Jun 172017
 

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Für kleine Abenteurer: WWF Kinder- und Jugendcamps

Meine Tochter und ich fahren mit dem Fahrrad durch den Wald, um einige Erledigungen in der nahegelegen Einkaufsstraße zu machen. Wir radeln ganz entspannt und unterhalten uns dabei über die bevorstehenden Sommer- und Herbstferien. Wir werden im Sommer nicht die gesamten sechs Schulferienwochen gemeinsam verreisen, erzähle ich ihr. Natürlich hat der Hort geöffnet, doch meine Tochter würde lieber wegfahren und die meiste Zeit draußen verbringen, verrät sie mir. Schon ein paar Mal hat sie ihre alte Waldkita erwähnt und möchte sie gerne wieder einmal als so genanntes Gastkind für einen ganzen Tag besuchen.

Die Vögel zwitschern, das dichte grüne Laub raschelt hoch über unseren Köpfen. Wir kommen zuerst beim Imker und biegen dann zum Damwild- und Wildschweingehege ein. Hier machen wir traditionsgemäß gerne einen Zwischenstopp und zählen nach, ob noch alle Frischlinge da sind und begutachten, inwieweit sie gewachsen sind. Zum Glück sind sie vollzählig. Sie tollen zwischen den Bäumen umher, stupsen sich an, messen ihre Kräfte und durchforsten mit ihren kleinen Rüsselnasen den Waldboden nach nussigen Leckereien. Ihre blonden Rückenstreifen sind noch zu erkennen. Doch bald werden sie fast genauso groß und kräftig laut grunzend durch das Gehege laufen wie ihre Eltern. Bis sie dann mit fünf Jahren ausgewachsen sind. Meine Tochter möchte weiter zum Damwild. Neugierig betrachtet sich das noch ganz weich aussehende kurze Geweih der Hirsche, die auch gleich ganz zutraulich zum Zaun gelaufen kommen. Während mein Kind sich mit den Tieren beschäftigt, denke ich über ihren Wunsch nach einem Urlaub in der Natur nach. So gerne mein Mann und ich mit unseren beiden Kindern die gesamten Schulferien verreisen würden, so ist es uns aus beruflichen Gründen leider nicht möglich so lange wegzubleiben. Also was für Alternativen gibt es?

Wenige Tage später unterhalte ich mich mit einer anderen Mutter über das Thema Ferien und unsere diesjährigen Reiseziele. Irgendwann kommen wir auf das Thema Ferienlager und welchen Spaß wir beide dort als Kinder und Jugendliche hatten. Es dauert nicht lange bis wir gemeinsam laut darüber nachdenken, ob ein Ferienlager beziehungsweise Feriencamp nicht auch etwas für unsere Töchter sein könnte. Zuhause lässt mich dieser Gedanke nicht los. Ich fange an im Internet nach Jugendfreizeit zu recherchieren. Dabei stoße ich natürlich auf eine Flut an Angeboten. Angefangen bei ambitionierten Sprachcamps und klassischen Reiterferien bis hin zu Theater-Workshops gibt es alle möglichen Schwerpunkte. Doch davon spricht mich nichts wirklich an. Ich füge die Suchbegriffe „Tiere“ und „Wald“ hinzu. Nun komme ich der Sache schon näher.

Die Website vom WWF Deutschland spricht mich dabei am meisten an. Hier gibt es sowohl Camps für Kinder im Alter von 7 bis 13 als auch für Teenager und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 17 beziehungsweise 21 Jahren. Die Camps für die jüngeren Kinder heißen WWF YOUNG PANDA Camps und sind über ganz Deutschland verteilt. Die Angebote sind auf sieben Übernachtungen angelegt. Auf acht Kids kommt übrigens ein Betreuer, was ich einen guten Schnitt finde. Die Campwoche kostet über alle Angebote hinweg 355 Euro. In diesem Preis ist alles außer Taschengeld, Reiserücktritts- und Unfallversicherung (und manchmal auch die Bettwäsche) enthalten. Die An- und Abreise ist selbst zu organisieren. Da die Standorte übers gesamte Bundesgebiet verteilt sind, ist das aber kein Problem. Die Camps haben alle einen anderen Schwerpunkt. Ein Camp liest sich spannender als das andere. Ich stelle mir das sehr schön vor! Am liebsten würde ich gleich für mich mit buchen. A prospros. Wem würde ich dort mein Kind anvertrauen? Die Website vom WWF verrät es mir. Die verschiedenen Camp-Leiterinnen und Leiter werden namentlich sowie mit Foto vorgestellt. Von der Biologin über die Diplom-Soziologin und Gestalttherapeutin bis hin zum Sozialpädagogen und Outdoor-Trainer reicht die Bandbreite ihrer Ausbildungen. Klingt schon mal vielversprechend. In einem persönlichen Text verraten sie mir noch, was ihre Leidenschaft für die Natur entfacht hat und was ihnen in einer Gruppe besonders wichtig ist. Wow, so viel Informationen über die Ferienlagerleiter, die mich damals als Jugendliche betreuten, haben meine Eltern bestimmt nicht gehabt.

Für kleine Abenteurer: WWF Kinder- und Jugendcamps

Das an der Vorpommerschen Boddenküste bei Stralsund gelegene Camp 27 mit dem Thema „Brutzeln was beim Bauern wächst“ gefällt mir sofort sehr gut. Für die Sommerferien gibt es noch freie Plätze. Insgesamt müssen mindestens 12 und maximal 24 Kinder teilnehmen. Auf dem weitläufigen Bio-Bauernhofgelände gibt es zum Beispiel einen Ziegenbock, Schafe, Enten, Hühner, Ponys und Katzen sowie auch nicht tierische Angebote in Form von einer Kletterstrecke, einem Basketballplatz, mehreren Tischtennisplatten, einem Bolzplatz, einem Indianer-Tipi und einer Feuerstelle für abendliches Lagerfeuer und Stockbrot backen. Das passt prima, weil sie davon auch einige Aktivitäten aus der Waldkita kennt. Außerdem wird gemeinsam viel gebacken und frisch gekocht. Ein Floss kann auch gebaut werden. Bademöglichkeiten gibt es selbstverständlich auch. Die Unterkunft befindet sich in einem Gutshaus.

Für kleine Abenteurer: WWF Kinder- und Jugendcamps

„Von den wilden Tieren lernen“. Der Titel springt mich an. Das Camp 22 ist in Baden-Württemberg und damit etwas weiter von Berlin entfernt als die beiden vorigen. Aber es liegt sehr schön im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Von der Region hat eine Bekannte von mir geschwärmt. In den Löwensteiner Bergen lernen die Kids innerhalb der sieben Sommerferientage allerhand Überlebenstricks für die freie Natur. Es werden Hütten im Wald gebaut und Feuer gemacht. Außerdem zeigen die Campleiter, wie und wo sie Essbares im Wald finden. Außerdem können die Kinder in einem Hochseilgarten klettern und besuchen eine Greifvogelanlage. Als wenn das noch nicht genug wäre, werden außerdem zum Beispiel Waldtheater und Yoga geboten.

Ich schaue mich weiter auf der Website um. Das Camp 33, das zwischen der Lüneburger Heide und Südheide liegt, macht mich neugierig. Hier wird es richtig wild. Das verrät mir das spannend klingende Campthema „Wo die wilden Wölfe leben“. Das erinnere mich gleich an einen sehr unterhaltsamen Vortrag über Wölfe, den meine Kinder und ich vor wenigen Monaten lauschen durften. Meine Tochter war ganz fasziniert von den klugen Tieren, die bei weitem nicht so furchterregend sind wie ihre Artgenossen in den Märchen. Neben Spurenlesen mit einem Wolf-Experten werden Bogenschießen, Feuerkurs und Pflanzenkunde geboten. Die Unterkunft befindet sich in einem Waldpädagogikzentrum. Das Camp bietet vom 8. bis 14. Oktober 2017 noch freie Plätze. Doch leider wird daraus für meine Tochter nichts. Die Berliner Herbstferien sind erst in der zweiten Oktoberhälfte. Schade! Vielleicht haben wir Glück und das Camp findet in den Berliner Herbstferien 2018 statt.

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 Posted by at 11:48

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