Paar(kunst)zeit für Eltern – ein Besuch der documenta 14

documenat 14, perspective, Piotr Kowalski

Der Start war sehr holprig um nicht zu sagen, von Zeitklippen und Stimmungsschlaglöchern gesät. Ich bin schon so weit alles abzusagen und daheim zu bleiben. Die Wutrede ist hier von unserem Wochenende als Paar. Mein Mann und ich haben bereits Monate zuvor ein ganzes Wochenende OHNE die Kinder geplant. Nun ist es endlich so weit. Kassel lautet unser Ziel. Häh? Warum denn Kassel, höre ich schon alle denken. Ist Kassel nicht die hässlichste Stadt Deutschlands? Nein, dass soll Wuppertal sein (wo ich noch nie war).
Die Hessenmetropole Kassel ruft alle fünf Jahre zur documenta und wir sehen uns deren 14. Ausgabe an, so einfach ist das. Sie läuft nur noch wenige Tage, es ist also höchste Eisenbahn für Artjunkies und solche, die sich von Kunst einfach überrumpeln lassen möchten, wie wir.

Vor 10 Jahren waren wir zuletzt gemeinsam auf der stets 100 Tage andauernden Kunstschau. Dieses Jahr lautet das Motto „Von Athen lernen“. Konsequenterweise befand sich von April bis Mitte Juli in der griechischen Hauptstadt ein documenta Standort. Leider passte der Besuch von Athen nicht in unseren Sommerreiseplan, obwohl wir kurze Zeit später die griechische Halbinsel Peloponnes bereisten.

Wir schaffen ganz sicher nicht 35 Orte, die der offizielle documenta-Stadtplan auflistet. Wir sind aber trotzdem gespannt, was die 160 Künstler uns dieses Mal vor die Nasen beziehungsweise Augen setzen. Vor 10 Jahren war die documenta bereits ein beeindruckendes Erlebnis für uns.

Weit im Vorfeld haben wir für uns ein schönes (aber leider 150% teurer als zu nicht documenta-Zeiten) Zimmer in einem modernen Hotel in der Nähe des Fernbahnhofs Wilhelmshöhe gebucht. Das documenta Ticket zu jeweils 22 Euro haben wir ausgedruckt und im Rucksack verstaut. Unser Wohnmobil lassen wir sich noch von seinem Sommertrip erholen. Die Taschen warten bereits im Autokofferraum darauf mit uns dem Alltag zu entfliehen.

documenta 14, Kassel

Aller Anfang ist schwer

Es fängt alles damit an, dass ich zu spät aus dem Büro weg komme. Wie eine Dominosteinkette zieht sich das dann weiter durch. Ich hole die Kinder in der Waldkita beziehungsweise bei Freunden später als geplant ab und kann sie deshalb auch bei meinen Eltern erst 1 bis 2 Stunden später als vorgesehen absetzen. Mein Vater ist nicht begeistert, weil er sich auf eine frühere Uhrzeit eingerichtet hat. Als wenn das nicht reichen würde, gibt es noch ein logistisches Missverständnis mit meinem Mann, so dass sich die Weiterfahrt wieder verzögert. Nun ist mein Gatte auch noch leicht angekratzt. Na super. Kurzum ich bin groggy, genervt, fühle mich als schlechte Managerin und bin nicht mehr in Stimmung mir noch mehrere Stunden Autofahrt nach Kassel, Kunst hin oder her, zu geben. Dass mir einige Bekannte dann auch noch mitteilen, dass die Autobahn A2 wegen zahlreicher Baustellen und Staus aktuell eine Tortur sein soll, verbessert meine Stimmung natürlich auch nicht.

Aber letztendlich ziehen wir durch, was wir uns vornehmen. Obendrein war der gemeinsame Sommerurlaub mit den Kindern auf den Peloponnes zwar wirklich sehr schön, aber viel Zeit für uns beide allein hatten mein Mann und ich dabei nicht abzwacken können. Deshalb ist solch ein Paar-Wochenende mal ganz dringend nötig für unseren Eheseelenfrieden. Ich sperre die Helikoptermutter erfolgreich in die mentale Abstellkammer und löschen die Festplatte der letzten drei Stunden und schalte auf Neustart.

auf dem weg in die documentastadt Kassel

On the way to Kassel

Kaum haben wir das ICC hinter uns gelassen, verbessert sich meine Stimmung schon. Die Autobahn A2 zeigt sich von ihrer guten Seite und beschert uns obendrein noch einen ansehnlichen Sonnenuntergang. Wir haben endlich Zeit, in Ruhe und ohne Unterbrechung miteinander zu reden und freuen uns auf die gemeinsame Zeit. Abends bleibt uns noch Zeit, um im Hotel zu essen, uns zu entspannen und uns auf die weitere gemeinsame Zeit zu freuen.

Penta Hotel in Kassel

Morning has broken ohne Kinder

Herrlich! Die freundliche hessische Morgensonne scheint durch die hellen Vorhänge auf unser großes bequemes Hotelbett. Mein innerer Wecker weckt mich um 7 Uhr. Ich drehe mich noch einmal um und schlafe noch weitere 90 Minuten. Die Sonne scheint um 8.30 Uhr immer noch.
Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal „so lange“ geschlafen haben.

Im proppevollen Frühstücksraum herrscht ein fremdsprachliches Gewusel und der Wettkampf um die hart gekochten Eier und das Birchermüsli ist schon im vollen Gange. Die documenta scheint wirklich Leute jeden Alters aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten anzusprechen. Nur die Leute mit an den Rucksack geschnallten Klapphockern irritieren mich.Oh weia, sind die Besucherschlangen wirklich so lang?

documenta Start

Nachdem guten Frühstück fahren wir in die Kasseler Innenstadt und reihen uns mit unseren Tickets in die Schlange vor dem Fridericianum ein. Wir müssen etwa 30 bis 40 Minuten warten erklären uns die Schlangen-Betreuer, die uns bitten unseren Rucksack an der Garderobe im Container abzugeben. Na gut. Die Moma Schlange vor der neuen Nationalgalerie in Berlin war länger.

documenta 14, Das Parthenon der Bücher, Marta Minujín

Das Parthenon der Bücher

Während einer von uns wartet, begeht der andere derweil das „Parthenon der Bücher“. Die argentinische Künstlerin Marta Minujin hat einen 31 x 70 Meter großen Kunsttempel aus Zehntausenden von irgendwo auf der Welt einmal verbotenen Büchern auf dem Friedrichplatz errichtet. Damit möchte die Künsterlin auf genau dem Platz, auf dem die Nazis einst Bücher verbrannten, ein Zeichen gegen Zensur und die Verfolgung von Schriftstellern in aller Welt setzen. Außerdem ist der Tempel genauso groß wie das antike Parthenon in Athen, wo die documenta ebenfalls bis vor einiger Zeit mit großem Erfolg stattfand. Während wir uns fragen, wo und warum welches Buch verboten wurde, wird an dem Parthenon derweil noch herum gewerkelt. Anscheinend sind bis dato nicht ausreichend Bücher zusammen gekommen.

Wir beneiden die Eltern nicht, die mit kleinen Kindern umher schlawenzeln, um die Wartezeit zu verkürzen. Statt den Nachwuchs davon abhalten zu müssen, die vakuumverpackten Bücher aus den hohen Säulen zu popeln oder gar auf den Tempel hinauf zu klettern, lassen wir die einmalige Atmosphäre dieses monumentalen Werks auf uns wirken.

documenta 14, Fridericianum

Fridericianum

„Being safe is scary“. Die neue Inschrift am Portikus des ersten öffentlichen Museumsgebäudes auf dem europäischen Kontinent treibt mich beim Warten um. Ist und war denn jemals etwas sicher im Leben, frage ich mich? Wenn überhaupt, dann die Liebe, aber ansonsten? Das temporäre Statement ist ein documenta-Beitrag der 1970 in Ankara geborenen Künstlerin Banu Cennetoglu, die sich auch auf das Parthenon der Bücher bezieht. Außerdem spielt es auf eine türkische Journalistin an, die im Untergrundkampf ihr Leben ließ, verrät uns das schlaue World Wide Web.

Im Fridericianum erwarten uns Kunstwerke aus der Sammlung des Museums für zeitgenössische Kunst aus Athen, das aus Geldmangel nie eröffnet wurde. Generell fühlen wir uns hier mit vielem Gezeigten allein gelassen. Hintergrundinformationen über die Künstler oder Interpretationshilfen zu den Werken gibt es allerdings aus Absicht nicht. Auch die Website der documenta ist uns keine große Hilfe. „Die große Lektion hier ist, dass es keine Lektion gibt“, machte der künstlerische Leiter Szymczyk bei der Pressekonferenz klar. Alright, ist auch eine Art sich Arbeit vom Hals zu halten. Dann basteln wir unsere Interpretationen eben selbst. Aber an einigen Werken gehen wir vielleicht rascher vorbei, als wenn wir darüber etwas gewusst hätten. Ab und zu lausche ich einer Guidin, um doch noch Licht in mein Kunstdunkel zu bringen oder google selbst nach Erklärungen.

Ein dunkles tosendes Meer, in dem ich nicht gerne baden würde, hängt an der Wand. Aber aufhängen würde ich mir das große Gemälde ganz gerne. Ein mit „Acropolis Redux (The Director’s Cut)“ betiteltes Werk, das aus Nato Stacheldraht besteht und von dem südafrikanischen Künstler Kendell Geers in verschiedenen Varianten fein säuberlich in hohen Regalen gereiht steht, bedrückt mich.

Ein stets ab 10 Uhr rauchender Zwehrenturm des Fridericianum, der Touristen dazu verleitet die Feuerwehr zu rufen, findet unsere Begeisterung. Natürlich ist die Irritation von dem aus Bukarest stammenden Künstler Daniel Knorr beabsichtigt, verrät uns die Onlineversion einer Tageszeitung. Die Kunstinstallation „Expiration Movement“ wird nämlich von fünf Rauchmaschinen betrieben und soll unter anderem die an die Pabstwahl erinnern.

Zersplitterte einst mit Länderfahnen bedruckte Glasplatten liegen bunt zerstreut in dem Turm. Das Video „I, Soldier“ von Köken Ergun zeigt eine gruselige türkische Militärparade. Das pathetische Gedicht eines Kommandeurs in Abfolge mit dem versteinerten Gesicht eines jungen Soldaten verursacht bei mir eine ungute Gänsehaut. Und dazwischen immer wieder die aufmunternd bunten auf dem Boden verstreut liegenden koreanischen Kleiderbündel. Sie verleiten uns darauf Platz zu nehmen, wären da nicht die Klebebänder auf dem Boden, die uns diskret davon abhalten.

Ausruhen können wir im „Parlament der Körper“. Geometrische Formen im Military Look darauf warten von uns besetzt zu werden. Aus den Formen kann man bestimmt interessante Sachen bauen. Aber dafür müsste ich die müden Besucher von ihren Sitzgelegenheiten schubsen.

documenta 14, Hiwa K.

documenta Halle

Wenige Meter weiter wartet eine weitere Überraschung auf uns. Vor der documenta Halle hat der irakische Künstler Hiwa K. 20 Kanalisationsröhren neben- und übereinander gestapelt und jede davon wie ein Zimmer eingerichtet. Unten ist eine mit Seifen und Bürsten ausgestattete Baderöhre. In einer anderen kann geschlafen werden. Im der nächsten ist eine Küche. Es sieht alles ganz gemütlich und optimal eingerichtet aus. Obwohl das Werk darauf anspielen soll, das Flüchtlinge zeitweise sich in Kanalisationsröhren verstecken müssen, erinnern sie mich eher an die beengte Wohnsituation in Japan von der ich kürzlich im Magazin las.

documenta 14, Orangeriere, Zwehrenturn "Expiration Movement"

Menschentrauben sammeln sich vor einem Instrument in der lang gestreckten documenta Halle, das Guillermo Galindo aus gestrandeten Schiffwrackteilen zusammen gebaut hat. Hinter mehreren meterlangen von der Decke baumelnden roten verlorenen Stoffseilen hängt als horizontaler Gegensatz eine Stickerei auf Leinen an der Wand. Hier erzählt die Künsterlin Britta Marakatt-Labba, wie das Lapplandvolk der Sámi das christliche Konzept der Seelenwanderung in naturreligiöse Vorstellungen übertragen und wie sehr die Generation ihrer Großeltern aus spirituellen Gründen unter der Schädelentnahme von Leichen litt, welcher in den Dreißigerjahren zu Forschungszwecken praktiziert wurde (verrät mir natürlich das Internet und keine Beschilderung vor Ort, denn die darf es ja nicht geben, wäre ja eine Lektion).

Sintfluterlebnis vor der Orangerie

Nach dem Besuch der Documenta Halle laufen wir den grünen Hang zum Stadtspark Karlsaue hinab und dann direkt zur Orangerie. Im Westpavillon erwartet uns die Videoarbeit von Romuald Karmakar. „Byzantion“ zeigt griechisch und slawisch singende Mönche. Der spirituelle Gesang in dem dunklen Raum beruhigt ungemein. Passend dazu erscheinen an der Außenfassade der Orangerie Kommentartexte, die sich kritisch mit der europäischen Geschichte befassen.

Kaum haben wir auf der Terrasse der Orangerie einen Tisch ergattert, fängt es zuerst vorsichtig und dann immer heftiger an zu regnen. Wir retten uns unter das Segeltuch und setzen uns zu ein paar Damen und einem Herrn dazu. Andere Passanten und documenta-Gäste flüchten sich auf der Karlswiese unter die „Mill of Blood“, eine voll funktionstüchtige Rekonstruktion einer Münzprägemaschine von Antonio Vega Macotela.

Während wir mit den Herrschaften am Tisch ins Gespräch kommen, bilden sich an den Rändern des Sonnensegels bedrohliche Seen. Die Kellner laufen flink von einer Seite zur anderen, um das Wasser von oben abfließen zu lassen bevor der Stoff reißt. Literweise klatscht das Regenwasser auf die Pflastersteine hinab während die Gäste versuchen keine Dusche abzubekommen. An die Bestellung von Speis und Trank ist jetzt nicht mehr zu denken. Die 35.000 teuren Sonnensegel des Cafés müssen gerettet werden. Die Gäste kreischen auf, sobald eine Wasserflut von oben droht. Letztendlich werden die armen Kellner alle pitschnass.

documenta 14, Ottoneum, "Green Place" und "One day of Magnolia", Nomin Bold

Ottoneum

Als die dunkelgrauen Wolken langsam weiter ziehen gehen wir ins Ottoneum. In dem Naturkundemuseum gibt es ein zwei große Mandala ähnelnden Gemälde, die mir sehr gut gefallen. „Green Place“ und „One day of Magnolia“, allein schon die Bildtitel klingen verheißungsvoll. Die 1982 geborene mongolische Künstlerin Nomin Bold verknüpft geschickt hier die mongolische Thangka-Malerei mit dem städtischen Leben der mongolischen Hauptstadt Ulangbator, so die Erlärung einer Website.

documenta 14, Grimmwelt Kassel

Traurig im und auf dem schönem Grimmwelt

Die Sonne strahlt wieder. Und wir blicken von der Muschelkalk Dachterrasse der schönen auf den Weinberg gelegenen Grimmwelt hinab auf Kassel. Nur wenige Meter von hier wuchsen meine Mutter und mein Onkel auf. Nun wohnt eine junge Familie in dem Haus, das mein Großvater bauen ließ. Ich habe mich getraut an der Tür zu klingeln und bin ins Haus hinein gelassen worden. Es hat sich außen wie innen kaum verändert seitdem ich vor fast 30 Jahren das letzte Mal dort war. Die neuen Eigentümer haben von den älteren Nachbarn bereits von meinen vor langer Zeit verstorbenen Großeltern gehört. Das ist ein sehr seltsames Gefühl. Obwohl mein Großvater keine unbekannte Person in der Stadt war, gibt es bestimmt nur sehr wenige Menschen, die sich noch an ihn erinnern, weil sie schlicht und einfach unter der Erde liegen.

Na toll, nun habe ich einen Kloß im Hals, den selbst mein Mann, die wärmende Sonne und das alkoholfreie Weizen aus dem blumigen Biergarten nicht lösen können. Niemand aus diesem einst hier lebenden Teil meiner Familie ist noch am Leben. Die Ausstellung über die Kinderbuchautorin Tom Seidmann-Freud, geborene Marta Gertrud Freud, die sich einen Männernamen zulegte und Männerkleidung trug, weil sie sich damit mehr Erfolg versprach (vielleicht sollte ich das mal ausprobieren und somit 20% mehr und damit so viel wie ein Mann verdienen?) und Nichte von Sigmund Freud, die im Grimmzentrum gerade gezeigt wird, stimmt mich noch trauriger. Sie und ihr Mann nahmen sich während der Wirtschaftskrise 1929 aus Verzweiflung das Leben nahmen und ließen ihre kleine Tochter zurück. Nun überkommt mich die Sehnsucht nach unseren Töchtern.

documenta 14, Kulturbahnhof, Man walking to the Sky

Das beste zum Schluss: ein ehemaliger unterirdischer Bahnhof

Wir machen die Biege zum nahe gelegenen Hessischen Landesmuseum, dessen Wappensaal von einem Wasserfall in Form einer langen, breiten, blauen Polyethylen-Plane (das Werk heißt Kiko Moana) des neuseeländischen Küntlerinnengruppe Mata Aho Collective geschmückt wird. Wir schlendern bald wieder hinaus.

Draußen vor dem Museum hat nicht etwa Christo die Torwache mit Jutesäcken aus Ghana verhüllt. Nein, es war der Künstler Ibrahim Mahama, der das Bauwerk unter einem riesigen dreckigen Flickenteppich versteckt. Why? Das Werk soll auf die Bedeutung des globalen Handels über individuelle Erzählungen von Besitz und Enteignung bis hin zu Stories über Migration anspielen.

Unsere letzte documenta-Station ist ein ehemaliger unterirdischer Bahnhof, der nun als Kulturbahnhof fungiert. Direkt auf dem Vorplatz des Kasseler Hauptbahnhofs betreten wir einen rostroten Container. Während die Skulptur des US-amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky „Man walk into the sky“ gen Himmel strebt, steigen wir in die entgegen gesetzte Richtung eine steile Treppe hinab. Knirsch, knirsch. Wir laufen über den Schotter zwischen den Gleisen. Die bedrückende 20 minütige digitale Videoinstallation „Gulf War TV War“ von Michel Auder ertragen wir nur, weil wir anschließend Licht am Ende des Tunnels sehen. Der Bahnhof ist nämlich offen. Auf den Gleisen balanzierend gehen wir hinaus ins Grüne.

documenta 14, Hessisches Landesmuseum, Kiko Moana, Mata Aho Collective,Torwache, Ibrahim Mahama

Obwohl die Neue neue Galerie ein Höhepunkt der documenta sein soll, haben wir nach dem unterirdischen Bahnhof unseren persönlichen Höhepunkt bereits überschritten. Pappsatt von all den Kunsteindrücken lassen wir unseren Abend im Fitnessraum, in der Sauna und beim anschließenden Abendessen im Hotel ausklingen.

Am Morgen pusten wir unseren Kopf mit einer Portion Sauerstoff im idyllischen Bergpark Wilhelmshöhe rund um das Schloss und den Herkules wieder frei, bevor wir entspannt und erneut ohne Stau heim zu unseren Kindern fahren. Obwohl die documenta es uns nicht einfach gemacht hat, die ausgestellten Werke in ihrem Kontext zu verstehen, fühlen wir uns ein gutes Stück reicher (an einigen Antworten sowie vielen neuen Fragen) und erfrischt. Und mein Kloß im Hals? Der hatte sich am Vorabend bereits aufgelöst.

Eva

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