagen im Wald.

Unser Kind spielte in ihrer Waldkitazeit einen Großteil des Tages frei und an der frischen Luft: Blätter wurden zu Decken, auf den Waldboden gelegte Stöcker zu imaginären Zimmern und Tipis wurden selbstverständlich auch gebaut. An den Wochenenden führte sie uns in den Wald und zeigte uns ihre Lieblingsplätze, die fantasievolle Namen trugen und auch wrklich auf ihre Art einen Zauber ausstrahlten. Sie tobte, wühlte in Matsch, sammelte Mistkäfer (im Waldkitasprech auch „Mistis“ genannt) und andere Insekten auf und bastelte die irrsten Gerätschaften und Accessoires (auch wenn sie ein wenig an den US-amerikanischen Horrorfilm Blair Witch Project erinnern, gebe ich zu, die aber dennoch in unserem Garten baumeln). Sie baute und kletterte, sprang, rutschte, schwankte und fiel auch das ein oder andere Mal im Wald hin (jedoch nie so schlimm, wie auf dem Schulhof vor einiger Zeit – so viel zum Thema, dass der Wald für Kinder aufgrund erhöhter Verletzungsgefahr gefährlich wäre). Das alles war ein toller Gegenpart zu den vielen Prinzessinnenkleidern und Barbiepuppen, mit denen sie Zuhause gerne spielte.

Unser Kind erlebte in der Natur hautnah Wachstum, Entfaltung und auch das Sterben von Tieren und Pflanzen. Ein totes Wildschwein im Wald, ich erinnere mich noch gut an ihre aufgebrachten Schilderungen. Ich erinnere auch ihr Treffen mit dem Förster und dem Imker. Alles tolle Erlebnisse von denen sie uns erzählte. Gleichzeitig herrschten eine Ruhe und Konzentration bei den Spielen der Kinder in der Natur, wie ich sie in einem geschlossenen Kitaraum nur seltene erleben durfte. Das ist auch nicht verwunderlich. Denn im Wald findet sich für jedes Kind ein passender Stock zum Spielen. Es gibt (je nach Radius in dem sich die Kinder von ihrer Gruppe entfernen dürfen) nahezu unendlich viel Platz. Jedes Kind findet in der natur seinen Rückzugsraum, wenn es ihn braucht. Auch das so genannte magische Denken der Kinder findet in der Natur einen wahrhaftigen Resonanzboden. Da wir Eltern ab und an mit der Gruppe unserer Kinder mit in den Wald durften, hatte ich die Gelegenheit, den ein oder anderen erlebnisreichen Tag mitzuerleben und die Waldtrolle zu beobachten.

Tipis bauen im Wald, Foto: Till Budde
Tipis bauen im Wald, Foto: Till Budde

Spielerisch bekam unsere Tochter (und ich denke auch die Eltern der anderen Kinder ihrer Gruppe würden das mit unterschreiben) von ihren Erzieherinnen und Erziehern (mit und ohne theoretische waldpädagogische Ausbildung) auch Elementares über die Natur mit auf den Weg. Aber ohne, dass dabei das Ziel verfolgt wurde, einen Output nach dem Motto „Imitiere diese und jene Vogelstimmen“ oder „Welche Baumarten kennst Du?“ zu erwarten. Und dass genau das nicht stattgefunden hat, finde ich richtig so. Das Elementarste was Kinder in der Natur und auch in einem Waldkindergarten mit auf den Weg bekommen können und meiner Meinung nach auch sollen, ist schlicht und einfach die Wertschätzung der Natur und alles was darin Empfindsames kreucht und fleucht. Auch wenn manches Wesen auf den ersten Blick vielleicht nicht so hübsch aussieht.

Ich möchte nicht so dogmatisch wirken, wie der Text jetzt vielleicht klingen mag. Ich bin in der Stadt groß geworden. Und deshalb erkenne ich so manche Unterschiede zwischen unserer Tochter und mir. Sobald wir beispielsweise mit unserer Tochter im Urlaub wandernd die Umgebung erkunden, legt sich bei ihr ein Hebel um. Sie entspannt sich und fängt an, sich unglaubliche Geschichten auszudenken. Zum Beispiel über die Tiere, denen wir am Wegrand begegnen. Ihr wildes Denken setzt stets nur im Freien ein. Währenddessen merkt sie kaum, wie viele Kilometer wir gerade zurücklegen.

Nils zeigt Dir den Waldkindergarten, Verlag neuDenken, November 2016
Nils zeigt Dir den Waldkindergarten, Verlag neuDenken, November 2016

Kinderbuch zum Thema Waldkindergarten

By the way: Ein sehr schönes Vorlese- und Bilderbuch, „Nils zeigt Dir den Waldkindergarten“, hat die Eingewöhung eines Kindes und den Alltag eines klassischen Wald- bzw. Naturkindergärten zum Thema. Es ist diesen Winter bei neuDENKEN erschienen und wurde von der Deutschen Wildtier Stiftung unterstützt. Alle Eltern, die sich mit dem Thema beschäftigen und ihren Kindern einen Waldkindergarten näher bringen möchten, sei dieses schön aufbereitete Buch von mir sehr empfohlen.

Waldkitakinder im Winter
Waldkitakinder im Winter

Die Umstellung von Kita zur Schule

Vor diesem Hintergrund ist es vielleicht verständlicher, was uns Eltern vor der Einschulung bewegte. Wir sollten unsere Tochter auf eine Regelschule schicken, die für sie schnell und ungefährlich erreichbar ist, die sie durch einen dort stattfindenden Tanzkurs bereits lange Jahre kennt und auf die auch die meisten ihrer Freunde gehen. Die Schule sieht schön aus. Sie ist hell und ist von Wald umgeben. Aber ein waldpädagogisches Konzept hat sie natürlich nicht auf dem Tableau. Auch in dieser Schule muss unser Kind längere Zeit stillsitzen können und ist die meiste Zeit in geschlossenen Räumen. Dies wissend, überlegten wir, ob ihr diese Umstellung leicht oder schwer fallen würde. Wir hatten allerdings keine Befürchtung, dass sie Berührungsängste mit der Schule als Institution haben würde. Die Kita hatte der Schule im Vorhinein einen Besuch abgestatte. Und sie kennt bereits einige ältere Kinder auf der Schule. Wir hatten nur Befürchtungen, dass sie es langweilen könnte, so viel auf dem Stuhl zu hocken und diese engeren und deshalb oftmals lauteren räumlichen Gegebenheiten –  ich schreibe es mal dramatisch – zu ertragen.

4. Dialogforum der Patenkindergärten der Deutschen Wildtier Stiftung

Angeregt von einem Blogbeitrag, in dem ich unsere elterlichen Gedanken ins World Wide Web vor einiger Zeit hinausließ, wurde ich und unser Kitaleiter im November 2016 von der Deutschen Wildtier Stiftung zu einem Dialogforum eingeladen. Diese Naturschutzstiftung, hat sich das Thema Naturbildung auf die Fahnen geschrieben und wünschte im Rahmen einer Diskussionsrunde unter anderem von mir zu erfahren, wie sich unser ehemaliges Waldkitakind in der Schule bisher zurecht gefunden und wie hat es den Übergang dort gemeistert hat, wie es uns als Elternteil damit erging und was aus meiner Sicht eine Kita tun könnte, um auch Kinder und Eltern in dieser Übergangsphase zu unterstützen.

Kindertagesstätten sind ja ganz allgemein gesagt eine freiwillige Veranstaltung. Die Bildungspläne dienen dort der Orientierung und das Alter der Kinder ist in den Gruppen durchmischt. Der Schulbesuch hingegen ist (richtigerweise) Pflicht, der Bildungsplan ist das Kernelement und die Gruppen sind altersmäßig homogen.

Vorschularbeit in einem Waldkindergarten
Vorschularbeit in einem Waldkindergarten

Was können (Wald)Kitas und Grundschulen dafür tun, um Kindern ihren Übergang in die erste Schulklasse zu unterstützen?

Miriam Buse, M.A. Berufs- und Wirtschaftspädagogik, schilderte uns in ihrem sehr interessanten Vortrag mit dem Titel „Miteinander reden – gemeinsam gestalten. Zur Kooperation am Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule.“  fundiert, wie (Wald)Kitas und Grundschulen miteinander im Kontakt stehen, welche Kooperationsmöglichkeiten in der Praxis ausprobiert werden und zu welchen Ergebnissen dies beitragen kann. Hintergrund der Fragen ist, dass etwa vier bis fünf Prozent der Kinder innerhalb der ersten zwei Schuljahre Schwierigkeiten beim Einleben haben.

Ich war als Außenstehende ganz erstaunt, welche Wege zwischen Kitas und Schulen überhaupt möglich sind. Laut der Befragung von Erzieher/-innen und Lehrer/-innen stellt sich heraus, dass für eine funktionierende Kooperation zunächst einmal die Basics wie gegenseitige Anerkennung, Wertschätzung und Kommunikation auf Augenhöhe stimmen müssen. Hört sich ja ganz logisch an. Selbstverständlich ist dies aber trotzdem noch lange nicht und wird aufgrund von Vorurteilen auf beiden Seiten nicht überall so praktiziert.

Interessanterweise kam laut einer Untersuchung von Maike Sauerhering heraus, dass sowohl Lehrkräfte als auch Erzieher/-innen die gleichen Ziele haben, nämlich:

  • die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen,
  • die Förderung des Selbstbewusstseins,
  • und die Förderung fachspezifischer Kompetenzen.

Die Erzieher sind der Meinung, dass die Lehrkräfte fachspezifische Kompetenzen am wichtigsten wären, obwohl der Befragung zur Folge dem nicht so ist. Hier zeigt sich laut Frau Buse, wie wichtig Kommunikation, besseres Kennenlernen und gemeinsames Arbeiten sind um Fremdbilder der jeweils anderen Profession zu überprüfen. Kennen wir das nicht alle auch aus unserer beruflichen Praxis?

Insofern die beiderseitigen Vorurteile erst einmal aus dem Weg geräumt sind, stehen einem gegenseitigen Informationsaustausch, einer Arbeitsteilung und Co-Konstruktionen, gemeinsamen Fortbildungen und Waldprojekten, Lernwerkstätten und Hospitationen nichts entgegen.

Wie viel Eurostücke sind zehn Euro?
Wie viel Eurostücke sind zehn Euro?

Möglichkeiten des Austauschs und der Kooperationen für (Wald)Kitas und Grundschulen

Natürlich ist für einen Austausch und eine Kooperation ganz besonders Zeit und Vertrauen auf beiden Seiten notwendig. Sowohl bei (Wald)Kitaerzieher/-innen als auch bei der Lehrerschaft ist allerdings von der wertvollen Ressource Zeit nicht viel vorhanden. Insofern zwischen den Bildungsinstitutionen dennoch die ersten Bande geknüpft sind, können zum Beispiel Schnuppertage der (Wald)Kitakinder in der Grundschule angeboten werden. Hier lesen beispielsweise die Schüler/-innen den Jüngeren etwas vor, sie basteln gemeinsam oder schauen sich die Schulbücher und -materialien an. Durch dieses Beschnuppern können Berührungsängste von zukünftigen ABC-Schützen gegenüber der Schule ganz spielerisch abgebaut werden.

Die Waldkita unseres Kindes hat in der Vorschulzeit einen Fahrradausflug in die Grundschule unternommen. Mehr Formen der Kooperationen gab es allerdings nicht. Von Seiten der Waldkita gab es Interesse an einem regeren Austausch mit der Lehrerschaft. Da unsere ansässige Grundschule allerdings nicht nur mit der Waldkita, sondern mit weiteren Kindertagesstätten in Kontakt steht, gab es für mehr Kommunikation mit unserer Waldkita keine Kapazitäten, obwohl sicherlich seitens der Schule hier der Bedarf da ist. Ich denke, die Hürden des Zeit- und Personalmangels, organisatorische Probleme und unterschiedliche pädagogische Ausrichtungen der Förderinstitutionen treffen mit Sicherheit auf viele weitere Grundschulen genauso zu.

Das Projekt PONTE

Die Sozialpädagogin Astrid Buffi berichtete während des Dialogforums über ihre praktischen Erfahrungen im Rahmen des PONTE-Projekts, das in Sachsen, Berlin und Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurde. „Ponte“ ist Italienisch und heiß übersetzt „Brücke“ und steht für die Verbindung zwischen Kita und Grundschule. Laut Bildungsserver ist das Ziel von PONTE, dass „…es in Kindergärten und Schulen ein angemessenes und aufeinander abgestimmtes Bildungsverständnis zu erreichen. Dazu werden beide Institutionen bei der Schaffung und Gestaltung von Lernsituationen unterstützt, die den Ansprüchen des Kindes wie denen ambitionierter Pädagogik gleichermaßen entsprechen“. Frau Buffi schilderte uns den praktischen Ablauf des Projekts anhand von ihren Erfahrungen. Es ging los mit dem Aufbau von Lerntandems zwischen Erzieher/-innen und Lehrerschaft, um die jeweils andere Kultur zu reflektieren und daraus Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu entwickeln. Danach folgten viele intensive Diskussionen in denen es teilweise auch hoch her ging. Frau Buffi fiel dennoch auf, das die Ziele von Kita und Schule gar nicht so weit auseinander liegen, wie sie und ihre Kolleginnen annahmen. Im Laufe der folgenden Treffen wurde viel diskutiert und letztendlich wurde dadurch ein aufeinander abgestimmtes Arbeiten zwischen Kita und Schule ermöglicht.

1, 2, 3...4, Zahlen schreiben und lesen lernen in der Vorschule
1, 2, 3…4, Zahlen schreiben und lesen lernen in der Vorschule

Sind Waldkitakinder gegenüber Regelkitakindern in der Grundschule im Nachteil?

Laut der Dialogforumteilnehmer/-innen, die von der Stiftung aus den verschiedensten Bundesgebieten nach Berlin geladen wurden und die von ihren jeweils unterschiedlichen Waldkitakonzepten berichteten, besteht in der Elternschaft stets die Sorge, dass eine Waldkita ihren Kindern im Gegensatz zu einer klassischen Kita nicht die Fertigkeiten und das Vorwissen mit auf den Weg geben könnte, das die Grundschule erwartet. Dabei geht es den Eltern meist um das Halten des Stifts, das Ausschneiden, ein wenig Lesen, Schreiben und Rechnen. Viele Eltern machen sich bereits vor der Anmeldung ihres Kinder in einer Kita darüber eine Menge Gedanken.

Die Vorschularbeit in Regel- und Waldkindergärten

Zunächst einmal: Die typische Vorschule als Zwischenstufe zum Kindergarten und Grundschule gibt es in Deutschland kaum noch. In Berlin wurde sie abgeschafft. Fast immer sind die Vorschulklassen heute, in denen die Fünfjährigen auf die erste Klasse vorbereitet werden, den Kindergärten zugerechnet. Wie die Kindergärten die Vorschule gestalten bleibt ihnen überlassen. Da früher viel weniger Kinder eine Kita besuchten, diente die Vorschule einst dazu, diese Kinder auf die Schule vorzubereiten damit sie auf dem gleichen Level einsteigen konnten, wie die Kinder, die bereits eine Kitabiographie hinter sich haben.

Heute gehen viel mehr Kinder in die Kita und sind deshalb viel weiter, so dass die typische Vorschule überflüssig wurde. Genau wie eine Regelkita, so können auch Waldkindergärten ihre Vorschularbeit selbst gestalten. Allerdings nutzen integrierte Waldkitas rein räumlich betrachtet andere Möglichkeiten der Gestaltung in ihrer praktischen Vorschularbeit als klassische Wald- und Naturkindergärten, die kein festes Haus haben.

Schultüten für Vorschulkinder in der Waldkita
Schultüten für Vorschulkinder in der Waldkita

Radikales vesus klassisches Vorschulkonzept

In den Wortbeiträgen der Teilnehmer/-innen stellte sich heraus, dass die Waldkitas ihre Vorschularbeit mit den Kindern inhaltlich sehr unterschiedlich gestalten. Einige Waldkitas agieren freier beziehungsweise radikaler. Andere halten sich enger an das klassische Konzept. Die Waldkita unserer Tochter gehört ich zu letzter Gruppe. Die Vorschule findet dort zwei mal wöchentlich zu morgens festen Zeiten in einem extra dafür eingerichteten Raum statt. Es werden Lehrhefte und -materialien genutzt, die berühmten Schwungübungen werden geübt und die Kinder lernen die Zahlen kennen. Außerdem wird viel gemalt, ausgeschnitten und gebastelt. Die Ergebnisse der Kreativarbeit haben wir zum Ende des letzten Kitajahres mit nach Hause nehmen dürfen und sind nun in einer schicken blauen A2-Mappe gut und sicher verwahrt. Zum Abschluss gab es im Rahmes des so genannten Neptunfests auch eine Urkunde und eine kleine gefüllte Schultüte. Die Vorschulkinder schwebten an dem Tag mindestens zehn Zentimeter über dem Waldboden.

Was ist meine persönliche Meinung zur Vorschularbeit?

Ich muss zugeben, dass wir uns bei der Kitaanmeldung unseres Kindes nicht so viel Sorgen darüber gemacht haben, wie die Vorschularbeit wohl ablaufen würde. Zumindest erinnern wir uns jetzt nicht mehr daran und das heißt, es kann keine allzu große Rolle gespielt haben.

Unsere Priorität lag vielmehr darauf, dass unser Kind in der Kita ein liebvolles, respektvolles und aufmerksames Umfeld vorfindet, in dem es sich in Ruhe entfalten, seine Interessen ausleben und sich viel draußen bewegen kann und Berührung mit der Natur bekommt.

Ich kann die kritischen Gedankengänge der Eltern dennoch in beide Richtungen nachvollziehen. Es ist wichtig, dass wir Eltern uns bei der Leitung einer Waldkita oder klassischen Kita vorab darüber informieren, wie die dortige Vorschularbeit abläuft. Ansonsten gibt es hinterher nur Enttäuschungen. Ein Kind ein Jahr vor Schulbeginn aus dem Gruppenverband der Kita rauszureißen, um es in einer Kita anzumelden, wo das vermeintlich bessere Vorschulprogramm angeboten wird, halte ich für das Kind für sehr bedenklich. In diesem Alter sind bereits feste Bindungen zu anderen Kindern und zu den Erziehern entstanden, die so gekappt werden würden. Das Kind müsste sich dann nicht nur an die Vorschule, sondern auch an die Umgebung und Regeln der neuen Kita gewöhnen, um dann zwölf Monate später wieder davon getrennt zu werden, weil es dann eingeschult wird. Falls ein Kind für die angebotene klassische Vorschularbeit der Kita noch nicht reif genug erscheint, weil es zum Beispiel noch zu verspielt oder verträumt wirkt, ist die Verschiebung der Vorschule um ein Jahr eine Möglichkeit.

Ich bin persönlich für den berühmten Mittelweg der Vorschularbeit (auch in einer Waldkita), der sowohl viel Raum und Zeit für freies Spiel und die Auseinandersetzung mit Themen, die die Kinder selbst mitbringen vorsieht, als auch die klassiche Arbeit mit Stift und Schere am Tisch einbezieht. Außerdem bin ich der Auffassung, dass ein Kind im Vorschulalter noch nicht unbedingt rechnen, lesen und schreiben braucht. Viele Kinder wollen es aber lernen, haben Spaß daran und dann ist es in Orndung, weil es von ihnen selbst kommt und das ist die beste Motivation. Auf keinen Fall sollten wir Eltern unser Kind dorthin drängen. Ansonsten verliert unser Kind die Freude am Lernen bevor die Schule begonnen hat.

3, 4, 5, 6, 7, 8...
3, 4, 5, 6, 7, 8…

Was erwarten die Grundschulen von den Erstklässlern?

Wie ich in einer Informationsveranstaltung von unserer ansässigen Grundschule im Herbst vor der Einschulung erfuhr, reicht es vollkommen aus, wenn das Kind seinen Namen lesen und schreiben kann. Der Lehrerschaft ging es in der Tat vielmehr darum, dass die Kinder eine gute Portion Selbständigkeit mitbringen,  sich für den Sportunterricht und die Pausen auf dem Schulhof zu eigenständig an- und auszukleiden und sich einen Moment auf etwas konzentrieren, zuhören und ein Weilchen stillsitzen zu können.

Das Feedback der Klassenlehrerin zu unserer Tochter

Kurz vor Ende des ersten Schulhalbjahres berichtete uns die Klassenlehrerin unserer Tochter im Elterngespräch meinem Mann und mir, dass unser Kind sich problemlos in der Klasse und in der Schule eingelebt hat. Stillsitzen, zuhören, ausschneiden, konzentrieren fällt ihr leicht. Allerdings kommt sie an den Tagen an denen sie bereits um 8.15 Uhr Unterricht hat zu Beginn nicht so gut in die Gänge als an den Tagen an denen sie erst zur 2. Schulstunde kommt. Aber das wundert uns kaum. Nachweislich ist der Unterrichtsbeginn um 8.15 Uhr für Kinder auch nicht ideal. Der Meinung der Klassenlehrerin nach unterscheiden sich die Waldkitakinder in den Lern-Disziplinen nicht von den Kindern, die zurvor eine klassische Kita und damit in der Regel auch klassische Vorschule besucht haben. Ihr sei allerdings schon aufgefallen, dass die ehemaligen Waldkitakinder meist geerdeter und robuster seien, fester im Leben stehen und Konflikte eher durch Diskutieren lösen würden. Uns hat dieses Feedback sehr froh gestimmt.

Was können Eltern für einen besseren Übergang von der Kita zur Grundschule beitragen?

Natürlich können weder die (Wald)Kitaerzieher/-innen noch die Lehrerschaft die gesamte Verantwortung für einen weichen Übergang tragen, wie Miriam Buse richtig festhält. Wir Eltern können und müssen hier ebenfalls einen Beitrag leisten. Schließlich geht es hier um unsere Kinder. Insofern möglich können wir Eltern zum Beispiel gemeinsame Elternabende initiieren. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen ist dies zum Thema Sprachförderung so gesetzlich festgelegt.

Wie ich bereits in meinem Blogbeitrag vom 6. August 2016 „Wie mache ich mein Kind fit für die Grundschule?“ schrieb, können Eltern mit ihren Kindern während der Vorschulzeit der Grundschule einen Besuch abstatten und ihren Kindern die dortigen Räumlichkeiten zeigen oder eine Verabredung mit dem oder der zukünftigen Klassenlehrer/-in treffen, sobald er oder sie feststeht. Außerdem gibt es viele Kinderbücher zum Thema Schule und Einschulung, die man kaufen oder in der Bücherei ausleihen kann.

Nils zeigt Dir den Waldkindergarten, neuDenken, November 2016
Nils zeigt Dir den Waldkindergarten, neuDenken, November 2016

Weitere Informationen

Deutsche Wildtier Stiftung: www.deutschewildtierstiftung.de

Patenkindergärten der Deutschen Wildtier Stiftung: https://www.deutschewildtierstiftung.de/naturbildung/patenkindergaerten

„Übergang Kita – Grundschule“, Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung / Forschungsstelle Begabungsförderung, Meike Sauerhering und Claudia Solzbacher (Herausgeber): www.bwp.uni-osnabrueck.de/professur_bals/personen/miriam_buse

Miriam Buse, M.A., Berufs- und Wirtschaftspädagogik: www.nifbe.de/pdf_show.php?id=218

PONTE Project: www.verlagdasnetz.de/zeitschrift/betrifft-kinder/betrifft-kinder-2008/bk-03-0408/236-ponte-kindergaerten-und-grundschulen-auf-neuen-wegen

Berliner Bildungsprogramm: www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/bildungswege/vorschulische_bildung/elternfassung_deutsch.pdf

Vorlagen für Schwungübungen: www.grundschulkoenig.de/schwunguebungen

„Nein, noch nicht“, Die Zeit, 4. Januar 2015: http://www.zeit.de/2014/52/schule-beginn-uhrzeit-frueh-aufstehen

Vorlese- und Bilderbuch, „Nils zeigt Dir den Waldkindergarten, Verlag neuDenken, November 2016: www.amazon.de/Kinderbuch-Pappbilderbuch-Nils-zeigt-Waldkindergarten/dp/3944793781/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1486585023&sr=1-1&keywords=nils+zeigt+dir+den+waldkindergarten

Startkapital Natur, Wie Naturerfahrung die kindliche Entwicklung fördert, Andreas Raith und Armin Lude, oekom, 2014: https://www.amazon.de/Startkapital-Natur-Naturerfahrung-kindliche-Entwicklung/dp/3865816924/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1488487755&sr=1-1&keywords=startkapital+natur ,

Muttertagsthema: Wie wir uns von der Supernanny Mary Poppins inspirieren lassen können

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Alles Gute zum Muttertag, liebe Frauen mit Kindern! Ich hoffe, ihr lasst Euch ordentlich feiern oder werdet genauso liebevoll betütelt wie immer? Anlässlich des heutigen Muttertags kommt heute ein Plädoyer von mir zum Thema Erziehung. Als unsere Jüngste letztens krank war, habe ich ihr das Hörbuch des ersten Teils von Mary Poppins vorgespielt, weil sie Film im Kino gesehen hat und dabei genau zugehört. Eine der ersten Szenen fiel mir dabei besonders auf: Als sie die Kinder dazu bringen wollte, zu baden und die Kids überlegten, wie sie Mary am besten los werden könnten, verwandelte sich die Badewanne in ein Meer. Die Kinder tauchten in die Tiefe und schwammen mit Delfinen um die Wette. Es gab also kein Geschrei, keine verzweifelten Überredungskünste und keinen Streit zwischen den Kids und dem berühmtesten Kindermädchen der Welt. Das wäre auch unter Mary Poppins Würde gewesen. Auf solch ein Niveau lässt sie sich nicht herab. Nein, das was nötig ist, nennt sich Fantasie!

Erziehung darf auch Spaß machen

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Warum bringen wir nicht auch mehr Verrückt- und Verspieltheiten in unseren Familienalltag? Muss alles so bitterernst sein? Nö, sage ich. Die Kinder sind uns Eltern zur Liebe schon zu so vielen Kompromissen tagtäglich bereit (wir ihnen zur Liebe natürlich auch, sei hier angemerkt). Irgendwann streiken unsere Kinder natürlich. Wer kann es ihnen schon verdenken? Wenn das Bodenpersonal auf den Flughäfen streiken darf, dann dürfen Kinder das schließlich auch.

Warum nicht mal die Kinder auf einem so genannten fliegenden Teppich sitzend durch den Flur ins Bad oder ins Bett ziehen? Warum nicht mal die Picknickdecke im Wohnzimmer auf den Boden legen und dort Abendbrot essen? Muss jeder Tag zwangläufig gleich ablaufen? Wenn es für das Kind das beste ist, weil es keine Abweichungen von der Norm verträgt, dann okay. Aber ansonsten tut Abwechslung dem Geist doch gut, nicht wahr? Denn „In jeder Arbeit steckt auch ein kleines bisschen Spaß. Versteh den Spaß und Schnapp – die Arbeit klappt.“, wusste schon Mary Poppins. So ist es, sage ich.

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Abends ist es manchmal eine nervige Aktion bei uns, die Kinder unter die Dusche zu bekommen, ohne das berühmte wenn-dann-Prinzip zu strapazieren. Wir haben kaum Teppiche im Haus, aber dafür andere lusitge Dinge. Deshalb habe ich eine kleine Discoleuchte im Bad aufgehangen, das Licht ansonsten ausgeschaltet und dann Discomusik über meine Spotify App abgespielt. So wurde das ganze wirklich ein Spaß und das Bad wurde zu unserem ganz privaten Tanzclub! 💃🌟🎶📱Das Ergbenis: Kinder und Eltern haben gute Laune, die Kinder sind müde getanzt und glücklich und der Tag hat obendrein zu einem sehr lustigen Abschluss gefunden.

Literaturtipp

Dieses kleine praktische Büchlein bekam ich von einer Freundin empfohlen und ich fand es sehr hilfreich: „Ein Löffelchen voll Zucker… und was bitter ist, wird süß! Das Mary Poppins-Prinzip“, von Sabine Bohlmann: https://amzn.to/2TJt27o

LED Kristallkugel

Solch eine rotierende LED Kristallkugel alias „Mini-Disco-Leuchte“ an der Heizung oder an einem anderen sicheren Ort platzieren, wo sie nicht ins Wasser fallen kann, Deckenlampe ausschalten und dann geht die Bathroom-Party los: https://amzn.to/2SU2JLR

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Männerjob – Dein Kind kann stolz auf Dich sein.

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Väter wollen mehr Zeit für Kinder.

Die Zeit, die Eltern im Schnitt mit ihren Kindern verbringen, hat in den meisten westlichen Staaten seit Einführung der Elternzeit zugenommen. Doch ist die Zeit zwischen Vätern und Müttern 50/50 aufgeteilt? Leider weit gefehlt. Väter haben pro Tag zwei Stunden Zeit für die Kinder, das sind weniger als 10% eines Tages.
Und wie viel Zeit haben die Mütter für den Nachwuchs? Fast genau drei Stunden mehr als die Väter, nämlich 5,12, verbringen Mütter im Durchschnitt mit ihren Kindern unter der Woche. Am Wochenende haben beide Elternteile mehr Zeit, aber die Mütter liegen trotzdem weiter vorn: Sie sind 8,16 Stunden mit den Kindern zusammen, die Väter kommen im Durchschnitt auf 6,7 Stunden. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag von Vorwerk. Befragt wurden 1.816 Personen, die Kinder unter 16 Jahre haben.
Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) malt mit ihren Umfrageergebnissen sogar ein noch düsteres Bild des Familienlebens in unserem Land. Laut OECD schenken Väter täglich nur auf 37 Minuten ihrer Zeit ihren Sprösslingen. Arbeitende Mütter verbringen der Umfrage zurfolge durchschnittlich 66 Minuten Zeit mit ihrem Nachwuchs. Nicht berufstätige Frauen investieren hingegen 182 Minuten, also mehr als doppelt so viel Zeit in die Kinderbetreuung.

Vorreiter Finnland

Finnische Väter scheinen anders zu ticken als die deutschen. Laut OECD Studie verbringen finnische Väter sogar mehr Zeit mit ihren Kindern im Schulalter als die Mütter. Das Dilemma bei uns: 97% der deutschen Väter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, ergibt eine Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Hauptgrund für die fehlende Kinderzeit sei die Arbeit, sind sich 89% der Väter einig. Trennung oder Scheidung scheinen dagegen nicht schuld zu sein. Denn nur 4,6% gaben den Familienstand als Grund für die wenige Zeit mit ihren Kindern an.

Diese Zahlen stimmen mich alles andere als froh. Spiegeln sie doch ziemlich genau unser Familienmodell wieder. Ich arbeite Teilzeit und mein Mann Vollzeit, c’est ca. Am Wochenende unternehmen wir ab und zu etwas zusammen. Doch meistens gibt es auch am Sonnabend und Sonntag Zuhause so viel zu tun, dass die gemeinsam verbrachte Qualitätszeit ehrlich gesagt zu kurz kommt.

Was können wir Eltern – Väter wie Mütter – tun um mehr Qualitätszeit mit ihren Kindern zu verbringen?
Wenn ich mich das Gefühl beschleicht, dass eine eine unserer Töchter zu wenig Aufmerksamekit bekommen hat, dann unternehme ich etwas besonderes mit ihr. Wie gehen zum Beispiel ins Konzert, ins Kino oder ins Varieté, Eis essen oder shoppen. All diese Dinge findet mein Mann weniger spannend, weiss ich aus Erfahrung. Wenn er sich etwas schönes gönnt, fährt er zum Beispiel mit seinen Kumpels raus aufs Land und sie machen eine ausgedehnte Kanutour und zelten dann irgendwo am Ufer. Wäre das nicht auch etwas, was er mal mit unseren beiden Kindern machen kann, überlege ich? Interessanterweise erfahre ich genau zu dem Zeitpunkt von einer lieben Freundin, dass ihr Mann Stefan sein Projekt „Männerjob“ im World Wide Web weiter nach vorne bringen will. Was hinter „Männerjob“ steckt, verrät mir Stefan in diesem Interview.

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Gemeiname Zeit ist wichtig für die Bindung.

Hallo Stefan, was steckt hinter Eurem Angebot „Männerjob“? Ein Vater-Kind-Angebot, das Vätern und ihren Kindern einen exklusiven Ort bietet, um Zweisamkeit, Gemeinsamkeit und Abenteuer zu erleben. Das alles draußen! Väter kommen mit anderen Vätern zusammen, erleben einander in ihrer Rolle und ihrem Erziehungsverhalten. Sie lernen voneinander, tauschen sich aus oder genießen einfach die Zeit mit ihren Kindern.

Wer seid Ihr? Wir sind 3 ehemalige Kollegen (Charles, Norbert und Stefan) aus der Kinder- und Jugendhilfe, von Beruf und Berufung Sozial-, Heil- oder Erlebnispädagoge, Familientherapeut und Vater.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen? In unserer alltäglichen Arbeit mit Kindern und Familien, haben wir meist die Väter bzw. deren Präsenz vermisst! So saßen wir eines Abends – das ist jetzt sechs Jahre her – beim Kollegenstammtisch zusammen und beschlossen, das man(n) daran etwas verändern muss!

Warum dürfen bei Euch wirklich nur Männer mit ihren Kindern mitmachen und keine Frauen? Wir wollten einen geschützten Raum für Väter und ihre Kinder schaffen, in dem sie sich noch einmal anders und intensiver erleben können, als im familiären Rahmen. Hinzu kommt, dass unser Angebot auch verstärkt von Trennungsvätern besucht wird.

Welche Abenteuer können Väter mit ihren Kind bei Euch erleben? Bei uns kann man kleine und große Abenteuer erleben. Von unseren themenorientierten Samstagsaktionen in der Stadt, wo man Feuer macht, mit dem Bogen schießt, an einem Baumhaus oder einem Floß baut oder einen Weihnachtsbaum schlägt, bis hin zu einer Fahrt in „Mattis und Borkas Räuberlager“ auf eine Wiese im Wald am Rheinsberger See, das wir gemeinsam errichten, um dort zu hausen, zu spielen, über dem Feuer zu kochen und uns mit Wasser, Holz und Nahrung selbst zu versorgen. Besondere Highlights sind u.a. Schwitzhütte, Nachtpaddeln, Tarzanschaukel

Ist das gefährlich? Muss man besonders fit sein? Gefährlich sind wir nicht, würde ich sagen und auch nicht übermäßig fit! Sicherlich gibt es Situationen, die Gefahren bürgen wie z.B. der Umgang mit Feuer, mit Werkzeugen, Schnitzmessern, Pfeil und Bogen, auch natürliche Gegebenheiten wie Unwetter, etc. Hingegen sind wir was das angeht, erfahren und geschult und in der Lage Risiken entsprechend abzuschätzen und in der Gruppe zu kommunizieren!

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Jedes Kind hat Recht auf Zeit mit beiden Elternteilen. (C) Andy Kaczè

Wo macht Ihr Eure Wochenendtrips? Wie schon angedeutet auf Wiesen in Wäldern an Seen, fern ab von den Privilegien der Zivilisation. Ganz konkret finden unsere Camps auf einer von der Försterei gepachteten Waldwiese bei Rheinsberg und auf dem Gelände der Wildnisschule Waldschrat bei Hoppegarten (Müncheberg) statt.

Du hast einen Sohn und eine Tochter, die 7 und 4 Jahre alt sind. Was war Dein persönlich größtes Abenteuer mit Deinen Kindern? Mit meinem Sohn Ben (jetzt 7 Jahre alt) definitiv unsere gemeinsame Elternzeit, wo wir, meine Frau, Ben und ich mit dem Bulli durch Deutschland getourt sind! Mit meiner Tochter erlebe ich immer wieder kleine große Abenteuer, z.B. wie sie die ersten Schritte gelaufen ist, die ersten Meter mit dem Fahrrad gefahren ist, beim gemeinsamen Schwimmkurs vom Rand ins Wasser springt oder beim morgendlichen Zöpfe flechten.

Was ist das besondere an Euren Männerwochenenden? Unter Männern bzw. Vätern zu sein ist schon etwas Besonderes, alle packen mit an und eine Gelassenheit in Bezug auf die Dinge die da kommen mögen, stellt sich schnell ein. Bei unseren Aktionen wird viel gelacht, getüftelt und gewerkelt. Abends wird gemeinsam am Feuer gesessen, Geschichten erzählt und vorgelesen und wenn die Kinder im Bett sind, erstaunlich wenig geschwiegen! Man(n) tauscht sich aus, nicht nur über den Beruf oder seine Hobbys…nein…es geht tatsächlich oft um ihre Kinder oder auch familiären Herausforderungen.

Ihr habt gerade eine Crowdfunding Kampagne auf Startnext zu laufen. Was habt Ihr mit dem Geld vor und wie viel wird benötigt? Wir brauchen eine eigene Homepage, um eine breitere Öffentlichkeit für unseren Gedanken von aktiver Vaterschaft zu begeistern. Wir wollen außerdem aufbauend auf unseren Erfahrungen in der Arbeit mit Vätern unser Angebot ausbauen und weiter professionalisieren.

Ich wünsche Stefan und seinem Team ganz viel Erfolg beim Geldsammeln für die Männerjob-Website und schicke meinen Mann mit unseren Girls mit Stefan auf Abenteuerreise!

Seid ihr neugierig?
Den Newsletter gibt es unter info@vater-kind.org
Hier geht’s zur Crowdfunding-Kampagne, werdet Fan oder spendet Geld und erhaltet von Stefan ein tolles Dankeschön: https://www.startnext.com/maennerjob

„Männerjob – Dein Kind kann stolz auf dich sein.“
Aktion der Ev. Kirchengemeinde St. Markus
Marchlewskistraße 40 | 10243 Berlin
Stefan Handke | 0175 278 28 60
info@vater-kind.org

 

 

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Wir brauchen mehr aktive Väter!

Spielideen für Kindergeburtstage im Freien

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Nach dem Kindergeburtstag ist vor dem Kindergeburtstag. Unsere Tochter plant und verwirft 12 Monate lang ihren großen Tag.

Verstecken spielen hinter Bäumen, Spuren suchen am Waldboden und zur Stärkung ein selbst gemachtes Stockbrot und Marshmallows über dem Lagerfeuer. Ein Kindergeburtstag im Wald, Park, am See oder im Garten ist spannender als jede Mottoparty!

Unsere beiden Töchter kamen jeweils im Spätfrühling und im Sommer zur Welt. Das ist für uns als Eltern ganz prima, weil wir somit das ganze Tohuwabohu nicht im Haus haben müssen. Deshalb feiern unsere Töchter immer draußen im Garten, im Wald oder im Park ihre Geburtstage. Natürlich spielen sie dann einfach gerne mit ihren Freunden draußen herum und machen das worauf sie gerade Lust haben. Doch zur Sicherheit habe ich letztes Jahr ein paar Spielideen vorbereitet und sie sind gut angekommen und wurden gerne gespielt. Ein paar der Ideen brauchen etwas Vorlaufzeit um die Materialien zu sammeln oder zu basteln. Das Gute an allen Outdoor-Spielideen ist, dass die Spiele fast kein Geld kosten und man viele der benötigten Materialien Zuhause hat. Die Spiele, wie Schatzsuche (einfach Schnitzeljagd und Mäusespeckknabbern) haben wir an einem 4. Geburtstag gespielt. Die anderen Spiele an einem 5., 6. und 7. Geburtstag.

Doch vor den Spielideen sind zuerst die Einladungen zum Geburtstag dran. Karten waren uns zu langweilig, weil das immer das gleiche ist. Wir wollten mehr Spannung reinbringen und haben passend zur folgenden Schnitzeljagdidee die Einladungen auch wie Schätze verpackt.

Einladung zum Kindergeburtstag im Glas
Einladung zum Kindergeburtstag im Glas

Einladungen im Glas

Materialien

  • kleine Gläser
  • mit Deckel (Einmachgläser oder alte Marmeladen- und Senfgläser)
  • Glasmalstifte
  • Alleskleber
  • Glitzersteine
  • Ostergras oder Papierkonfetti
  • kleine Muscheln oder Steine
  • Papier und Stift

Zuerst bemalt meine Tochter de Gläser mit Glasmalstiften von aussen und schreibt den Namen des Gastkindes darauf. Anschließend beklebt sie die Gläser mit Glitzer- bzw. Schmucksteinen. Danach gefüllt sie die Gläser mit kleinen Schätzen wie zum Beispiel gesammelte Muscheln, Steine sowie mit Ostergras und Papierkonfetti. Last but not least schreibt sie anhand einer Vorlage die Einladungen auf kleine bunte Notizzettel, rollt sie und bindet sie mit einem Geschenkband zusammen. Nun kommt nur noch der Deckel rauf und fertig.

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ganz kostenloses Spiel: Waldmemory

Waldmemory

Auf einer Picknickdecke werden Gegenstände ausgelegt, die aus der Natur stammen. Das können zum Beispiel Fichtenapfen, Äste, Blätter unterschiedlicher Bäume, Buckeckern, Eicheln und Steine sein. Nachdem alle Gegenstände mit den Kindern namentlich bestimmt sind und die Kinder sie sich eingeprägt haben, gehen die Kinder für eine verabredete Zeit auf die Suche um möglichst viele dieser Gegenstände zu sammeln. Wieder an der Picknickdecke versammelt, präsentieren sie ihre Funde auf der Decke. Wer am meisten passende Elemente gefunden hat, hat gewonnen.

Materialien

  • Picknickdecke
  • alles was die natur an Schätzen hergibt: Steine, Äste, Blätter…

Kindergeburtstag, Spiele für draußen, Sommer
Es geht nichts über eine Schnitzeljagd im Park oder im Wald

Abwechslungsreiche Schnitzeljagd mit Pinata

Während mein Mann die Kinder ablenkt, verteile ich pro Kind eine Rätselaufgabe rund um einen kleinen See des Parks in dem wir feiern. Die Zettel stecke ich in Astlöchern etc. Die Fragen und Aufgaben habe ich vorab am Computer geschrieben (weil ich so eine Sauklaue habe, die kein Kind lesen kann) und sind so gehalten, dass jedes Kind in der Lage ist sie zu lesen und zu verstehen, ansonsten entsteht nur Frust. Sie müssen zum Beispiel erraten, welche Bäume in der Grünanlage wachsen und Worte auf Buchstabenmagneten bilden. Um sich geografisch zu orientieren habe ich mit Kreidestiften die Richtung auf Baumstämme und Steine am Wegrand gemalt. Natürlich leiten diese die Kinder auch mal etwas in die Irre, aber nicht zu sehr.
Sobald die Kinder die Antwort wissen oder die Aufgabe gelöst haben, dürfen sie weiter machen. Jedes Kind darf einen Zettel vorlesen. Bei uns geht es nicht ganz auf, weil sich noch ein Kind, das zufällig auch in dem Park spielt, dazu gesellt und mitmachen darf (als Gegenleistung dürfen alle Kinder bei ihr Zuhause auf die Toilette, weil sie genau am Park wohnt).
Um etwas Abwechslung ins Spiel zu bekommen, beziehe ich ein paar Teenagerjungs ein, die auf der Parkbank sitzen und die den Kindern einen Hinweis geben dürfen in welcher Richtung es weiter geht. Das habe ich aber nur gemacht, weil sie freundlich und vertrauenswürdig aussehen. Hätten die Jungs nicht so freundlich geguckt, wäre ich kein Risiko eingegangen und hätte es sein lassen. Für die Kinder ist es eine Herausforderung große Jungs anzusprechen, aber gemeinsam trauen sie es sich.
Auf einem der nächsten Zettel steht eine Telefonnummer der Großeltern unserer Tochter. Die Kinder dürfen sie anrufen, um sich einen Tipp für die bevorstehende Richtung zu holen (obwohl es bei einer Schnitzeljagd am See eigentlich klar ist, wo es lang geht, fand ich das lustig und habe mit ihnen kurz vorher abgesprochen, was sie sagen sollen). Am Ende findet eines der Gastkinder die mit Süßigkeiten gefüllte Pinata im Form einer großen Ananas in einer Astgabel am See.

Die Idee für diese Pinata habe ich von Pinterest. Gemeinsam mit den Kindern haben wir eine Woche vor dem Geburtstag angefangen die Pinata zu basteln, weil das ganze Projekt schon etwas Zeit erfordert. Das Trocknen der klebrig nassen Papierschnipsel dauert recht lang. Nach der erfolgreichen Schnitzeljagd hängen wir die Penata an einem Baum und lassen zuerst das Geburtstagskind und dann die Gäste abwechselnd mit einem Holzschwert und mit verbundenen Augen auf sie einprügeln bis die Kids endlich erlöst sind und die Süßigkeiten auf den Rasen prasseln! Wem das mit der Augenbinde zu viel ist, lässt sie einfach weg. Das Zerkloppen der Penata dauert schon lang genug. Klar, dass die Freude groß ist, als sie sich endlich öffnet und sich alles auf die Bonbons stützen darf!

Materialien

  • Papier, Stift oder Computer und Drucker
  • Kreidemalstifte als Wegweiser
  • ggf. freundliche Helfer und ein Handy
  • Ideen für die Fragen und gute Verstecke
  • Schatz

 

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Ananas Pinata mit Süßigkeiten

Materialien

  • Luftballon
  • Tapetenkleister
  • Zeitungspapier
  • Kleber
  • Schere
  • buntes Geschenkpapier oder Krepppapier
  • Süßigkeiten zum Befüllen
  • Zeit zum Basteln und Trocknen lassen

Anleitung für Ananas Pinata: http://www.familie.de/diy/pinata-selber-machen-896801.html

Kindergeburtstag, Spiele für draußen, Sommer
Schepper, deng, Treffer!

Dosenwerfen

Dosenwerfen kennt jedes Kind vermutlich auch vom Rummel. Unsere Kinder machen das auf jeden Fall immer gerne, wenn wir uns mal auf einem Rummel blicken lassen. Ein paar Wochen vor dem Geburtstag haben wir begonnen ein gutes Dutzend Konservendosen von Kokosmilch und Tomaten aufzuheben und sie einmal durch die Spülmaschine zu jagen. Danach haben wir sie mit buntem Klebeband in einen ansehnlichen Zustand gebracht. Die Blechdosen stapeln wir auf dem Kindergeburtstag mit den Kids gemeinsam auf einem Tisch zu einer Pyramide. Mit einem mit Sand gefüllten Luftballon geht es los. Jeder hat drei Würfe und gewinnt zum Schluss eine Kleinigkeit.

Materialien

  • leere Konservendosenbunte Klebebänder
  • kleiner Luftballon und Sand oder ein kleiner Ball der nicht gut hüpft oder ein kleines Kuscheltier (bei uns ein roter Krebs, siehe Foto)

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Ladies and Gentlemen, please fasten your belts, we are ready to take off!

Papierflieger durch Zielscheibe fliegen lassen

Auch ein schönes Spiel für Draußen ist Papierflieger fliegen zu lassen mit der besonderen Herausforderung, sie durch Löcher eines aussortierten Stoffs fliegen zu lassen.

Hierfür haben wir ein par Tage vor dem Geburtstag in eine alte weiße Gardine große Löcher hinein geschnitten und den Stoff mit Stoffmalstiften verziert. Das muss man nicht unbedingt machen, es funktioniert auch ohne Bemalung. Aber wir finden es bunt schöner und wir schreiben auch den Anlass der Feier auf den Stoff.

Den Stoff befestigen wir mit Wäscheklammern an einer Schnur, die wir zwischen zwei Bäumen aufhängen. Danach sucht sich jedes Kind einen Papierflieger aus einem Buch aus. Logisch, dass man dafür auch normales Papier nehmen kann und daraus einen Flieger basteln kann. Wir haben uns dennoch für ein Buch mit vier verschiedenen Modellen entschieden und wunderschönen Mustern entschieden, weil wir selbst nur ein Modell basteln können. Anhand der Vorlagen können die Kinder viel schönere und abwechslungsreiche Papierflieger falten. Auf den Vorlagen sind Hilfslinien zum Falten und im Buch ist je eine Anleitung pro Modell enthalten. Für das Falten ist etwas Konzentration geboten, aber somit kommen alle Kids mal für einen Moment zur Ruhe. Kinder ab vier Jahren schaffen das auch ganz gut und zur Not unterstützen wir sie an kniffligen Stellen.

Nachdem jeder seinen eigenen Papierflieger in der Hand hält, geht es auch schon los mit dem Zielen durch die großen Löcher des Lakens! Wir legen ein Springseil auf das Gras über das keine Treten darf und schon segeln die ersten Flieger durch die Lüfte.

Materialien

  • großes Stück Stoff (z.B. altes Bettlaken, Tischdecke oder Gardine)
  • ggf. bunte Stoffmalstifte
  • Schere
  • Papier oder Papierfliegermodellbuch

Stopptanz Kindergeburtstag Spielideen für draußen Sommer spielen
Turn the music on!

Stopptanz

Wir machen die Musik auf dem Handy an und die Kinder tanzen dazu. Sobald wir die Musik stoppen, dürfen sie sich nicht mehr bewegen. Wer wackelt, ist raus und wer zuletzt übrig bleibt, hat gewonnen. Janz eenfach…

Material: Smartphone mit Musik oder kleinen Rekorder

 

EinladKindergeburtstag draußen feiern

Eierlaufen

Diesen Klassiker haben wir zum sechsten Geburtstag unserer Tochter im Naturschutzgebiet in den Sandbergen (Berlin-Reinickendorf, zwischen Heiligensee und Konradshöhe) gespielt und den Kids hatte es richtig Spaß gemacht. Ein langer Ast liegt als Startlinie auf dem Rasen. Die Route führt um einen Baum herum und einen Sandberg hinauf. Die Kinder rennen immer jeweils zu zweit eine Runde. jeder hält einen Esslöffel in der Hand und darauf balancieren sie ein hart gekochtes bunt eingefärbtes Ei. Wer sein Ei auf dem Löffel als erstes zur Ziellinie gebracht hat, hat gewonnen.

Materialien

  • Ast als Start- und Ziellinie
  • Esslöffel
  • hartgekochte Eier oder kleine Bälle

Stopptanz Kindergeburtstag Spielideen für draußen Sommer spielen
Kleine Erfrischung gefällig?

Wasserballon zerschlagen

Dieses Spiel ist für einen heissen Sommertag ideal, weil sich so alle ein wenig erfrischen können. Es ist ein wenig so wie eine Penata zu zerschlagen, nur dass statt der Süßigkeiten hierbei Wasser heraus spritzt. Wegen des Wasserbedarfs lässt sich dieses Outdoor-Spiel am besten im eigenen Garten realisieren. Pro Kind wird ein wassergefüllter Luftballon an einer gespannten Schnur befestigt. Der Luftballon darf nicht zu schwer werden, ansonsten hält er nicht bzw. nicht lange an der Schnur. Am besten verwendet man Wasserbomben-Luftballons. Jedes Kind darf seinen Ballon mit einem Stock zerschlagen.

Materialien

  • Luftballons
  • Wasser
  • Schnur
  • Stock
  • Halterung zum Spannen
  • evtl. trockene T-Shirts oder Handtücher 😉

Kindergeburtstag Spielideen fr draußen
Ran an den Speck!

Speckmäuse abknabbern

Zwischen zwei Bäumen, einer Schaukel oder ähnlichem wird ein Faden so hoch gespannt, dass die Kinder sich strecken müssen um an die Speckmäuse zu kommen, die an die Schnur geknotet sind, und diese abknabbern. Alternativ tut es natürlich auch ein Hanfseil o.ä. sowie Wäschklammern, die die Mäuse halten. Wenn gar nichts zum Befestigen vorhanden ist können auch zwei Erwachsene das Seil an den Enden festhalten. Wer es lieber salzig mag, kann zum Beispiel auch kleine Salzbrezeln auf die Schnur fädeln.

Materialien

  • Schnur, Seil oder Faden
  • Speckmäuse, Salzbrezeln o.ä. je nach Geschmack
  • Halterung zum Spannen

In Deckung, Schokokuss im Anflug!

Schokokuss-Wurfmaschine

Okay, diesen genialen Katapult haben wir uns noch nicht zugelegt, spielen aber mit dem Gedanken. Ich kenne es selbst noch aus meiner eigenen Hortzeit. Ein handwerklich begabter Erzieher hatte die Schokokuss-Wurfmaschine damals selbst gebaut und sie war der Knaller auf jedem Kitafest. Im Internet gibt es Anleitungen zum Nachbauen, wenn man sie nicht leihen oder kaufen mag. Die kleine Schokokuss-Wurfmaschine, die es bei Amazon zu bestellen gibt, scheint laut der Bewertungen, leider nicht viel zu taugen.

Materialien

  • Schokokusswurfmaschine
  • Schokoküsse
  • kleiner Ball
  • Startlinie

Mieten einer Schokokuss-Wurfmaschine: www.hannogam.de/aktionsspiele/geschicklichkeit/schokokuss-wurfmaschine

Anleitung zum Selberbauen der Schokokuss-Wurfmaschine: www.heimwerker.de/holzwerken/holzspielzeug-bauen/wurfmaschine-bauen.html

Was sollte man dabei haben, wenn man draußen im Park oder im Wald feiert

  • Dekorationsmaterial wie eine Wimpelkette, Luftballons
  • Picknickdecke
  • Wechselwäsche
  • Teller, Besteck, Tassen oder Gläser (keine zum Wegwerfen, sondern am besten aus Palmblättern oder wiederverwendbarem spülmaschinenfesten Plastik)
  • Mülltüte, Haushaltspapier
  • Taschentücher
  • Erste-Hilfe-Set
  • ausreichend Getränke (z.B. in einer Kühlbox) und Speisen

Anregungen für Kindergeburtstagsfeiern und Spiele

 

Wie lernen Kinder den Umgang mit Geld? Wie viel Taschengeld ist für ein Kind angemessen?

Taschengeld Kinder Umgang mit Geld lernen
Money, money, money…

Mäuse, Zaster, Moneten, Zeche, Knete, Pinkepinke, Kröten, Bimbes, Asche, Kohle, Pipen, Schotter, Taler, Groschen, Euronen, Taler, ohne Moos nix los und Geld regiert die Welt!?

Das Wort Geld hat auch für Kinder einen magischen Klang. Schon in den Kinderbüchern z. B. von Astrid Lindgren taucht das Thema Geld auf. Denn Pippi Langstrumpf ist bekanntlich nicht nur unheimlich stark, sondern auch unglaublich reich! Das Suchen nach Schätzen, Gold, Truhen voller Geld und Geschmeide, das Vergraben von Münzen ist ein beliebtes Thema in Kinderfilmen und -büchern. Geld ist schließlich nicht nur ein Tauschmittel und Wertmaß, sondern genießt immer auch eine symbolische und mythische Bedeutung.

Kinder bekommen schon früh mit, welche Rolle Geld für uns Erwachsene spielt. Jeder von uns braucht es – und unser tägliches Leben wäre ohne Geld kaum denkbar. Doch ist es für Kinder manches Mal schwer nachvollziehbar, warum ein ferngesteuertes Spielzeugauto für 29,95 Euro zu teuer ist, wenn die Eltern ohne mit der Wimper zu zucken im Lebensmittelgeschäft eine ähnliche Summe ausgeben oder die Klavier- oder Reitlehrerin mit ein paar bunten Scheinen bezahlen. Hinzu kommt, dass überall Verlockungen lauern. Spielzeug gibt es mittlerweile in fast jedem größerem Supermarkt und – wer kennt das nicht „Mama/Papa, kaufst mir das?“ – die Süßigkeiten im Kassenbereich sprechen besonders die Kinder an. Seitdem es in den Supermärkten diese kleinen bunten Einkaufswagen gibt, wird es noch aufreibender für uns Eltern mit ihnen einzukaufen. Ein Erziehungsratgeber, den ich einmal las, empfahl deshalb, Kinder generell nicht mit zum Einkaufen zu nehmen und sie aus allen Bereichen, in denen Geld eine Rolle spielt, rauszuhalten. Das kann nun aber auch nicht die Lösung sein. Wie sollen sie denn ansonsten lernen mit Geld umzugehen?

Kinder sind ja nicht per se habgierig und konsumsüchtig (zumindest kommen sie so nicht auf die Welt). Sie sind vielmehr wissbegierig und wollen die Welt und auch das liebe Geld verstehen. Kinder können oftmals den Preis einer Ware und deren Gegenwert noch gar nicht richtig einschätzen. Der Umgang mit Geld will deshalb gelernt sein und dieses Wissen unseren Kindern zu vermitteln ist eine sehr wichtige Aufgabe. Erklärung für die Kleinen über die Notwendigkeit von bestimmten Ausgaben und das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung tut also not. Wir müssen es nur kindgerecht ausdrücken.

Über Geld spricht man nicht?

Geld ist kein Tabuthema! Alles andere ist meines Erachtens lebensfern und führt nur zum falschen Verständnis von Geld. In vielen Familien wird nicht über Geld gesprochen. Das halte ich für eine falsche Auffassung von Understatement oder Vorsicht. Natürlich sollte man nicht vor den Kindern über Geld streiten oder sie erst dann in das Thema einweihen, wenn die Familie in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Je nach Alter sollten sie Schritt für Schritt einbeziehen und ihnen bspw. erklären, warum ein bestimmtes Produkt einen bestimmten Wert hat oder  wo auch finanzielle Grenzen liegen. Wenn unsere Kinder zu Jugendlichen heran gewachsen sind, werden wir sie in unsere monatlichen Einnahmen und Ausgaben einweihen.

wie lernen Kindern den richtiggen Umgang mit Geld? Finanzen, Taschengeld

Wie führt man Kinder an das Thema Geld heran?

Das hängt vom Kind ab. Ich bin der Meinung, dass Eltern zunächst einmal schauen sollten, wie weit ihr Kind entwickelt ist und dann mit dem Nachwuchs zunächst einmal über das Thema Geld sprechen sollten bevor das erste Taschengeld ausgezahlt wird. Kinder, die noch nicht in der Vorschule sind, haben meist keine Ahnung, ob ein 50 Cent Stück mehr Wert ist als ein Euro Münze. Ihnen hilft es, wenn man mit ihnen mit vielen kleinen Cent Münzen ein Geldtürmchen baut und ihnen dann zeigt, dass dieser Turm genauso viel wert ist wie ein 20 oder 50 Cent Stück. Gebt Eurem Kind 20 oder 50 Cent und lasst sie versuchen, dafür in einem Geschäft etwas zu finden, dass sie sich dafür kaufen können. Reicht das Geld für ein Croissant oder für einen Lolli? Probiert es gemeinsam aus!

Auch bei Vorschul- oder Schulkindern baut man das liebe Thema Geld ganz einfach spielerisch in den Alltag ein. Zum Beispiel beim Einkaufen im Lebensmittelgeschäft oder in der Freizeit. Geht mit ihnen zusammen einkaufen und sprecht darüber: Was kostet ein Liter Milch, was ein Laib Brot oder eine Schokoladentafel? Vergleicht gemeinsam die Preise. Wie viel bekommt man für 10 Euro in einem Lebensmittelgeschäft? Auch in der Freizeitgestaltung könnt ihr das Thema einfließen lassen. Wie viel müssen wir für eine Kinokarte oder für den Eintritt ins Schwimmbad bezahlen?
Bezahlt nicht mir der EC- oder Kreditkarte, sondern zahlt bar damit Euer Nachwuchs den Bezahlvorgang nachvollziehen kann. Lasst Euch den Bong geben und geht ihn zusammen durch.

Für das Schulzeugnis gibt es bei uns kein Geschenk, sondern einen schönen gemeinsamen Ausflug. Unsere Tochter darf sich dann aussuchen, was wir unternehmen. Wir möchten nicht, dass sie für gute Noten nur lernt, weil sie dafür Geld erhält.
In der Schule unserer Tochter wurde das Thema Geld in der 2. Klasse ein Thema. Die Klassenlehrerin besuchte mit den Kindern eine Markthalle und dort sollten die Kinder erfragen, was wie viel kostet. Im Matheunterricht rechnen sie auch Geldbeträge zusammen. Wir finden es prima, dass in der Schule das Thema Geld behandelt wird. Allerdings verlassen wir uns nicht darauf, dass das ausreichend ist.

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Wie viel Taschengeld fürs Kind?

Welche Vorbildfunktion haben wir Eltern beim Umgang mit Geld?

Ich bin in meiner Kindheit nicht besonders gut auf das Thema Geld vorbereitet worden. Daher habe ich erst richtig angefangen mein Konsumverhalten zu reflektieren als es ein Thema mit unserer Tochter wurde. Ich frage mich: Inwiefern bin ich beim Einkauf ein gutes Vorbild für unsere Kinder oder wie kann ich ein besseres Vorbild werden?

Preisbewusstsein und Sparverhalten

Vergleiche ich Preise? Tätige ich unnötige Impulskäufe im Geschäft oder im Internet oder vermeide ich sie? Warum möchte ich etwas haben? Brauche ich es wirklich? Kaufe ich sofort etwas neu, wenn etwas kaputt ist oder versuche ich es zu reparieren? Kaufe ich auch Sachen gebraucht? Lege ich monatlich etwas Geld zurück oder gebe ich alles aus?

Nachhaltigkeit

Wenn die Kinder älter sind, kann man ihnen auch erklären, was die Art des Konsums bewirkt. Also wo kaufe ich etwas (z.B.kleiner Tante-Emma-Laden oder Discounter)? Welche Bedutung hat Nachhaltigkeit beim Familieneinkauf (z. B. Bio-Produkte, Fair-Trade)? Natürlich sind wir als Eltern nicht perfekt in unserem Kosumverhalten, das geht auch gar nicht. Aber es so weit wie möglich zu versuchen, ist schon ein wichtiger Schritt.

Wer sich darüber bewusst werden möchte, für was das Geld jeden Monat ausgegeben wird, kann ein Haushaltsbuch (Papierform oder auf dem Smartphone oder dem Computer) führen. Das macht natürlich etwas Arbeit, aber wenn man es immer gleich eingibt oder notiert, wird es nach ein paar Wochen zur Routine.

Für Menschen, die wie ich zur Kategorie Spontankäuferin gehören und dagegen etwas tun wollen, hilft zum Beispiel eine Liste über die Dinge zu führen, die man im Geschäft oder in einem Online-Shop gerade gerne spontan gekauft hätte. Diese Wunschliste kann man z. B. bequem auf dem Smartphone führen und lässt sie einen Monat liegen. Nach Ablauf der Zeit prüft man nach, was man immer noch haben möchte. Meist fällt dann vieles weg. Oder man legt fest, dass von jedem Betrag einer nicht so wichtigen Anschaffung oder eines Spontankaufs ein Teil der Summe auf einem extra Konto gespart wird. Wer partout jeden Cent ausgibt, der auf dem Konto landet, kann z. B. eine fixe monatliche Summe auf ein Sparkonto automatisch abbuchen lassen.

Durchs Spenden für gemeinnützige Zwecke ein gutes Vorbild sein
Durchs Spenden für gemeinnützige Zwecke ein gutes Vorbild für die Kinder sein

Spenden

Gebe ich etwas von meinem Geld anderen Menschen ab? Spende ich Geld, Kleidung oder Lebensmittel an wohltätige Organisationen? Einige Organisationen bieten Patenschaften für ganz unterschiedliche Zwecke an. Überlegt mit dem Kind gemeinsam, für wen oder was Ihr spenden möchtet. Viele Organisationen berichten Euch mit Briefen oder E-Mails regelmäßig darüber, was mit Eurem Geld gemacht wird. Lest diese Briefe gemeinsam und hängt Fotos davon vor, wenn ihr welche bekommt. Wenn Ihr eine Patenschaft für ein Kind eingeht, könnt Ihr ihm Briefe, selbst gemalte Bilder der Kinder oder Familienfotos schicken. Zeigt Eurem nachwuchs im Atlas oder auf dem Globus, wo das Patenkind lebt. So kann Euer Kind an der Beziehung teilhaben.
Spende ich auf der Straße oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln spontan? Erklärt dem Kind, warum Ihr das tut und warum manche Menschen um Geld bitten.

Sollten Kinder ihr eigenes Geld verdienen dürfen?

Ja, aber es kommt darauf an, womit sie es sich verdienen.
Seit ihrem 6. Lebensjahr interessiert sich unsere Tochter für das Thema Geld. Die Beziehung zwischen den Euros und unserem Kind begann mit einem großen Tuch, dass sie vor dem Supermarkt ausbreitete, um dort ihre aussortiertes Spielzeug zu verkaufen. Sie verlangte hohe Preise für ihre alten Bücher, CDs und Puppen. Ich saß neben ihr und es war mir etwas unangenehm, welche Preise sie den Passanten nannte, weil ich sie als zu hoch empfand. Doch aus der Sicht unserer Tochter waren die Preise angemessen, weil die Spielsachen ihr einmal viel bedeutet haben. Das konnte ich nachvollziehen und freute mich über ihre Wertschätzung der abgelegten Dinge. Erstaunlicherweise bezahlten ihre Käufer, was sie verlangte (vielleicht wollten die Damen und Herren auch nicht mit einem kleinen Kind feilschen) und so verdiente sie viel mehr Geld als ich es wahrscheinlich getan hätte. Ihr eingenommenes Geld durfte sie natürlich behalten und in einer Spardose aufbewahren. Wir erklärten ihr, dass sie sich etwas Großes kaufen könne, wenn sie noch etwas weiter sparen würde. Also kaufte sie sich nur etwas Kleineres und den Rest sparte sie. Für Unterstützung im Haushalt würden wir sie nicht mit Geld belohnen. Wir sind der Auffassung, das mitzuhelfen ganz normal sein sollte.

Sollten Kinder von ihren Eltern Taschengeld bekommen und wenn ja wie viel?

Generell ist Taschengeld für Kinder ein wichtiges Hilfsmittel um den Umgang mit Finanzen zu erlernen. Manche Kinder interessieren sich für Geld, andere nicht und dann sollte man noch abwarten.
Die Frage nach der Höhe des Taschengelds ist eine Sache, die unsere Tochter gerne mit uns diskutiert. Jede Familie entscheidet natürlich für sich, welcher Betrag angemessen ist. Es hilft natürlich, sich vorab im Umfeld zu erkundigen, ob und wie viel Taschengeld andere Kinder bekommen. Darüber hinaus ist die Höhe des Taschengelds vom Alter des Kindes und der finanziellen Situation der Familie abhängig. Kinder unter 10 Jahren können selten ihr Taschengeld über einen Monat hinweg einteilen. Deshalb ist eine wöchentliche Auszahlung besser.

Seit unsere erstgeborene Tochter in der Schule ist, bekommt sie Taschengeld. Jeder Sonntag ist bei uns Zahltag. Die Bedingung ist, dass sie nur dann Taschengeld erhält, wenn sie von alleine daran denkt und uns fragt. Manches mal hat sie es schon vergessen. Die Kulanz gilt bis Montag, aber ab Dienstag ist es dann vorbei. Wenn es ihr zu spät einfällt, tut es mir leid, aber wir wollen, dass sie selbst daran denkt. In der ersten Klasse gab es einen und seit der zweiten Klasse gibt es 1,50 Euro. Sie hätte gerne etwas mehr, aber da bleiben wir konsequent. Wir geben ihr auch keinen Kredit, das heißt, wir leihen ihr kein Geld.

Was dürfen die Kinder mit dem ersparten Taschengeld machen?

Grundsätzlich ist das Taschengeld das Eigentum der Kinder und sie können darüber bestimmen, finde ich. Mittlerweile hat unser Kind ein schönes Sümmchen zusammen gespart. Das Problem ist, dass sie davon nichts ausgeben mag und gleichzeitig von uns Eltern möchte, dass wir ihr weiterhin Spielzeug, Kinderzeitschriften und Süßigkeiten kaufen. Doch dafür hat sie ja ihr eigenes Geld. Immer dann, wenn sie nun im Supermarkt oder Spielwarenladen etwas haben möchte, erinnern wir sie an ihr Taschengeld. Ganz schnell ist nach dieser Diskussion die Packung Gummibärchen oder die Puppe für sie nicht mehr so bedeutend und erstrebenswert. Ihr Erspartes ist ihr zu heilig dafür. „Ein Auto oder ein Haus“, so lautet ihre Antwort auf unsere Frage, was sie sich eines Tages für ihr Geld kaufen möchte. Tja, das sind ganz schön langfristige Pläne. Aber wir reden ihr nicht rein, was sie sich kaufen kann oder soll. Es ist ihr Eigentum.

Warum ist Taschengeld wichtig?
Warum ist Taschengeld wichtig?

Gibt es offizielle Richtlinien für altersgerechtes Taschengeld?

Die gibt es. Die Jugendämter in Deutschland helfen mit der Taschengeldtabelle weiter, wenn man sich nicht an anderen Familien orientieren mag. Auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht empfohlene Staffelungen für das Taschengeld.

Taschengeldtabelle

Alter/Jahre Betrag in €
Unter 6 Jahre 0,50-1,00 Euro/Woche
6 Jahre 1,00-1,50 Euro/Woche
7 Jahre 1,50-2,00 Euro/Woche
8 Jahre 2,00-2,50 Euro/Woche
9 Jahre 2,50-3,00 Euro/Woche
10 Jahre 15,00-17,50 Euro/Monat
11 Jahre 17,50-20,00 Euro/Monat
12 Jahre 20,00-22,50 Euro/Monat
13 Jahre 22,50-25,00 Euro/Monat
14 Jahre 25,00-30,00 Euro/Monat
15 Jahre 30,00-37,50 Euro/Monat
16 Jahre 37,50-45,00 Euro/Monat
17 Jahre 45,00-60,00 Euro/Monat
ab 18 Jahre 60,00-75,00 Euro/Monat

www.familien-wegweiser.de

Wie geht man mit größeren Wünschen der Kinder um?

Wünsche zu haben ist ganz normal und auch etwas schönes, so lange sie nicht ausufern. Wenn unsere Tochter zum Beispiel große Wünsche äußert, erklären wir ihr, dass wir für unser Geld arbeiten müssen bevor wir es ausgeben können. Um mehr Geld zu verdienen, müssten wir also auch mehr arbeiten und hätten weniger Zeit für sie. Das versteht auch schon ein Kind im Vorschulalter, meine ich. Wichtig dabei ist, die Balance zu halten, damit das Kind nicht denkt, dass man bedürftig ist und es dadurch Ängste entwickelt. Viel besser als die „das ist Quatsch/ das ist zu teuer“-Reaktion ist, Verständnis für den Wunsch beziehungsweise die Enttäuschung zu äußern und gleichzeitig zu betonen, dass man trotzdem beim Nein bleibt.

Will unsere Tochter unbedingt etwas haben, möchte  oder kann es aber nicht selbst von ihrem Geld kaufen, dann beobachten wir das einige Zeit. Meist ist der Wunsch bald vergessen. Taucht er aber immer wieder auf, dann schlagen wir ihr vor, dass sie ihren Wunsch auf die Wunschliste für Weihnachten oder den Geburtstag malt oder schreibt. Es ist natürlich nicht immer leicht den Wünschen zu widerstehen, weil man vielleicht als Kind selbst auch ein bestimmtes Spielzeug unbedingt haben wollte oder weil das Quengeln an den eigenen Nerven zerrt. Aber die Hartnäckigkeit von Elternseite zahlt sich aus, weil dadurch Geduld auf der Kinderseite geübt wird.

Wohin mit dem Taschengeld?

Braucht mein Kind ein Taschengeldkonto etwas ?

Wenn Kinder gerade ihr ersten Taschengeld bekommen, also Taschengeldeinsteiger sind, nicht. Aber wenn das Schulkind älter wird und gerne spart, dann kann man mit dem dem Kind darüber sprechen, dass ein kostenfreies Taschengeld- bzw. ein Sparkonto bei einer Bank eine sinnvolle Art ist, um das Geld anzulegen. Dadurch lernt es sein Geld einzuteilen, keine Spontankäufe zu tätigen und auch, dass sich sein Geld vermehrt. Bis zum 12. Lebensjahr erhalten Kinder stolze 3 Prozent Zinsen auf ihr Guthaben bis zu einer Höhe von 1.000,- Euro. Guthaben über 1.000,- Euro erhalten dann weniger Zinsen. Es gibt keinen Kredit. Für die Einrichtung solch eines Kontos müssen die Eltern einige Unterlagen unterzeichnen und neben den eigenen Personalausweisen die Geburtsurkunde des Kinds vorweisen.

Was tun, wenn Großeltern den Enkeln Geld zustecken?

Geldgeschenke von Oma und Opa sind natürlich gut gemeint. Aber wenn Euer Nachwuchs weit mehr als die üblichen Geldgeschenke zu den Feiertagen wie zum Geburtstag oder zum Schulanfang von seinen Großeltern erhält, verliert dieses Geld schnell an Wert für das Kind und das Erlernen von Umgang mit Geld wird so schwieriger. Sucht am besten das Gespräch mit den Großeltern und erklärt ihnen, was ihr Eurem Kind in Sachen Geld vermitteln möchtet und wofür das eines Tages gut ist. Wenn Opa und Oma dennoch weiterhin gerne Geld schenken möchten, dann legt doch gemeinsam mit ihnen ein extra Sparkonto für das Kind an. Mit diesem Geld kann dann eines Tages vielleicht das heiß ersehnte Fahrrad, der Schulranzen oder sonst eine kostenintensive Anschaffung getätigt oder ein Teil dazu gegeben werden. Auch  unverhältnismäßig große oder teure Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke können mit einem Großeltern-Sparkonto vermieden werden. Alternativ zu Geldgeschenken können Opa und Oma auch tolle Ausfüge mit ihrem Enkelkind unternehmen. Gemeinsame Erlebnisse sind für eine innige Großeltern-Enkelkinder-Beziehung viel schöner als ein Geldschein oder ein Berg von Geschenken.

Die wichtigsten Taschengeldregeln auf einen Blick

  • Das Taschengeld gehört dem Kind. Wir Eltern sollten deshalb nicht die Ausgaben kontrollieren und uns mit unserer Meinung zurückhalten.
  • Das Taschengeld wird regelmäßig und in fester Höhe ausgezahlt, damit sich das Kind darauf verlassen kann.
  • Taschengeld ist kein Erziehungsmittel und sollte nicht zur Belohnung oder Bestrafung von Verhalten oder Leistungen eingesetzt werden.
  • Ständiges Geldleihen oder Vorauszahlungen des Taschengeld sind keine Lösung. Besser ist es, Ihr unterstützt Euer Kind dabei, sich sein Geld besser einzuteilen.
  • Sinnvoll ist es, das Taschengeld unter Berücksichtigung Eurer finanziellen Situation zu verhandeln. Ist das Geld knapp, reichen auch kleinere, aber regelmäßige Zahlungen.
  • Für getrennt lebende Eltern gilt es, sich über die Höhe des Taschengelds zu einigen und keine extra Zahlungen zu tätigen.
  • Regelmäßige Mithilfe im Haushalt gehört zu einem funktionierenden Familienleben und sollte nicht bezahlt werden. Kleine „Extra-Jobs“ können jedoch belohnt werden, wenn sie etwas außergewöhnliches darstellen.
  • Erhalten Teenager neben dem Taschengeld größere Geldgeschenke z. B. von Verwandten, solltet Ihr gemeinsam mit ihnen sinnvolle Sparziele festlegen. Damit könnte z. B. der Führerschein oder eine Reise nach dem Schulabschluss mitfinanziert werden.

Mit Kindern gemeinsam die Woche planen – unser Wochenplan

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Wie plane ich die Woche mit Kindern?

Unsere Herausforderung: „Papa/Mama, was gibt es zu essen? Was machen wir heute?“ Unsere Kinder möchten immer genau wissen, was los ist und mitbestimmen, was wir unternehmen und essen. Vor allem unsere Erstgeborene, die im Sommer acht Jahre alt wird, braucht immer einen Plan für sich, was wann ansteht. Wenn ich ihr dann antworte, passt ihr meine Antwort oftmals nicht in den Kram. Gerade dann, hat sie keinen Apettit auf Stulle mit Brot, sondern möchte garantiert etwas anderes essen. Dieses hin und her ist für uns beide weder produktiv noch stimmungshebend. Leider vergisst unsere liebe Tochter aber auch manchmal, mit wem sie sich als nächstes verabreden wollte und für welches Mittag- oder Abendessen wir uns entschieden haben. Deshalb gibt es dann leider ab und zu Verabredungschaos oder Reibereien was das Essen betrifft.

Unsere Lösung: Da unsere Erstgeborene bereits des Lesens und Schreibens mächtig ist, habe ich mich für einen Wochenplan entschieden. Das habe ich mir nicht selbst ausgedacht, sondern ich habe mich von einem Erziehungsberaterbuch inspirieren lassen. Das Buch von Sabine Bohlmann „Ein Löffelchen voll Zucker… und was bitter ist, wird süß! Das Mary-Poppins-Prinzip“ hält einige praktisch Tipps ohne viel theoretisches Geplänkel bereit. Anhand einer ihrer inspirierenden Beiträge habe ich eine Wochenplanung für die Familie am Rechner gebastelt und finde das nach einigen hinter uns liegenden Testwochen sehr praktisch.

Unser DIN A4 Blatt haben wir aufgeteilt in eine Zeile für Essen uns eine für Aktivitäten. Außerdem kann man je nach Bedarf noch weitere Zeilen hinzufügen. Zum Beispiel zum Thema Aufgaben, die erledingt werden müssen oder wann Schlafenszeit ist, falls das wegen unterschiedlicher Schulbeginnzeiten variieren dürfen. Alternativ zum Papier kannst Du für die Planung auch Whiteboardfolie, eine Kreidetafel oder eine Pinnwand nehmen. Vielleicht gibt es ja noch weitere Möglichkeiten, die mir jetzt nicht einfallen.

Die Tabelle füllen wir mit unserer Tochter immer am Wochenende für die Folgewoche gemeinsam aus. Somit bekommt unsere Tochter das Gefühl mitentscheiden zu können und hat einen Überblick, was wir wann unternehmen bzw. mit wem sie verabredet ist oder wann sie Zeit für sich hat. Die Kleine darf natürlich auch mal bestimmen und malt das Essen in den Plan, weil sie noch nicht schreiben kann. Wer möchte, kann auch eigene Aktivitäten eintragen, die die Kinder betreffen, weil dann der Babysitter kommt oder ob Mama oder Papa das Kind von der Schule oder aus der Kita abholen kommt.
Diesen bunten Plan hängen wir für alle gut sichtbar an den Kühlschrank. So habe ich meine Ruhe, alle können besser planen und wir Eltern im voraus einkaufen.
Ich habe gleich mehrere Kopien von diesem Blanko Plan gemacht so dass wir wirklich nur noch einzutragen brauchen.

Hier ist unsere Vorlage zum Download und zum Anpassen an die individuellen Familienbedürfnisse: Wochenplan für die Familie

Viele praktische Ideen für den alltäglichen Umgang mit Kindern von Zähneputzen über Taschengeld bishin zu Spielideen für drinnen und draußen habe ich in diesem schmalen und bunten Büchlein gefunden:

„Ein Löffelchen voll Zucker… und was bitter ist, wird süß! Das Mary Poppins-Prinzip“, Sabine Bohlemann

Kinder, ich bin dann mal weg. Mama ist auf Dienstreise im Ausland

Mama ist auf Dienstreise
Mama ganz weit weg, aber doch immer da?

Das Flugzeug setzt zur Landung in Nizza an. Kurze Zeit später steigen meine vier Kolleginnnen, mein Chef und ich aus dem Flieger und heben unsere schweren rollenden Koffer vom Band. Der freundliche Chauffeur Yve erwartet uns bereits und es geht weiter zu unserem Hotel in der Nähe der Croisette in Cannes. Im Zimmer angekommen, packe ich meine Business Kostüme aus und hänge die selbst gemalten Bilder meiner Tochter auf. Bevor wir gleich gemeinsam zum Abendessen verabredet sind, schalte ich mich via Skye nach Hause in Berlin, um meinen Mann und unsere Töchter zu sehen und zu sprechen.

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust

Ich bin eine Frau mit zwei Kindern und einem Teilzeitjob von 25 bis 30 Stunden. Ich liebe unsere Töchter und freue mich immer sehr darauf, sie nach der Arbeit von der Waldkita und der Schule abzuholen. Das Wiedersehen nach ihrer und meiner Arbeit ist täglich ein Fest für mich und ich herze beide so, als wenn ich sie eine Woche nicht gesehen hätte.

Ich bin glücklich, dass ich eine Arbeit habe, die mich erfüllt und mir viel Freude macht. Ich liebe Herausforderungen, Abwechslung und Reisen. Außerdem male ich gerne mit meinen Kindern, backe gerne Kuchen mit ihnen und lese liebend gerne vor.

Mama geht auf Dienstreise

Zwei Mal im Jahr fliege auf eine fünf- beziehungsweise sieben bis achttägige Dienstreise. Einmal nach München und einmal nach Cannes. Ich finde nicht, dass das besonders häufig ist. Aber wenn die Kinder zwei und sechs Jahre alt sind und der Vater einen fordernden Vollzeitjob hat, ist das auch keine ganz so einfache Chose.

Eine solche Dienstreise anzutreten bedeutet für mich einerseits, dass ich im Job alle Aufgaben und Deadlines vor der Dienstreise abarbeiten muss damit nichts liegen bleibt. Also arbeite ich bereits ein paar Wochen vor der Dienstreise länger damit alles geregelt ist. Viel Zeit bleibt in dieser Zeit nicht für die süßen Mäuse.

Andererseits muss ich auch die Logistik für die Zeit meiner Abwesenheit Zuhause regeln: Wer holt die Kinder ab und betreut sie Zuhause bis mein Mann kommt? Das kann natürlich nicht jeden Tag die Oma oder der Opa übernehmen. Die Großeltern leben zwar in Berlin, aber jeden Tag zu uns zu fahren und die Kinder zu bespaßen, ist körperlich für sie nicht mehr ganz so einfach.

Ein ausgeklügelter Plan muss also her. Montags kommt die Babysitterin, zwei Nachmittage übernehmen Oma und Opa, einmal kommt der Papa früher nach Hause und am Freitag kommt die Patentante. Am Wochenende hat mein Mann zum Glück frei. Also alles paletti.

Plan oder nicht Plan

Ich habe mit mir gerungen. Soll ich oder soll ich nicht? Nein, ich meine nicht die Dienstreise als solche. Ich meine einen Plan. Letztendlich habe ich es doch getan und einen Wochenplan für meinen Mann geschrieben, was er an welchen Tagen beachten soll. Natürlich steht auch in unserem gemeinsamen Handykalender, wer an welchem Tag unsere Kinder abholen wird. Doch ich möchte auf Nummer sicher gehen, dass er an den Buggy für die Babysitterin denkt etc. Der Kontrollfreak in mir kommt da raus, ich gebe es zu. Und ja, ich habe auch vor der Dienstreise fast die gesamte Wäsche gewaschen. Obwohl mein Mann natürlich genau weiß, wie unsere Waschmaschine funktioniert und diese auch regelmäßig bedient. Aber ich habe immerhin weder vorher Lebensmittel für die Woche meiner Abwesenheit für die Familie gebunkert, noch habe ich für sie vorgekocht! Das möchte ich hier deutlich betonen. Was zu weit geht, geht zu weit. Ich halte mich nicht für die unentbehrliche Herrin des Hauses. Mein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl fußt auf anderen Fundamenten. Einkaufen und Speisen zubereiten kann mein Mann alleine genauso gut wie ich.

Tausche Badge gegen Schnullerkette

Am Abend vor der Dienstreise bekomme ich immer das große mentale Heulen. Ich mag nicht so lange weg von Euch sein, gestehe ich meinem Mann! Aber ich weiß, dass es gut ist. Gut für die Kinder und gut für mich. Die eine Woche ohne Mama ist wie ein kleines Bootcamp für sie. Denn die Kleine ist ganz schön auf mich fokussiert. Woher das kommt? Vielleicht, weil mein Mann bei ihr keine Elternzeit nehmen konnte. Vielleicht weil ich mich auch sehr auf sie konzentriere, wenn wir zusammen sind, weil sie das letzte Kind ist, dass ich bekommen habe, ziemlich sicher kein weiteres folgen und mit ihr somit alles das letzte Mal sein wird. Vielleicht auch, weil sie die Geburt fast nicht überlebt hätte und ich für einige Momente nicht wusste, ob ich sie verlieren würde, bevor ich sie überhaupt kennen lernen durfte. Wer weiß. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus alldem und noch mehr, was mir nicht bewusst ist.

Rabenmutter oder Vorbild für die Töchter?

Ich bin dann mal weg.

Mein Mann und ich verabreden uns zum allmorgendlichen Skypen. An die Haustür klebe ich einen selbst gemalten Wochenkalender auf dem die Mädchen jeden Tag ein Kreuz machen können bis ich wieder da bin. Und natürlich ringt mir die Große das Versprechen ab, ihr einen dieser grässlichen Glupschis mitzubringen, von denen sie mir schon seit Wochen in den Ohren liegt.

Die Kinder und mein Mann bringen mich zum Flughafen. Die Kleine will unbedingt auch mitkommen. Die Große ist ganz gelassen. Es gibt kein Drama und alles ist gut. Ich weiß, dass ich mich auf meinen Mann und Vater der Kinder 100% verlassen kann. Er hat sie im Griff. Die Kinder lieben ihn und er liebt sie sowieso. Die Patentante, die Großeltern und die Babysitterin sind jeder für sich ein Traum und unsere Mädchen verehren sie. Außerdem können sie bei ihnen Sachen machen, die sie bei mir vielleicht nicht dürfen. Obendrein kocht Opa viel besser als ich und mit Oma spielt die Große viel lieber „Mensch ärgere Dich nicht“ als mit mir. Ich weiß, dass ich nicht alles kann und alles können muss. Auch wenn ich das gerne möchte und mich abends im Bett oft gräme, weil ich etwas nicht geschafft habe oder genervt war und meine Kinder angeschnauzt habe.

Ist es nicht entspannend sich bewusst zu machen, dass wir Mütter für einen gewissen Zeitraum ersetzbar und entbehrlich sind? Väter gehen schließlich auch auf Dienstreisen und machen sich überhaupt keine Platte. Auch für mich ist es schön, während einer Dienstreise für einige Tage und Nächste nur für mich und meinen Job verantwortlich zu sein und nicht für die Kinder sorgen zu müssen. Dennoch freue ich mich wieder auf sie.

Arbeiten und Kinderziehung
Laptop und Still-BH

Wie war das eigentlich mit Kindern und Job direkt nach meiner Elternzeit?

Nach der ersten Elternzeit bin ich nach zwölf Monaten wieder in meinen Job zurückgekehrt. Beim ersten Kind nahm mein Mann nach meiner Elternzeit zwei Monate Elternzeit und regelte die Eingewöhnung in der Kita. Ich erinnere mich bis heute an den Tag vor fast sechs Jahren als ich den ersten Arbeitstag nach einem Jahr Pause antrat und mich von Mann und Tochter vor der Haustür verabschiedete. Ein Kloß saß in meinem Hals. Von Tag für Tag wurde es leichter und ich genoss es, unsere Kleine nach der Arbeit in der Kita abzuholen als die Eingewöhnung vorbei war. In der Zwischenzeit rückten Vater und Tochter enger zusammen, was wirklich rührend und wunderbar zu beobachten war. Unsere Erstgeborene war bereits als Baby offen und pflegeleicht. Vielleicht, weil wir sie von Anfang in die Arme von ihren liebevollen Omas, Opas, Tanten und Onkeln legten, während wir nach dem Umzug aus der Berliner Innenstadt unser Haus am Stadtrand herrichteten.

Arbeiten und stillen…

Wenn ich nach der Arbeit mit unserer erstgeborenen Tochter Zuhause war, stillte ich sie. Ich hatte das Gefühl, dass sie das Gestillt werden sehr genoss und es deshalb in die Länge zog, weil sie diese Art der Nähe zu mir noch brauchte. Am Anfang fand ich es auch noch ganz schön. Doch nach zwei Monaten Vollzeitjob und Stillerei war ich körperlich so erschöpft, dass ich abstillen musste. Das war ein ziemliches Drama. Mein Mann übernahm sie in den Momenten und schlief nachts mit ihr im Kinderzimmer. Nach vier Tagen war es vorbei und sie hatte es akzeptiert.

Bei unserer zweiten Tochter nahm sich mein Mann mach meinem Jahr Elternzeit keine Elternzeit mehr. Er war so stark eingebunden, dass es leider nicht mehr möglich war. Dafür hatte ich die Chance nach der Elternzeit vorerst von Zuhause aus zu arbeiten. Ihre Eingewöhnung in die Kita war nach zwei Vormittagen abgeschlossen, da sie die Waldkita bereits durch ihre große Schwester kannte und sich pudelwohl fühlte. Um auf eine Dienstreise fahren zu können, stillte ich unsere Zweitgeborene nach 16 Monaten peut à peut ab. Ohne Theater. Nach einem halben Jahr Homeoffice fuhr ich in die Berliner City ins Büro. Und das finde ich bis heute schön so. Jeden Tag im Haus am Schreibtisch zu hocken und niemanden zum fachlichen oder zwischenmenschlichen Austausch zu haben ist auf längere Sicht nicht mein Fall. Natürlich ist die Fahrerei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln manchmal aufreibend. Aber mit einem guten Buch ist alles nur noch halb so wild.

Natürlich läuft es nicht immer rund. Oftmals bin ich abends total k.O. Die Kinder sind noch relativ klein und betreuungsintensiv. Manchmal, wenn ich auf der Arbeit viel zu tun habe, gleichzeitig ein Kind krank wird und mein Mann auch Stress hat, ist es echt hart. Aber ich weiß ja, dass es nicht für immer so bleiben wird. Die vielen entzückenden und witzigen Momente mit den Kindern entschädigen für so vieles. Ähnlich wie es auch meine Arbeit tut, wenn etwas funktioniert, ein Plan aufgeht und der Kunde zufrieden ist. Ich will weder meinen Job noch natürlich meine Kinder missen. Ich will beides. Ich muss dafür kämpfen. Es ist intensiv. Es kostet Kraft. Es ist zum Heulen. Es ist zum Lachen. Es lohnt sich.