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Unser Wochenentip: Kanutour in der Ruppiner Schweiz

Hallo liebe Outdoor-Freunde! Ich habe etwas verheimlicht und zwar waren mein Mann, unsere Kinder und ich vor den Sommerferien gemeinsam mit drei befreundeten Familien bereits vorvereist. Bei uns hat sich mittlerweile die Tradition entwickelt einmal pro Jahr eine Kanutour zusammen mit unseren Kids zu unternehmen. Meist hat unser Kurztrip im Spätsommer stattgefunden.
In diesem Jahr haben wir unser Fernweh nicht mehr ausgehalten und haben bereits vor dem großen Sommerurlaub ein Wochenende im Naturschutzgebiet Ruppiner Schweiz verbracht. Dieser Landstrich gehört zu den schönsten die ich kenne und eignet sich sowohl im Frühling als auch im Sommer oder Herbst für einen Ausflug oder Urlaub.

In der Ruppiner Schweiz gib es neben dem wunderbaren Waldgebiet (das als Wandergebiet sehr beliebt ist) eine Seenkette, die durch den Havelnebenfluss namens Rhin wie eine Perlenkette miteinander verbunden ist. Eine solche Seenkette ist ideal wie sonstwas zum Kanu- oder Kajalfahren, da ein glasklarer See nach dem anderen kommt. Man kann also bei guter Kondition einen See nach dem anderen abklappern. Wir haben uns für unser Wochenende den Zermützelsee und den Tornowsee ausgesucht.

Der Zermützelsee liegt neun Kilometer nördlich von Neuruppin (eine Sehenswerte Stadt in dessen Therme wir im Januar waren, siehe Beitrag: Unser Wellness-Wochenende) entfernt. Nördlich darüber reiht sich der Tornowsee. Auch vom Wasser aus ist die umgebende Landschaft einfach wunderbar anzusehen. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere liebe Freundin S., die Tour vorgeschlagen hatte. Sehr schade nur, dass sie selbst am dem Wochenende nicht dabei sein konnte.

Zwar haben wir in dem Anglerparadies von See weder Aale, noch Hechte oder Zander, Welse, Barsche, Karpfen, Schleien und Weißfische geangelt oder sie gesehen, obwohl diese Fischarten im 1,2 km2 großen Zermützelsee zuhause sind Aber dafür haben wir jede Menge Wasservögel und Seerosen entdeckt. Zwischendurch fühlten wir uns wie in einem Mangrovenwald, der mich mehr an Südostasien als an Nordbrandenburg erinnerte. Davon später mehr.

Campingplatz Stendenitz

Unser Camp, bestehend aus mehreren Zelten, mehreren Campingtischen und einem Wohnmobil, richteten wir gegen Mittagszeit auf einer 4-Sterne-Campingplatzanlage direkt am Ufer des Zermützelsees ein. Auf der anderen Seite des Platzes liegt ein hügeliges Buchenwaldgebiet, wie es so typisch für die Ruppiner Schweiz ist. Hinter der Einfahrt auf den Campingplatz befindet in sich übrigens das urige Waldmuseum Stendenitz.
Neben der tollen Lage an dem ausgezeichneten Badegewässer haben uns der Naturbadestrand, das freundliche Personal und die modernen Sanitäranlagen besonders gut an dem Platz gefallen. Vom Strand aus konnten wir praktischerweise unsere Kanus und Stand up Boards zu Wasser lassen. Da wir keines auf unser Wohnmobildach packen konnten, liehen wir uns vor Ort eines aus.
Der Campingplatz gehört zu CUR Camping, einer Gruppe von insgesamt drei Plätzen in dieser Umgebung. Wer also in Stendenitz keinen Platz mehr bekommt, findet eventuell auf einem der beiden anderen Plätze, am Rottstielfließ oder am Großen Rehwinkel, noch etwas. Da wir insgesamt vier Familien waren, hatten wir im Vorhinein ausreichend Platz für uns reserviert.

Unsere Kanutour über den Zermützelsee und Tornowsee zur Boltenmühle

Dschungelfeeling am Rottstielfließ

Vollständigerweise müsste die Überschrift „Unsere Kanu- und Stand up Board Tour“ heißen, da wir fast her genauso viele Boards wie Kanus aufs Wasser ließen. Einige der Kids, unsere inklusive, hatten mehr Spaß auf ihren Boards und paddelten oder ließen sich von den Kanus ziehen. Für den Hin- und Rückweg benötigten wir jeweils etwa 1,5 Stunden. Obwohl der Zermützelsee für Sportboote befahrbar ist haben wir während der gesamten Zeit nicht ein einziges Motorboot gesehen oder gehört. Es waren auch kaum andere Kanus auf dem Wasser unterwegs.

In nordwestliche Richtung verließen wir den Zermützelsee über den Rottstielfließ. Dieser schmale Stichkanal empfing uns gleich zu Amfang mit einem romantischen Schilf- und Seerosenteppich der als Stopover für zahlreiche Insekten diente. Danach entwickelte sich das Ufer immer mehr zu einem Mangrovenartigen Gebiet, denn wir konnten die Wurzeln der dicht am Wasser hinaufgewachsenem Bäume sehen.

Nach dem wir eine kleine Brücke unterquerten, erreichten wir den 2,18 Kilometer langen (oder kurzen, je nachdem) Tornowsee. Dieser See ist größer und mit zwölf Metern auch tiefer als der Zermützelsee. Sogar eine Miniinsel hat auf ihm Platz. Während wir über den See paddelten, fing es im Himmel an zu grummeln. Zuerst dachten wir, dass es unsere hungrigen Mägen wären. Aber mit der Zeit verdunkelten sich ein paar Wolken, weshalb wir mehr Gas haben um vor einem vermeintlichen Gewitter an Land zu kommen anstatt mitten auf dem See einen lebendigen Blitzableiter abzugeben.
Unsere Tour erreichte seinen Wendepunkt am nördlichen Ende des Tornowsees, wo sich mit der Boltenmühle eine hübsche Einkehrmöglichkeit für uns anbot: https://www.boltenmuehle.de/hotel

An der Boltenmühle in Gühlen Glienicke, von der bereits Promis wie Theodor Fontane oder Friedrich der Große literarisch schwärmten, befindet sich wirklich noch ein Mühlrad nach dem sich das Hotel benannt hat. Hotel und Gaststätte waren ursprünglich eine Schneidemühle. 1718 errichtet, diente sie dem Zerteilen von Baumstämmen und zum Mahlen von Korn. Das noch vorhandene Mühlrad wird vom wild-romantischen Binenbach angetrieben. Die Liste der ehemaligen Eigentümer der Mühle ist wirklich lang und die verschiedenen Nutzungen über die Jahrhunderte sehr abwechslungsreich. Hier gibt es die Chronik der Boltenmühle zum Nachlesen: https://www.guehlen-glienicke.de/boltenmuehlechronik.html
Ganz nebenbei erwähnt gibt es ich eine alte Hexengeschichte von der Boltenmühle. Aber davon zu erzählen, würde hier zu weit führen. Wer sich dafür interessiert, kann die Legende hier nachlesen: http://www.stadtspaziergaenge.de/2007/neur_hexe_boltenmuehle.php

Gleich nach dem Anlegen öffnete sich uns ein weitläufiger idyllisch angelegter Garten mit einem Gatter für Esel und andere Tiere sowie ein Restaurant mit angeschlossenem Bio-Gemüse-, Beeren- und Kräutergarten. Dahinter liegt leicht erhöht ein Biergarten von dem man über die gesamte Schönheit blicken und bei bodenständig märkischer Küche einfach nur genießen kann.
Wir fanden natürlich, dass wir uns hier eine ausgiebige Pause verdient haben. Obendrein reservierten wir bevor wir uns wieder auf den wasserreichen Rückweg machten, für den selbigen Abend eine lange Tafel im Restaurant, weil es uns so gut dort gefiel. Das dies eine weise Entscheidung war, bemerkten wir erst später. Denn gegen 20 Uhr, als wir im Restaurant durchs Panoramafenster hinaus blickten, wurden wir Zeuge eines ordentlichen Wolkenbruchs. Glücklicherweise waren wir abends mit dem Auto gekommen.

Wer Lust auf Wasserwandern bekommen hat und sich auf den Weg in die Ruppiner Schweiz machen möchte, findet in diesem Buch viele nützliche Infos.

Frühlingstipp für persönliche Ostergrußkarten

Frühlingsvorfreude

Bereits mehr als 50 Tage! So Zeit ist vergangen seitdem die Sonne jeden Morgen ein paar Sekunden früher auf- und am Abend später wieder untergeht. Es geschieht nur schleichend, aber eines Tages bemerken wir, sobald wir uns morgens auf den Weg zur Arbeit machen, dass es endlich nicht mehr so düster ist und dass es noch hell ist, wenn wir nach der Arbeit nach Hause kommen. Auch wenn wir Norderdhalbkugelbewohnner*innen bis zum meteorologische Frühlingsanfang am 1. März und bis zum kalendarischen Frühlingsbeginn sogar noch bis zum 20. März warten müssen, tauchen in den Bekleidungsgeschäften schon wieder frische und fröhlichere Farben auf. In den Pflanzenmärkten und Blumengeschäften türmen sich Blumenzwiebeln und farbenfrohe Blütenpflanzen und in den Supermärkten ziehen die Schokoladenhasen ein. Diese alljährliche Erkenntnis freut mich jedes Mal wieder. Denn dies ist das untrügliche Zeichen dafür, dass sich der Frühling bald blicken lässt und die letzten Spuren des trüben Winters vertreibt und wir uns wieder auf sonnigere Tage und wärmere Temperaturen freuen dürfen. Besonders nach zwei pandemischen Jahren wirkt der Ausblick auf den Frühling als Motivationsfaktor, um weiter durchzuhalten!

Andere Länder andere Sitten

Wenn du geglaubt hast, dass im Frühjahr einfach nur Ostereier versteckt werden und das war’s, hast du dich getäuscht. Zumindest was andere Erdteile betrifft. Der Frühlingsanfang wird fast überall auf der Welt auf ganz unterschiedliche Art und Weise gefeiert. In manchen Ländern gibt es Festtage, anderswo finden Umzüge oder ein Festessen statt. Allein in Europa wird in jedem Land anders gefeiert. In Finnland und Tschechien geht es sogar etwas brutal zu. Hier schlägt man sich mit einem Birkenstock gegenseitig auf den Rücken, weil der Stock den Palmwedel symbolisiert mit dem Jesus Christus beim Einzug nach Jerusalem empfangen wurde. In Polen bespritzt man sich gegenseitig mit Wasser, was etwas an das nordthailändische Fest erinnert, auf das ich gleich zu sprechen komme. In Bulgarien werden rohe Eier gegen Mauern oder auch auf Familienmitglieder geworfen. In Großbritannien schreiben Kinder ihren Namen auf ein rohes Ei und legen es in ein Sieb. Danach wird das Sieb so lange geschüttelt bis nur noch ein Ei übrig bleibt. Dem Kind, dem dieses Ei gehört, dem wird das Glück treu sein. Wer mehr über Osterbrauchtümer erfahren möchte, kann hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ostern

Zuerst stelle ich dir hier die schönsten Frühlingstraditionen aus aller Welt vor und vielleicht inspiriert dich ja die ein oder andere exotische Tradition so sehr, dass du sie in eure Osterfestlichkeiten testweise integrieren möchtest? Wenn du es lieber klassisch magst, findest du im Anschluss auch andere schöne „normale“ Ideen fürs Osterfest und wie du anderen im Frühjahr eine Freude bereiten kannst.

Die acht schönsten Frühlingstraditionen der Welt

Es gibt natürlich viel mehr als diese acht hier vorgestellten Frühlingsfeste, diese können nur eine Auswahl darstellen.

Songkran Water Festival in Thailand

Songkran bedeutet so viel wie „astrologischer Übergang“ und wird deshalb kurz nach der Tagundnachtgleiche im Frühjahr wie ein Neujahrstag begangen. Bis zu sechs Tage lang bespritzen sich die Menschen aus Wasserpistolen, Schläuchen und Eimern mit dem frischen Nass. Wer schon mal im Norden Thailands, in Chiang Mai war, hat evtl. bereits schon einmal an dieser feucht-fröhlichen Tradition teilgenommen. Zum Glück ist es in Nordthailand warm genug, so dass sich beim feiern niemand eine Erkältung einfangen kann.

Holi-Fest in Nordindien

Dieses Fest ist sicherlich eines der buntesten und wildesten aller Feste und findet für einen Tag und eine Nacht in Nordindien statt, um den Winter zu verabschieden. Um die Farbenvielfalt des Frühlings zu ehren und sich auf die hinduistische Mythologie zu berufen, bewerfen sich die Menschen gegenseitig mit Farbpulver in kräftigen Farben. Eine wirklich fantastische Farbexplosion verbunden mit viel Lebensfreude!

Nowruz in Zentralasien

Wenn die Tagundnachtgleiche mit dem ersten Tag des iranischen Kalenders zusammenfällt, was meistens um den 21. März passiert, geht in Zentralasien die Post ab. Sobald die Bewohner*innen ihre Zuhause frisch geputzt haben, feiern sie für mehrere Tage bis sie am 13. Tag des neuen Jahres alle ihre Häuser verlassen und sich auf öffentlichen Plätzen der Städte mit Freunden und Familienmitgliedern zu Musik, Tanz und gutem Essen treffen.

White House Easter Egg Roll in USA

An die Eier, fertig los! Wir springen auf einen anderen Kontinent. Am Ostermontag versammeln sich lauter Kinder auf dem grünen Rasen des extra für diesen Anlass geschmückten Weißen Hauses in Washington D.C. und rollen mit einem Holzlöffel Ostereier um die Wette. Natürlich locken hier Süßigkeiten für alle Teilnehmer*innen und der US-Präsident und seine Familie wohnen mit anderen Gästen dem Spektakel bei.

Cooper’s Hill Cheese-Rolling and Wake in Gloucester, England

Wer keine Angst vor Blessuren oder gar Knochenbrüchen hat, für den dürfte dieses etwas brachiale 200 jährige Tradition genau das richtige sein. Zuerst wird ein Käserad einen steilen Hügel hinab geworfen und kurze Zeit später werfen sich die Wettbewerbsteilnehmer*innen hinterher. Wer es bis zur Ziellinie am Fuß des Hügels geschafft hat, hat gewonnen.

Cimburijada in Bosnien

Komplett ungefährlich ist diese harmonische bosnische Tradition bei der sich die Menschen in der Morgendämmerung am Fluss Bossa treffen, wo sie eine große Menge Rühreier zubereiten und mit Freunden, der Familie und Besuchern teilen. Dazu gibt es Musik und Trank.

Tagundnachtgleiche in Teotihuacán in Mexiko

Wenn du zufällig zur Tagundnachtgleiche am 20. oder 21. März in Mexiko-Stadt bist, solltest du dich weiß kleiden und dich 30 Kilometer in nordöstliche Richtung zur Teotihuacán Pyramide begeben, dort die etwa 360 Stufen bis zur Pyramidenspitze hinauf steigen und dort angekommen die Arme gen Himmel strecken, um den Energieportalen näher zu kommen.

Florida in Australien

Ein sehr blumiges Frühlingsfest feiern die Australierinnen seit 1988, als anlässlich der 200-Jahr-Feier Australiens eine Blumenschau stattfand, die den Einwohnerinnen so gut gefallen hat, dass sie seitdem jedes Jahr für einen Monat an die eine Million bunte Blumen bei Musik und Gartenbaukunst feiern.

Dich faszinierten diese Frühlungsfeste und du möchtest mehr darüber erfahren? Dann findest du hier weitere Infos.

Osterhase, Osterfuchs, Osterhahn oder Osterstorch?

Ehrlich gesagt, begleitet mich die Frage „Was hat der Osterhase mit den Ostereiern zu tun?“ seitdem ich Kinder habe, denn meine Kids scheinen meine Antwort darauf im Laufe des Jahres immer wieder erfolgreich zu verdrängen. Aber das ist auch alles etwas verwirrend. Schließlich soll in einigen Regionen auch der Fuchs oder der Hahn (Bayern), der Storch (in der Schweiz) oder auch der Kuckuck (Thüringen) den Osterboten spielen. Der Hase gilt bei uns als recht fortpflanzungsfreudig 8nd bekommt im Frühling unter den Tieren als erstes seine Jungen und steht deshalb für die Fruchtbarkeit.
Eines ist klar: seit dem Mittelalter und der alljährlichen Fastenzeit sind wir Menschen große Fans von Eiern, weil sie als Symbol für Leben und der Auferstehung gelten. Deshalb wurden fortan an Kinder Eier als Belohnung verschenkt.

Osterbräuche

Wenn du nach der Weihnachtspause wieder Lust am Basteln oder Backen hast, der wird zu Ostern mit schönen und leckeren Ideen überschüttet. Daher brauche ich dir sicherlich nichts von Ostereierfärben, Osterbrot oder Hefezopf erzählen. Aber vielleicht möchtest du statt der ewigen Eierfärberei und Backerei lieber ganz einfach ausgepustete Eier oder Plastikeier mit bunten Konfetti bekleben oder mit silber oder gold farbigen Stiften bemalen? Das geht ganz fix, die Kids können prima mitmachen und das Ergebnis lässt sich sehen!

Das Wort Konfetti kommt aus dem italienischen confetti (Plural von confetto). Früher bezeichnete Konfetti Süßigkeiten, mit denen sich maskierte Karnevalsteilnehmer bewarfen, nämlich überzuckerte Mandeln, Nüsse und auch Nachahmungen von Speiseeis. Da der Süßkram leider nicht auf die Eier passt, kommt hier Nichtessbares auf die Eier.

Und wenn du vor lauter Ostern die Eier nicht mehr sehen kannst, aber trotzdem Lust aufs Selbermachen hast, sieht ein selbtsgemachter Traumfänger im Zimmer oder im Strauch auch sehr schön aus. Schau doch mal hier rein: https://www.stadtwaldkind.de/selbermachen/diy-traumfaenger-untersetzer-und-kuehlschrankmagnete-aus-buegelperlen/. Wenn du auf Basteln so gar keine Lust oder Zeit hast, aber schon immer mal gerne Schmetterlinge mit den Kinds aufziehen wolltest, kann ich das sehr empfehlen mal zu probieren. Meine Tochter hatte ein Set dafür zum Geburtstag geschenkt bekommen. Unsere Kinder fanden den Prozess „von der Raupe zum wunderschönen Schmetterling“ sehr faszinierend. Hier geht’s zum Naturabenteuer: https://www.stadtwaldkind.de/selbermachen/4-schmetterlinge-unser-insektenabenteuer/

Osterkarten

Kurz vor Weihnachten wird die Zeit meist zu knapp, so dass man am Ende nicht dazu kommt, Weihnachtskarten an all die Freunde und Familienmitglieder zu schreiben, die man wegen der Pandemie ewig nicht besuchen konnte. Also warum nicht mal eine schöne oder lustige Ostereier- oder Frühjahrsgrußkarte versenden? Ich wette, dass diese Überraschung gut ankommt! Wenn du Ideen suchst, was du so in deine Karte schreiben könntest, habe ich im Folgenden ein paar Gedichte zusammen gestellt, die dir vielleicht gefallen könnten. Weil in Familien die Zeit meist knapp bemessen ist, bleibt manchmal keine Zeit zum Basteln. Aber etwas individuelles möchtest du vielleicht trotzdem versenden, oder? Dann habe ich eine schöne Empfehlung für dich damit du schnell und unkompliziert an deine Grußkarte in deinem Lieblingsdesign kommst. Im Onlineshop vom Kartenparadies auf kannst du zwischen dutzenden von verschiedenen hübschen Frühlings- bzw. Ostermotiven wählen. Sobald du dich für eines der schönen Motive entschieden hast, kannst du außerdem zwischen verschiedenen Farben, Formaten und Papierarten wählen. Solltest du nicht ganz sicher sein, kannst du ein kostenloses Gratismuster bestellen. Mir gefällt zum Beispiel die Osterkarte Geoei sehr gut. Zusätzlich zum modernen Eimotiv in der Mitte kann ich mit dem Online-Kartendesigner meine Fotos bequem hochladen und anordnen sowie auf der zweiten Seite der Karte noch einen persönlichen Text dazu schreiben. Nach der Lieferung brauche ich die Karten dann nur noch unterschreiben, abschicken und fertig!

Passende Gedichte zum Osterfest und die Frühlingszeit

Es gibt für Ostern mindestens genauso viele Gedichte wie für die Weihnachtszeit. Die Auswahl viel mir echt schwer. Wenn du ein schönes Oster- oder Frühlingsgedicht kennst, dann freue ich mich über deinen Hinweis!

Kurze Gedichte und Sprüche

Ei will always love you

Every bunny needs some bunny to love

Weisheit – nicht nur an Ostern: Leg nicht alle Eier in einen Korb.

Das Wetter spielt nicht richtig mit,
Der Frühling lässt uns warten.
Der Hase, der ist trotzdem fit, das Osterfest kann starten.

Nur Menschen, die sich selbst gut belügen können und an den Osterhasen oder Weihnachtsmann glauben, können wirklich glücklich sein. (Woody Allen)

Lange Gedichte von bekannten Dichtern und Schriftstellern

„Osterspaziergang“ von Johann Wolfgang von Goethe

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter in seiner Schwäche
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weisses.
Überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farbe beleben.
Doch an Blumen fehlts im Revier.
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden.
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Strassen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh, wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluss in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges ferner Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel.
Hier ist des Volkes wahrer Himmel.
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)

„An den Frühling“ von Friedrich Schiller

„Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!

Ei!ei! da bist ja wieder!
Und bist so lieb und schön!
Und freun wir uns so herzlich,
Entgegen dir zu gehn.

Denkst auch noch an mein Mädchen?
Ei, Lieber, denke doch!
Dort liebte mich das Mädchen,
Und ’s Mädchen liebt mich noch!

Fürs Mädchen manches Blümchen
Erbat ich mir von dir –
Ich komm‘ und bitte wieder,
Und du? – du gibst es mir?

Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!“

Friedrich Schiller (1759-1805)

„Das Osterei“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

„Hei, juchhei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort!

Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei ! Dort ein Ei!
Bald sind’s zwei und drei!

Wer nicht blind, der gewinnt
einen schönen Fund geschwind.
Eier blau, rot und grau
kommen bald zur Schau.

Und ich sag’s, es bleibt dabei,
gern such ich ein Osterei:
Zu gering ist kein Ding,
selbst kein Pfifferling.“

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874)

„Das Häslein“ von Christian Morgenstern

„Unterm Schirme, tief im Tann,
hab ich heut gelegen,
durch die schweren Zweige rann
reicher Sommerregen.

Plötzlich rauscht das nasse Gras –
stille! Nicht gemuckt! –
Mir zur Seite duckt
sich ein junger Has –

Dummes Häschen,
bist du blind?
Hat dein Näschen
keinen Wind?

Doch das Häschen, unbewegt,
nutzt, was ihm beschieden,
Ohren, weit zurückgelegt,
Miene, schlau zufrieden.

Ohne Atem lieg ich fast,
lass die Mücken sitzen;
still besieht mein kleiner Gast
meine Stiefelspitzen …

Um uns beide – tropf – tropf – tropf –
traut eintönig Rauschen …
Auf dem Schirmdach – klopf – klopf – klopf …
Und wir lauschen … lauschen …

Wunderwürzig kommt der Duft
durch den Wald geflogen;
Häschen schnuppert in die Luft,
fühlt sich fortgezogen;

Schiebt gemächlich seitwärts, macht
Männchen aller Ecken …
Herzlich hab ich aufgelacht –
Ei, der wilde Schrecken!“

Christian Morgenstern (1871-1914)

„Ostern“ von Joseph von Eichendorff

„Vom Münster Trauerglocken klingen,
Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh sie dort dem Toten singen,
Die Lerchen jubeln: Wache auf!
Mit Erde sie ihn still bedecken,
Das Grün aus allen Gräbern bricht,
Die Ströme hell durchs Land sich strecken,
Der Wald ernst wie in Träumen spricht,
Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
Soweit ins Land man schauen mag,
Es ist ein tiefes Frühlingsschauern
Als wie ein Auferstehungstag.“

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Sommerfeeling im Garten

Geht nur in der Hängematte: so herrlich entspannen

Endlich ist der Spätfrühling in Berlin passé. Das ist der sommerliche Startschuss für unsere Familie: Nichts wie raus in den wuchernden Garten und Hängematte zwischen den Kirsch- und den Robinienbaum gehangen! Damit das Vergnügen auch lange und nicht nur ein oder zwei Sommer vorhält, ist uns Qualität bei einer Hängematte natürlich wichtig. Deshalb ist es ratsam, dass man auf die Art des Materials und die Verarbeitung achtet. Oder hat jemand Lust, irgendwann unsanft auf dem Boden zu landen? Wir auf jeden Fall weniger. Der Stoff dieser Hängematte besteht aus 70 % Baumwolle, 30 % Polyester und ist bis zu 20 % dicker als das Material anderer Marken.

Unsere leuchtend blaue Hängematte von Tropilex wurde in Kolumbien handgewebt und verarbeitet. Damit stammt sie aus ihrem Ursprungskontinent, denn die traditionelle Netzhängematte kommt nämlich aus Süd- und Mittelamerika und wurde dort vermutlich vor mehr als 1000 Jahren von Maya, Inka oder Taino erfunden. Kolumbus erwähnte im Oktober 1492 in seinem Bordbuch die „hamaca“, ein hängendes Wollnetz, das die Einheimischen auf den Bahamas als Schlafplatz und als Fischernetz nutzten.

Besonders praktisch für uns Weltenbummler ist, dass man die Hängematte in eine beim Kauf mitgelieferte Tragetasche verstauen und überallhin mitnehmen kann! So leicht ist das Material Logo, dass wir unser gutes Stück mit in den bevorstehenden Sommerurlaub nehmen werden.

Dass sanftes Wiegen auch bei Erwachsenen den Schlaf verbessert und die Schaukelbewegung der Hängematten nicht nur zur Erholung, sondern auch zum schnelleren Einschlafen beiträgt, können nicht nur wir aus eigener Praxiserfahrung, sondern auch Wissenschaftler*innen der Universität Genf bestätigen, die vor sechs Jahren dazu geforscht haben. Vielleicht versetzt uns die Schaukelbewegung unterbewusst ja zurück in den Mutterleib? Auf jeden Fall fühlt man sich darin geschützt wie in einem Kokon während man nach oben in den blauen Sommerhimmel schaut und bequem seinen Gedanken nachhängen oder eindösen kann.

Aufhängen zum Abhängen!

Fair Trade Hängematten

Wenn man nicht nur für sich, sondern auch der Umwelt durch seinen Kauf etwas Gutes gönnen möchte, spricht neben dem schönen Aussehen und der Qualität der entspannten Produkte noch mehr für Tropilex. Das niederländische Unternehmen produziert unter Fair Trade Bedingungen ist Mitglied von 1% For The Planet und spendet mindestens 1 % seines Jahresumsatzes an gemeinnützige Umweltschutzorganisationen, was uns sehr zusagt. Außerdem sind die Hängesessel und -matten von Oeko-Tex® zertifiziert und beim Versand werden gebrauchte Kartons beziehungsweise FSC-zertifiziertes Papier oder Recyclingpapier verwendet.

Unsere Hängematte ist nicht nur ein Traum, sondern das Modell heißt sogar noch „Dream“.

Die passende Hängemattengröße

Da passen wir locker rein und nicht nur Kater: Die Liegefläche beträgt 200 cm Länge x 140 cm Breite. Wem das noch nicht ausreicht, findet auch Doppel- oder Familiengrößen. Besser ist es immer ein größeres Exemplar zu nehmen. Denn um es bequem zu haben, sollte die Hängematte gut einen halben Meter länger sein als man selbst, und die Liegefläche für eine Person mindestens 1,40 Meter und für zwei Personen 1,60 Meter oder mehr breit sein.

Abhängen in Stadtparks

In Stadrtparks entdecke ich immer mehr Leute, die sich in ihre mitgebrachten Hängematten zwischen zwei Bäumen reinhängen. Das ist super schön, weil man darin mehr Privatsphäre genießt als auf einem Handtuch auf dem Boden. Das ist auch erlaubt, aber wird von den Grünflächenämtern durchaus kritisch beobachtet, weil die Bäume durch falsche Handhabe in Mitleidenschaft gezogen werden können. Wenn Du Deine Hängematte an einem Baum und nicht an ein Gestell befestigst, ist es deshalb ganz wichtig, dass Du berücksichtigst, dass Dein Körpergewicht eine Last für die Bäume darstellt. Mindestens fünf Zentimeter breit sollten die Schlaufenbänder sein, damit sie nicht in die Baumrinde einschneiden. Ein polsternder Schutz aus Schaumstoff oder Teppich zwischen Gurt und Stamm ist auch gut für den Schutz der Bäume. Außerdem solltest Du nur kräftige Bäume nehmen. Wenn sich die Baumkrone merklich bewegt, ist der Baum nicht stabil genug. Auch solltest Du nur an Stämmen und nicht an Ästen Deine Matte aufhängen.

Mit der ganzen Familie zum Baden in die Antike!

Das glasklare Meerwasser ist so verführerisch!

Griechenland darf ab Mai wieder ohne Quarantänepflicht bereist werden. Logisch, dass uns diese Nachricht als Griechenlandfans sehr freut! Endlich können wir unseren Familienurlaub planen. Besonders während des Logdowns tut uns die Vorfreude aufs gemeinsame Reisen in den Sommerferien sehr gut. Diesmal soll es wieder aufs griechische Festland gehen: Die Peloponnes bietet nämlich schöne Strände und Kultur satt für zwei Wochen. Mit unserem Wohnwagen aber auch mit einem Mietwagen kommen wir überall gut hin.

Auf die Akropolis und in die trubelige Plaka

Die Akropolis, der Stadtgöttin Athene geweihte Burgberg, liegt im Herzen von Athen

In Athen wollen wir starten. De Hauptstadt haben mein Mann und ich schon besucht und unseren Kindern davon schon begeistert vorgeschwärmt. Am ersten Tag wollen wir mit ihnen auf die Akropolis klettern. Von hier kann man die ganze Stadt überblicken. Abends möchten wir einen Bummel durch die Plaka unternehmen. Bevor wir am nächsten Morgen weiterfahren, steht die Wachablösung am Syntagma-Platz auf unserem Programm. Das ist auch für die Kleinen sicher ein spannendes Schauspiel.

Theater in Epidauros und ein bayerischer König in Nafplion

Testet die sensationelle Akustik selbst: Lasst in der Mitte der Bühne, auf der zylindrischen Steinplatte, eine Münze fallen oder zerreißt ein Blatt Papier

Die Kinder wünschen sich, dass wir im Urlaub auch mal eine Nacht im Hotel am Meer statt im Wohnmobil verbringen. Also werden wir nach Tolo fahren. Der schöne Strand soll nicht überlaufen sein und die nötige Infrastruktur gibt es auch. Was mich in große Vorfreude versetzt: Die Ausgrabungen von Mykene und Epidauros liegen nahebei. Besonders Epidauros wird den Kindern gefallen, denn auf den antiken Ruinen sind einige Gebäude originalgetreu nachgebaut. Auf jeden Fall werden wir die Akustik im alten Amphitheater testen: Was auf der Bühne gesprochen oder gesungen wird, ist selbst in den oberen Rängen gut zu verstehen. Vielleicht unternehmen wir auch einen Ausflug in die alte Hauptstadt Nafplion, um dem Denkmal König Ottos einen Besuch abzustatten. Der kam aus Bayern und wurde im 19. Jahrhundert erster König Griechenlands.

Über das Weltkulturerbe Mystras nach Süden

Unterwegs zu unserem nächsten Quartier liegt das byzantinische Mystras auf unserer Reiseroute. Klöster, Kirchen und Wohnhäuser rund um die Festung aus dem des 13. Jahrhundert bilden die weitläufige Ober- und Unterstadt, verbunden mit steilen Pfaden. 1825 wurde Mystras zerstört. Heute ist es Weltkulturerbe. Durch die verwunschenen Ruinen zu streifen ist bestimmt spannend, soll aber ganz schön anstrengend sein. Alle werden sich darauf freuen, vor dem Abendessen noch ins Meer zu hüpfen.

Auf die wilde Mani und mit dem Boot durch die schönste Tropfsteinhöhle der Welt


Kalamata,  soll unser nächster Standort werden und ist für seine großfleischigen Oliven berühmt. Die größten Haine liegen südlich auf der wilden Mani. Auf einer Rundfahrt schauen wir dort die fensterlosen Wohntürme an, Zeugen der jüngeren Vergangenheit, als die Familien untereinander derart verfeindet waren, dass es regelmäßig zu Blutrachefehden kam. Am abenteuerlichsten wird für uns alle die Tropfsteinhöhle Pirgos Dirou sein. Nicht zu Fuß, sondern per Boot kann man sie besichtigen – sicher ein zauberhaftes Erlebnis.

Wettrennen in Olympia und ins Rosinenland

Olympia, Entstehungsort der Olympischen Spiele

Auf unserem Rückweg nach Norden werden wir Olympia besuchen Vielleicht können wir im Stadion ein kleines Wettrennen machen? Weiter geht es zum Golf von Korinth. Blaues Meer, schöne Strände und kaum Tourismus – genau das haben wir uns für die zweite Hälfte unseres Urlaubs vorgestellt. Hierher kommen die als „Korinthen“ bekannten Rosinen. Steil sind die Berge im Hinterland und wandern kann man ausgiebig. Die Gegend um den kristallklaren Tsivlou-See soll traumhaft schön sein. Und dann wollen wir noch unbedingt mit der Zahnradbahn von Diakofto nach Kalavryta fahren. Die Strecke führt über 20 Kilometer durch Schluchten und Tunnel steil bergauf.

Zum Orakel von Delphi und zurück nach Athen

Auf der Rückfahrt nach Athen werden wir uns Delphi anschauen. Es werden herrliche zwei Wochen und wir freuen uns riesig darauf!

DIY-Tipp für last minute Weihnachtsgeschenke: kleine Vasen und Teelichtergläser gestalten

Das zweite Leben der Campariflaschen

Seitdem unsere Töchter Schulkinder sind, haben sich die Nagellackflässchen in unserem Badezimmer exorbitant vermehrt. Es stehen nicht nur alle Farben des Regenbogens, sondern auch alle möglichen Metallic-, Neon- und spezielle Glitzerfarben in Reih und Glied im Regal. Darunter trocknen auch einige einem langsamen Tod entgegen. Also was tun gegen diese Nagellackepidemie? Was schönes natürlich!

Teelichter mady bei Enkelkinder

Mit den Lacken lassen sich nämlich wunderschöne Vasen und Kerzengläser herstellen! Dafür brauchst du neben einer kleckerfesten Unterlage, ein paar leere Gläser von Marmeladen, Senf, Gurken, Joghurt oder Campari u.ä. sowie die gesammelte Power von Nagellackresten. Je trockener desto besser, weil die Farbe beim Auftragen besser haftet und nicht verläuft.

DIY-Anleitung: Qualle selber nähen

Der graue November in Kombination mit einem Lockdown light ist ideal um mal wieder etwas zu basteln und zu nähen. Wir haben gestern unsere Stoffreste und Bastelkisten aus dem Regal gezogen und darin gestöbert. Das Ergebnis sind selbst genähte Quallen, die ein-zwei-fix fertig waren und das gleich in mehrfacher Ausführung. Was sagt das über uns wohl aus? Ja, vielleicht, dass wir gestern Zeit hatten. Aber hey, ist doch Wochenende! Man könnte auch auf das Ergebnis kommen, dass wir Fernweh haben und uns ein langes Leben wünschen. Kein Wunder in der heutigen Zeit, oder? Aber wie komme ich von Nesseltieren auf die Unsterblichkeit?

Solange ich Quallen hinter einen Glasscheibe und nicht im Meer betrachten darf, bin ich übrigens von ihren anmutenden Bewegungen und ihren langen Tentakeln schon immer sehr fasziniert gewesen. Die Nachricht der Forscher, dass das Nesseltierchen namens Turritopsis dohrnii durch Besonderheiten in seinem Lebenszyklus potentiell biologisch unsterblich ist, hat mich umso mehr beeindruckt. Also sind Medusen in Zeiten von Corona ein sehr passendes Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk, nicht wahr?

Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk selber machen

Wenn Du nach einem selbst gemachten Nikolausgeschenk oder außergewöhnlichen Weihnachhtsschmuck suchst und ein paar Stoffreste dein Eigen nennst, kannst Du Dich nach dem Lesen meines Beitrags richtig austoben. Wenn Du am oberen Ende noch eine Schlaufe annähst, hast Du sogar einen Anhänger. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn Du ein paar Bilder der verschieden Quallengattungen gesehen hast, hast Du eine Ahnung davon wie unterschiedlich diese Wesen aussehen können. Insofern kannst Du also beim Nähen per Hand oder Nähmaschine gar nichts falsch machen. Die Formen der Medusen sind genauso vielfältig wie die Farben ihres Outfits. Das ganze ist so simpel, dass ich die Quallen, die übrigens nicht nesseln, mit unserer sechsjährigen Tochter gemeinsam genäht habe. Mir gefällt diese roughe Optik der Quallen sehr gut.

Materialien für eine selbstgemachte Qualle

  • Stoffreste, wenn vorhanden in verschiedenen Farben 
  • Nadel und Faden 
  • ggf Nähmaschine 
  • Schere 
  • Wollreste oder Baumwolle
  • 2 Pailletten und 2 kleine Perlen pro Qualle ggf. eine weitere Perle für den Mund

Anleitung

Stoffreste in ungefähr gleich lange schmale Streifen schneiden. Einen etwas breiteren Stoffrest falten, so dass die beiden inneren Seiten innen aufeinander liegen. Die beiden Stoffseiten werden nun in einem Halbrund vernäht. Der untere Rand wird offen gelassen. Danach schneidest Du den Seitenrand ungefähr mit einem Abstand von 0,5 Zentimetern von der Naht ab.

Da ich keine Baumwolle zum Basteln hatte, haben wir ein paar Wollreste genommen. Die Füllung kommt nun in den Quallenkörper, nicht zu viel, es muss nicht prall voll sein.

Nun legst Du die langen schmalen Stoffstreifen so tief in die Öffnung des Quallenkörpers, so dass Du sie gut per Hand oder Nähmaschine festnähen kannst. Alternativ kanst Du auch lange dicke Wollfäden nehmen.

Nun sind die Augen dran. Dafür nimmst Du Nadel und Faden zur Hand und befestigst die Pailette und die Perle am Quallenkörper. Den Abstand der Augen legst am besten vorher fest. Wenn Du möchtest, kannst Du der Qualle auch noch einen Mund in Form einer Pailette oder einer anderen Perle annähen oder kleben.

Aus einer solchen Qualle wird ganz einfach ein Weihnachtsbaumschmuck oder ein Anhänger wenn Du mit einem Faden oder einer Schnur eine Schlaufe annähst.

Bücher und Anleitungen fürs Nähen von Kuscheltieren

Schmusetiere nähen. 24 niedliche Kuscheltiere nähen, zum Spielen und Einschlafen.

Unsere Wohnmobil-Tour von Berlin durch Bayern und Italien nach Korsika

Ihr seid noch unabhängig von den Schulferien, oder überlegt schon, ob Ihr vielleicht doch noch einen Trip in den Herbstferien wagen wollt? Wir, unsere Töchter, mein Mann und ich haben diesen Sommer eine Korsika-Tour mit einem Wohnmobil unternommen. Wir vier sind von dieser Reiseform schon seit längerem begeistert, die gerade unter Pandemiebedingungen uns noch einmal mehr überzeugt hat! In unserem bebilderten Reisebericht erfahrt Ihr, warum wir uns so in Korsika, das Gebirge im Meer, verliebt haben.

Zerklüftete Berggipfel, die sich bis zu 2.500 Meter aus der Meerestiefe erheben und aus denen sich glasklare Bergflüsse ins Tal ergießen. Eine 1.000 km lange Küste mit zahllosen kleinen Schnorchel-Badebuchten und langen Sandstränden.  Spektakuläre Pass-Straßen, charmante Städtchen und dann noch dieser Duft, der sanft ins geöffnete Wohnmobilfenster weht… „Ich könnte die Insel mit verbundenen Augen allein an ihrem Duft erkennen“, so schwärmte schon der kleine Mann mit der Hand in der Jacke und wir hoffen, dass wir nach unserem Urlaub das ebenso können.

Unsere erste Wohnmobilreise von Berlin nach Korsika durch Bayern (in Österreich durften wir wegen der Covid-19 Regelungen nicht halten) und Italien und zurück hätte abwechslungsreicher nicht sein können. Obwohl wir schon viel mit unserem MB100 in Europa herum gekommen sind und wunderschöne Orte und zauberhafte Landschaften gesehen haben, hat uns die französische Mittelmeerinsel sehr beeindruckt. Die Tour haben wir von Mitte Juli bis Anfang/Mitte August 2020 unternommen, weil wir schon schulpflichtige Kinder haben.

In diesem Beitrag stelle ich Euch unsere komplette Route im Überblick mit Entfernungen und Tipps für schöne Camping- und Stellplätze vor. Korsika ist die viert größte Insel im Mittelmehr, daher haben wir uns auf den Norden, das Département Haute-Corse, konzentriert. Wir haben also mehr auf Erholung anstelle auf viele Campingplatzwechsel gesetzt.

Überblick über die Stationen mit Aufenthaltsdauer

Während unseres Wohnmobiltrips sind wir auf insgesamt 20 Übernachtungen gekommen. Zwölf davon haben wir auf Korsika und den Rest für die An- und Abreise verbracht. Theoretisch hätten wir noch Zeit für ein bis zwei weitere Übernachtungen gehabt. Allerdings wollen wir lieber in Ruhe zuhause ankommen bevor die Schule für die Kinder und für uns Eltern die Arbeit wieder beginnt. Und so ein Wohnmobil will ja auch noch ausgeräumt und sauber gemacht werden. Wir haben keine Reservierungen für unseren Sommerurlaub gemacht, weil wir zum einen flexibel sein wollen und zum anderen wegen Covid-19 auch nicht zu befürchten brauchen, dass es ausgebucht sein wird. Zuvor haben wir auf den Campingplätzen auf Korsika angerufen und uns erkundigt, wie die Auslastungssituation aussieht und erfahren, dass nicht viel los sei und wir einfach kommen können. Unsere einzige Buchung ist das Hin- und Rückfahrticket für die Fähre Livorno-Bastia-Livorno.

Bayern

1 Übernachtung in Arrach im oberen Bayerischen Wald bei Freunden auf dem Ferienbauernhof (Alternativ Camping- und Wohnmobilstellplatz am Fuße des Ossers in Lam: https://camping-wohnmobilstellplatz-lam.obsg.de/

Italien

1 Übernachtung am Kalterer See in Südtiol auf dem Caravanpark Kalterer See

1 Übernachtung in Malcesine am Gardasee auf dem Campingplatz Lombardi

1 Übernachtung auf in der Kabine von Corsica Ferries im Hafen von Livorno

Korsika

8 Übernachtungen in Patrimoni, Campingplatz U Sole Marinu

5 Übernachtungen bei Moltifao, Campingplatz Tizarella

Italien

1 Übernachtung in Florenz, Camping in Town

1 Übernachtung am Kalterer See in Südtiol auf dem Caravanpark Kalterer See

Bayern

1 Übernachtung auf dem Wohnmobilstellplatz am Sylvenstein

Entfernungen und Dauer der Etappen im Überblick

  1. Etappe Berlin – Arrach (Bayern) ca. 514 km/ 5 Std.
  2. Etappe Arrach – Kalterer See (Ital.) ca. 503 km / 5 Std.
  3. Etappe Kalterer See – Malcesine (Ital.) ca. 593 km / 6 Std.
  4. Etappe Malcesine – Pisa – Fährhafen Livorno (Ital.) ca. 409 km / 4 Std.
  5. Etappe Fährfahrt Corsica Ferries ca. 4,5 Std.
  6. Etappe Bastia – Patrimonio (Korsika) ca. 168 km / 2 Std.
  7. Etappe Patrimonio – Moltifao (Korsika) ca. 66 km / 1 Std.
  8. Etappe Fährfahrt Corsica Ferries ca. 4,5 Std.
  9. Etappe Fährhafen Livorno – Florenz (Ital.) ca. 101 km / 1 Std.
  10. Etappe Florenz – Kalterer See (Ital.) ca. 368 km / 4 Std.
  11. Etappe Kalterer See – Am Sylvenstein (Bayern) ca. 214 km / 2 Std.
  12. Etappe Am Sylvenstein – Heimstettener See -Berlin ca. 671 km / 7 Std.

Unsere Wohnmobil-Route von Berlin nach Korsika
Anreise durch Deutschland

Bevor ich beginne sei vorweg geschickt: Wir sind eine sehr reiselustige Familie mit zwei Kindern im Alter von 6 und 10 Jahren. Wir sind schon durch einige Länder Europas wie Griechenland, Schweden, Dänemark, Frankreich, Spanien und Italien mit dem Wohnmobil gegondelt. Unsere Kinder kennen die Fahrerei und sind damit fein. Wegen der Covid-19 Pandemie saßen wir – wie viele viele andere Menschen auch – mehr als ein halbes Jahr auf Berliner Boden fest, weil die Osterferien ja schon in den Lockdown fielen. Bis zuletzt hatten wir uns vor einer Reisewarnung oder gar einem Reiseverbot wegen der Covid-19 Pandemie gebangt und gleichzeitig großes Fernweh verspürt. Zur Sicherheit haben wir ein Fährticket bei Corsica Ferries gekauft, das wir bis zu 48 Stunden vor Abfahrt hätten stornieren können. Doch zum Glück ist das nicht nötig. Die Reisewarnungen gelten nicht für Korsika und so steht mitten in den Berliner Sommerferien 2020, also Mitte Juli, steht unser Wohnmobil gepackt und fahrbereit in unserer Straße. Wir können es kaum fassen, dass wir nun endlich und wirklich verreisen dürfen! Das Abenteuer ruft!

Für die Anfahrt bis zum Fährhafen Livorno in Italien (das ist für uns die kürzeste Strecke übers Mittelmeer nach Korsika) haben wir vier Tage Zeit. Das bedeutet, dass wir die Gesamtstrecke von circa 1.200 Kilometern auf vier Tage ganz bequem aufteilen können. So haben wir durchschnittlich etwa einen halben Fahrtag und einen halben Tag zum draußen unterwegs sein pro Tag oder einen Tag eine lange Fahrt und dafür am nächsten Tag mehr Zeit für einen Ausflug.

1. Etappe: Arrach im oberen Bayerischen Wald

2. Etappe: Kalterer See in Südtirol

Den Kalterer See in Südtirol haben wir vor zwei Jahren für einen Zwischenstopp besucht und es hat uns sehr gut gefallen. Unsere Vorfreude auf den See ist also groß! Durch Österreich heizen wir nur so durch. Aufgrund der Covid-19 Regelungen dürfen wir nicht anhalten. Kaum in Südtirol angekommen, suchen wir uns auf dem Stellplatz am Kalterer See ganz hinten ein freies Plätzchen. Hier gibt es ein top gepflegtes modernes Sanitärhaus mit Duschen, Waschmaschine, Entsorgungsmöglichkeiten und Abwaschbecken. Um die Ecke ist ein hübscher Open-Air-Imbiss, wo es Pizza gibt sowie ein kleiner Supermarkt sowie mehrere Restaurants. Und offenbar ist die Gegend hier ein Eldorado für Radfahrer, so viele düsen hier herum. Nach der Anmeldung bzw. dem Parkticketkauf am Automaten laufen wir schnurstracks zum See, wo wir uns ein Tretboot mieten. Nach der Fahrerei ist es für uns alle erholsam vom Tretboot aus in den See zu springen, auch wenn das Wasser nicht besonders kühl ist. Für die Kinder also genau richtig. Am nächsten Tag spazieren die Kinder und ich ausgeruht und begleitet von morgendlichen Sonnenstrahlen durch die Weinberge zum Bäcker. Im Supermarkt gibt es zwar auch Brötchen, aber wir möchten gerne den Bäcker ausprobieren. Derart gesättigt sind wir die ersten beim Tretbootverleih und dürfen uns das schönste Tretboot mit der tollsten Rutsche ausleihen. Damit strampeln wir schnurstracks bis zur Mitte des türkis leuchtenden Sees, wo unsere 10jährige Tochter Köpper übt bis es besser nicht geht. Danach müssen wir leider aufbrechen, wollen wir doch weiter gen Oberitalien, das Tor zum Süden.

3. Etappe: Malcesine am Gardasee

Camping Lombardi

Wie wäre es mit Gelati?

Kein Pietro Lombardi weit und breit, obwohl der Camingplatz an der östlichen Seite des Gardasees doch „Camping Lombardi“ heißt! Dafür macht eine Zikade im Olivenbaum direkt neben unserem Stellplatz einen riesen Radau. Für Kurzzeitcamper, wie wir es sind, gibt es direkt zwischen Straße, jungen Granatapfelbäumen und Rezeption einen Stellplatz mit einem kleinen Container-Sanitärhaus. Da die Straße wenig befahren ist, macht uns die Lage nichts aus. Wichtiger ist uns, dass wir zu Fuß zum Gardasee laufen können und dass wir ohne Reservierung überhaupt noch einen Platz bekommen haben. Der Gardasee ist trotz Corona immer noch ein beliebtes Urlaubsziel – auch für Camper. Im Mini-Markt neben der Rezeption, die von einer sehr zuvorkommenden Dame und einem Herren geleitet wird, bestellen wir Panini für den nächsten Tag damit das Frühstück schon mal gesichert ist.

Badepause am Gardasee

Wir schultern die allzeit bereite Badetasche und laufen hinunter zum Badestrand an der Uferpromenade (Via Gardesana) des größten See Italiens, den ich seit Kindheitstagen nicht mehr besucht habe. Trotz seiner 346 Meter Tiefe ist der Gardasee kaum kühler als der Kalterer See bemerken wir, als wir über die hellen Kieselsteine mühselig hinein wackeln. Da nehmen wir doch lieber den Badesteg um von dort in den See zu springen. Beim Abtauchen in die Tiefe wird es gleich erfrischender! In Malcesine sieht es zwar nicht so pittoresk aus, wie in manch anderen Orten am See. Aber für einen Zwischenstopp passt es für uns. Nach einer Siesta am See mit Blick auf die spektakuläre Bergkulisse gehen wir schräg gegenüber in eine überraschend gute Pizzeria.

Per Gondel auf den Monte Baldo

Am nächsten Tag gönnen wir uns einen Ausflug und laufen zur Talstation der Luftseilbahn am Berg Monte Baldo. Der Monte Baldo ist ein zwischen Gardasee und dem Fluss Etsch gelegener, etwa 30 Kilometer langer Bergrücken, der zum Gebirgszug der Gardaseeberge zählt. Eine Menschentraube drängt bereits die Treppe hinauf, um sich Tickets für die Gondelfahrt hinauf auf den Berg zu kaufen. Schnell ordern wir uns Online-Tickets und können elegant an der Schlange vorbei gehen, ohne länger in der Sonne zu schmoren. Nachdem unsere Temperatur wegen Covid-19 gemessen und als harmlos befunden wurde, dürfen wir in eine der um 360 Grad rotierenden Gondeln einsteigen. Innerhalb von 15 Minuten und einmal Umsteigen transportiert uns die Gondel auf 1.650 Meter. Der Ausblick während der Fahrt und vom Bergrücken ist genauso klar und fantastisch, wie wir es uns vorgestellt haben. Alles andere wäre bei den recht happigen Ticketpreisen auch ärgerlich gewesen. Paraglider schweben dem Gardasee entgegen und Touristen trinken im Café eine Cola während wir uns die verlassene Herberge anschauen und mit Blick auf den See eine Brotzeit einlegen. Zum Glück ist es nicht so frisch wie gedacht, so dass die Jacken im Rucksack bleiben dürfen.

4. Etappe: Pisa Pisa und
Hafen von Livorno

Was man hier nicht sieht: der Turm ist um 3,9 Grad in südliche Richtung geneigt. Aber das ist ja noch gar nichts, wenn man ihn mit der Dorfkirche Stralau in Berlin vergleicht! Dieser ist um 1,9 Grad stärker, nämlich 5 Grad nach Nordwesten geneigt.

Kurz vor Livorno machen wir in Pisa einen Zwischenstop, um wen anzuschauen? Na klar, den bekanntesten geneigten Gebäude der Welt, einem Baufehler auf lehmigen, sandigen Morast sondergleichen. Fußläufig vom schiefen Turm und der Kathedrale von Pisa halten wir auf einem kostenfreien Parkplatz in der Via Ugo Rindi. Leider sind wir für den Eintritt in den Turm knapp zu spät dran, aber das macht uns nichts. Die Abendsonne taucht das gesamte Ensemble aus Turm, Dom, Baptisterium und dem Friedhof in ein bezauberndes Licht. Die Restaurants in der von der Piazza del Duomo abgehenden Via Roma füllen sich gerade langsam. Manche Lokale sind geschlossen. Ob das die Auswirkungen der Pandemie sind?

5. Etappe: Fährfahrt Livorno-Bastia

Ein paar Eiskugeln später sitzen wir wieder im Wohnmobil und fahren an Sonnenblumenfeldern und einem Militärstützpunkt (interessante Kombination) weiter in Richtung Hafenstadt Livorno. Zunächst haben wir Schwierigkeiten das richtige Gate zu finden. Doch irgendwann finden wir es und fahren nach einem Temperaturtest in den noch komplett leeren Fährenbauch. Erst am nächsten Morgen um 8 Uhr wird die Fähre mit uns zur 83 km entfernten Hafenstadt Bastia auf Korsika ablegen. Die meisten Passagiere werden deshalb erst morgens zusteigen. Für uns ist das vorabendliche Einchecken praktisch, weil wir somit nicht in aller Frühe einen Stellplatz verlassen müssen, um zum Hafen zu fahren und dort ein bis zwei Stunden zu warten bis wir an Bord dürfen. Außerdem haben wir in der Kabine etwas Privatsphäre und müssen nicht ständig mit einem Mund-Nasen-Schutz herumlaufen. Als wir im Dunkeln an Deck gehen und noch einen kleines Imbiss einnehmen, haben wir einen Ausblick auf die Lichter im Hafenstädtchen. Ein Stewart führt uns zu unserer geräumigen Kabine mit Bullaugenfenster und Bad (mit großen weissen flauschigen Handtüchern!). Nachdem er für uns die Betten heruntergeklappt hat, werfen wir uns darauf! Als morgens die Fähre ablegt, träumen wir noch gemütlich in unseren Kojen. Die Fahrt am vormittag ist ruhig, das Mittelmeer spiegelglatt. Während die Kinder in der Kabine spielen, lese ich draußen an der Reling ein Buch, erfreue mich am glitzernden Meer und blicke gespannt auf das immer näher rückende Bastia, der größten Hafenstadt Korsikas.

6. Etappe: Camping U Sole Marinu
in Patrimonio auf Korsika

Meiner Freundin N. haben wir diesen wunderbaren Campingplatz in der Gemeinde Patrimonio im Département Haute-Corse zu verdanken, da sie ihn letztes Jahr besucht und uns empfohlen hat. Also hier nochmal herzlichen Dank an Dich, liebe N.! Von Bastia an der Nordostküste durchqueren wir den Zeigefinger von Korsika bis zur Nordwestseite der Insel in Richtung Saint-Florent, das ist die Hauptstadt der Region Nebbio. Nördlich vom Küstenort liegt der Campingplatz, der durch ein großes Schild an der Straße ausgeschildert ist. Doch vorher halten wir noch kurz an einer hübschen Open Air Bar, wo korsisches Bier auch zum Take Away verkauft wird. Kurze Zeit später kommen wir an Weinreben vorbei und biegen dann links auf einen holprigen und löchrigen Zufahrtsweg über eine schmale Brücke ab, die über ein trockenes Flussbett führt. Wir zittern etwas, ob unseres Gewichts, aber die Mini-Brücke hält stand.

Nach der Anmeldung (natürlich mit Maske) an der Rezeption suchen wir uns einen freien Platz für unser Wohnmobil aus. Da es nicht so voll ist, haben wir viele schöne Plätze zur Auswahl und nehmen den, der dem Strand „Plage de campo magiore“ am nächsten ist. Es sind hauptsächlich französische Familien mit Zelt hier zu Gast. Aber auch einige Wohnmobile aus Deutschland und der Schweiz parken hier.

Die Stell- bzw. Zeltplätze sind teilweise durch Bäume, Gebüsch, kleine Steinmauern oder Schilf voneinander getrennt. Es wirkt schön wild und dschungelig, was uns gefällt. Es gibt kein Chichi, es wirkt naturbelassen. Der Boden ist etwas sandig und trocken, jedoch eben und weitgehend steinfrei. Angenehm für uns ist der besonders kurze Weg zum lang gestreckten Kiesstrand. Die Atmosphäre ist ruhig und entspannt, was uns sehr gefällt.

Es gibt ausreichend Einzelduschkabinen, mehrere Wasch- und Spülbecken und mehrere Einzeltoiletten. Die sanitären Anlagen sind einfach gehalten, machen aber einen sauberen Eindruck. Jeden Vormittag wird dort geputzt, wie wir sehen. Toilettenpapier müssen wir selbst mitbringen. Für die Duschen bekommen wir Chipkarten, die wir täglich an der Rezeption neu aufladen können. Hier empfiehlt es sich, dies nicht erst abends zu erledigen, wenn alle anderen ebenfalls ihre Chipkarten aufladen möchten.

Eine Waschmaschine gibt es auch und wer keinen Kühlschrank hat, kann sich eine abschließbare Kühlbox mieten.

Den Müll müssen wir leider bis zur 1,5 Kilometer entfernten Abzweigung bringen, weil die Müllabfuhr leider keine Lust hat, bis zum Campingplatz zu fahren, wie uns erklärt wird. Das erledigen wir mit dem Klapprad, das wir mit dabei haben.

Im Gebäude bei der Rezeption gibt es einen kleinen Mini-Markt, in dem die nötigsten Lebensmittel und auch regionale korsische Spezialitäten wie Honig, Wein, Bier (Pietra) und Naturkosmetik und Badeutensilien gekauft werden können. Das Frühstücksbaguette sollte bis 20 Uhr für den nächsten Morgen bestellt werden. Des weiteren gibt es ein Restaurant mit Außenterrasse und eine Eistheke.

Stand up Boards und Kajaks inklusive Rettungswesten können für an der Rezeption gemietet werden, was wir auch einmal in Anspruch nehmen, um alle vier an der Küste entlang zu schippern und Buchten zu entdecken.

Der lange Kiesstrand liegt wie beschrieben direkt am Campingplatz. Das Wasser ist klar und es wird relativ schnell tiefer. Aus hölzernen Strandgut haben Gäste wunderschöne Gebilde errichtet, die man prima zum Sonnenschutz nutzen kann, wenn man ein großes Tuch darüber spannt. Manche haben sogar richtige Kunstwerke gebaut, die aussehen, wie ein Boot. Auch wir machen uns daran, Strandgut zu sammeln und die Werke weiter auszubauen. Auch imposante Türme aus Steine lassen sich hier prima errichten. Langweilig wird es also nicht!

Das südliche Ende der Bucht wird durch eine terrassierte Felswand begrenzt, die man leicht hinauf laufen und ganz viele Meeressedimente entdecken kann. Seitlich sowie am Ende der Felswand lässt es sich herrlich aus unterschiedlichen Höhen ins glasklare Meer springen. Die niedrigste seitliche Stelle ist etwa 1,5 Meter hoch und die höchste Stelle ganz vorne dürfte 10 Meter messen. Auf dem Stand up Bord sitzend schauen wir zu, wie mutige Kids hinab springen. Nach ein paar Minuten ist unsere Tochter mit ihrem Papa auch oben auf der Klippe und wagt den Sprung! Es geht so schnell, dass ich es mit unserer wasserfesten Kamera nicht filmbereit bin und sie extra noch ein zweites Mal springen muss, damit ich es für alle Ewigkeit aufnehmen kann.

Wir merken schnell, dass wir in der Bucht nur mit Badeschuhen glücklich werden. Ansonsten ist es für die Füße zu schmerzhaft über die Kiessteine ins Wasser zu gehen und auch im Meer liegen vorne viele Steine. An der Felswand verstecken sich auch ein paar wenige Seeigel. Unsere Schnorchelausrüstung haben wir glücklicherweise auch dabei. An der Felswand und in den kleinen Buchten können wir herrlich tauchen und schnorcheln. Neben silbernen und schwarzen Fischen in unterschiedlichen Größen entdecken wir auch eine Muräne und einen Tintenfisch. Von Seesternen berichten unsere Campingplatznachbarn.

An manchen Tagen ist es etwas windig, so dass eine ganz schön wilde Brandung herrscht. Statt zu schnorcheln oder mit dem Stand up Board herum zu cruisen, werfen wir uns in die Wellen und haben so unseren Spaß. Auch unser Drachen kommt einmal zum Einsatz und wäre uns um ein Haar ausgebüchst, so stark zerrt der Wind an der Drachenschnur. Allerdings treibt der Wind eine Menge kleinen Plastikmüll in die Bucht. Gemeinsam mit anderen Familien sammeln wir den Müll im Meer und am Strand auf. Es kommen rasch ein paar volle Müllsäcke zusammen.

Abends treffen wir uns gefühlt mit dem halben Campingplatz am Meer um mit einem Glas Wein den Sonnenuntergang zu bewundern. Sobald der Himmel tief schwarz ist, weil kaum Luftverschmutzung herrscht, können wir mit unseren bloßen Augen den Neowise-Kometen erkennen, der alle paar Tausend Jahre an unserem Planeten vorbei zieht.

Küstenwanderung „Sentier du Littoral“
nach Saint-Florent

Dort, wo die hohe Felswand am südlichen Buchtende empor steigt, befindet sich der gut beschilderte Küstenwanderweg „Sentier du Littoral“. Abends, als die Sonne nicht mehr so knallt, laufen wir hinauf und werden mit einem herrlichen Ausblick auf den Golf von Saint-Florent belohnt. Wir entdecken außerdem ein riesiges Felsloch in das Kletterseile gespannt sind. Ein paar Tage später laufen wir morgens mit Rucksäcken voller Wasser und Proviant wieder los und schaffen es bis nach Saint-Florent. Mittags gibt es leider kaum Schatten, so dass es zwischenzeitlich ganz schön heiß ist. Zum Glück können wir in die ein oder andere traumhafte Badebucht hinab steigen, um uns abzukühlen. Leider gefällt uns das letzte Wegstück vor Saint-Florent weniger gut. Zuerst kommt ein Strandabschnitt, der unter einem dicken Algenteppich derart verschwindet, dass ein Bagger dabei ist, die Algen abzutragen. Allerdings ist das Wasser trotzdem sehr klar und algenfrei. Danach folgt eine lieblose Strandpromenade. Schade, das hätte man auch schöner lösen können, finden wir.

Unser Ziel, der charmante Küstenort Saint-Florent, lässt uns das ästhetische Ärgernis wieder vergessen. Hier spazieren wir oberhalb des Meeres um die Reste der Zitadelle herum, die eine ungewöhnlich runde Form hat und freuen uns am Anblick des hübschen Küstenorts. Die nächste schöne Bar ist unsere, wo wir uns eine erfrischende korsische Zitronenlimonade und Kola gönnen, bevor wir durch die malerischen Gässchen zum Yachthafen schlendern. Hier gibt es nochmal einen Stop am Eis-Café sowie am Supermarkt, um unsere Wasservorräte für den Rückweg aufzufüllen. Insgesamt kommen wir mit dem Hin- und dem Rückweg auf eine Strecke von 17,5 Kilometer. Mein Mann und ich sinken abends sichtlich erschöpft in unsere Campingstühle, während unsere Kinder, denen die Wanderung anscheinend weniger ausgemacht hat, vergnügt um uns herum springen.

Alte Festung in Calvi

Zwischen Wandern und Schnorcheln unternehmen wir mit dem Wohnmobil einen Ausflug in die von Bergen umrundete Hafenstadt Calvi am gleichnamigen Golf von Calvi. Allein die Fahrt in den Hauptort der Region Balagne ist eine reise wert! Ein wahnsinnig schönes Bergpanorama türmt sich neben der Straße auf.
Calvi zählt wegen seiner Zitadelle mit wunderschöner Altstadt und Gouverneurspalast sowie seinem Yacht- und Fährhafen zu den meist besuchten Städte Korsikas. Aufgrund der Pandemie ist es zum Glück für uns nicht so voll, so dass wir ganz in Ruhe jede verwinkelte Gasse erkunden können. Wir finden direkt zu Füßen der berühmten genuesische Zitadelle einen Parkplatz und laufen gleich hinauf. In den schattigen Gässchen der Altstadt gibt es viel zu entdecken und auch das ein oder andere hübsche Lokal. Dadurch dass die Zitadelle auf eine, hohen Granitfelsvorsprung errichtet ist, hat man einen tollen Ausblick auf die Bucht und die Unterstadt.

Natürlich gibt es auch eine touristische Straße, wo sich ein Souvenirgeschäft ans andere reiht. Logisch, das wir mit unseren Töchtern auch hier entlang bummeln müssen und sie das ein oder andere Mitbringsel in Form von Halsketten erstehen und noch ein schönes Eis verputzen. Wenn man auf Calvi auf der Küstenstraße zufährt, sieht man unten nicht nur sehr viele Ferienhäuser, sondern oben am Himmel auch fast ebenso viele Paraglider. Außerdem befindet sich bei Calvi auch die Station der Fallschirmjäger der Fremdenlegion.

Auf Schnorcheltour am Phare de la Pietra

Nach unserem kleinen Calvi-Citytrip haben wir Lust auf eine Badepause. An der Ile Rousse bekommen wir die Gelegenheit quasi auf dem Silbertablett serviert. Unterhalb des Genueserturm steigen wir von den flach ins Wasser auslaufenden Felsen ins Meer und schnorcheln. Wirklich einmalig schön! Wenn man den Weg ein Stück weiter hoch läuft, kommt man zum Leuchtturm Phare de la Pietra.

7. Etappe: Camping Tizarella in Moltifao auf Korsika

Nach acht Nächten trennen wir uns vom Meer und fahren ein kleines Stück landeinwärts ins Asco Tal der Gemeinde Moltifao, die auch Départment Haute-Corse liegt. Den Campingplatz Tizarella an der Route d’Asco haben wir ebenfalls von der lieben Freundin empfohlen bekommen.
Vorweg: Dieser Platz zählt sicherlich zu den schönsten, die man auf Korsika abseits der Küsten finden kann. Warum? Er liegt direkt an einem glasklaren und angenehm kühlen Bergfluss, welcher der Nordwest-Flanke des höchsten Berges von Korsika, dem Monte Cinto entspringt. Für wen der Fluss zu frisch ist, gibt es einen schönen Swimmingpool. Wer nicht gerne selbst kocht, kann sich in dem super Restaurant verwöhnen lassen! Außerdem befindet sich das Asco Tal in einem geschützten regionalen Naturpark von Korsika. Radfahrer können hier ihre Touren starten.

Der Platz ist für Wohnmobile gut zu erreichen, da die Straße gut ausgebaut und noch ausreichend breit ist. Der Platz bietet sowohl für Zelte als auch für Campingbusse und Wohnmobile viele schöne und schattige Stellplätze. Die freien Plätze werden uns von einer Dame bei der Ankunft gezeigt und als wir ihr verraten, dass wir fünf Nächte bleiben werden, gibt sie uns einen Platz direkt am Fluss Asco, der nur durch eine Zaun von unserem Wohnmobil getrennt ist. Das Gatter am Zaun sollte man hinter sich aber immer schließen, damit keine Kinder den kurzen steilen Abstieg zum Fluss hinunterfallen.

Es gibt zwei Sanitärhäuser, wovon eines Hotelqualität hat: tolles Design, große Duschkabinen, tiptop sauber, einfach Klasse. Eine Waschmaschine und eine Kühltruhe gibt es auch. Ähnlich erstklassig ist das Restaurant am Platz: Ein wunderschönes Gebäude und die Pizza, die die Pizzabäckerin vor den Augen der staunenden Kinder durch die Luft wirbelt, ist ebenso lecker wie die Fleischgerichte, die vom Grill kommen und das Dessert. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, die Atmosphäre ist toll, das Personal sehr freundlich. Das einzige Manko ist, das es keinen Mini-Markt gibt. Als wir Wasser brauchten, mussten wir für eine 1,5 Liter stilles Wasser aus der Plastikflasche 3,40 Euro berappen. Der nächste Supermarkt ist circa neun Kilometer entfernt und der Rückweg geht bergauf. Daher machte mein Mann mit dem Klapprad nur einmal den Weg zum Supermarkt. Allerdings kann man morgens frisches Baguette und Croissants bekommen, wenn man sie am Vorabend bestellt hat.

Der Pool ist insbesondere für unsere Kinder ein Highlight gewesen! Wie alles auf diesem Camping ist auch die Poolanlage sehr gepflegt und sauber. Drum herum stehen viele Liegen, Sonnenschirme, Tische und eine Dusche. Digital Detox Fans kommen hier insofern auf ihre Kosten, da der kostenlose WIFI-Zugang nur hinter dem Restaurant funktioniert.

Gegenüber vom Campingplatz Tizarella gibt es einen kleinen Schildkrötenpark „Village des Tortues“, in dem die kleinen Krabbeltiere aufgepeppelt werden. Leider verlassen wir den Park recht zeitnah etwas enttäuscht. Es gibt nur drei kleine Stationen und die Beschilderungen sind ausschließlich auf Französisch. Na wenigstens haben wir mit unserem Eintrittsgeld etwas für die kleinen Hermann Schildkröten getan, die leider immer seltener auf der Insel werden.

Wanderung durchs Asco-Tal

Unsere Wanderung ins Bergdorf Moltifao ist dafür umso schöner! Dafür ist unbedingt festes Schuhwerk erforderlich. Dadurch dass das Asco Tal jahrhundertelang vom Rest der Welt abgeschnitten und nur Eingeweihten als Versteck bekannt war und erst 1937 durch den Straßenbau zugänglich wurde, ist die Landschaft entsprechend wild und ursprünglich geblieben. In der Umgebung finden sich einige schöne Wanderrouten. Wir können direkt am Wohnmobil loslaufen. Nach dem Öffnen des Gatters und den kurzen Abstiegs überqueren wir den Quellbach indem wir über die dicken Steine laufen und spazieren kurze Zeit später an kleinen Ponyhöfen mit hübsch ausgebauten Holzhäusern vorbei. Wir gelangen auf eine ansteigende asphaltierte Straße, die sich den Berg zum Bergdorf Moltifao hochwindet. Unsere Jüngste macht die Hitze ganz schön zu schaffen. Kaum im Dorf angekommen, fallen wir in die erste und einzige Bar ein um korsische Limonade zu bestellen sowie eine große Flasche Wasser für den Rückweg. Wieder erfrischt, spazieren wir durch das im Dornrösschen Schlaf liegende Dorf an der Kirche Annunziata mit der Sonnenuhr vorbei und zu den verlassenen großen Villen am Berghang hinauf. Von dort aus folgen wir den orange farbigen Hinweisen durch einen Olivenhain wieder ins Tal hinab. Von oben können wir schon die Brücke sehen, die sich über den Asco Fluss spannt. Wir freuen uns schon auf ein kühles Bad im Fluss! Den restlichen Rückweg laufen wir am Bach entlang bis das Gestrüpp uns auf die schmale Bergstraße vertreibt und wir von dort aus wieder das Campingplatzgelände erreichen.

Lustigerweise besuchen wir das Bergdorf Moltifao kurze Zeit erneut. Doch dieses Mal am Abend. Die Ehre wird uns zuteil, weil wir uns mit einer korsischen Familie anfreunden. Auf dem Campingplatz lernen wir eine sympatische Mutter und deren Tochter kennen, die nur unwesentlich älter als unsere Tochter ist. Zu Beginn muss ich noch für die Mädchen übersetzen, aber schon mal verständigen sie sich im Pool mit Händen und Füßen. Mit der Mutter finde ich auf Anhieb eine tolle Gesprächsebene, weil sie gut drauf ist, meine Ansichten zum Weltgeschehen teilt, einen interessanten Job hat und viel gereist ist. Sie kommen aus der Inselhauptstadt Ajaccio und machen wegen Covid-19 auf ihrer eigenen Insel Urlaub. Eines abends erzählen sie uns von einem Dorffest mit Life-Konzert, das der Bürgermeister schmeisst und nehmen uns mit. Und was soll ich sagen? Es ist nichts weniger als ein rauschendes Fest. Wir sind zwar die einzigen Nicht-Korsen oder -Franzosen auf dem 500 Personenfest, aber das niemand scheint es zu stören. Nach einem Essen mit korsischen Wein und Bier tanzen mit den Kindern vorne direkt an der Bühne zu französischen und internationalen Hits bis unsere Jüngste nicht mehr stehen kann und wir mit unseren Freunden in deren Auto zurückfahren.

Unsere Wohnmobil-Route von Korsika nach Berlin

8. Etappe: Fährfahrt Bastia-Livorno

Au revoir, Korsika!

Am Abend und in der Nacht vor unserer Abfahrt stürmt es und morgens regnet es ganz kurz (das erste Mal während unseres Urlaubs), so dass wir froh sind, dass wir unseren Kram bereits verstaut haben. Nach dem Frühstück fahren wir nach Bastia, wo unsere Fähre um 13 Uhr ablegen soll. Aufgrund des nächtlichen Sturms ist das Mittelmeer immer noch sehr unruhig, so dass die Fähre mit zwei Stunden Verspätung ablegt. Im Bad unserer Kabine werde ich ganz schön rum geschubst als ich versuche darin zu duschen und die Kinder halten es kaum drinnen aus. Deshalb verbringen wir die meiste Zeit des Nachmittags und des frühen Abend draußen an Deck, wo wir das Schauspiel am Himmel beobachten und die kleinen einsamen Inseln zählen, an denen wir vorbei ziehen.

Erst gegen 21 Uhr rollen wir aus dem Fährenbauch auf italienischen Boden und geben Fersengeld damit wir es noch zum Campingplatz in Florenz schaffen, auf dem wir am Vortag einen Stellplatz reserviert haben.

9. Etappe: Camping in Town in Florenz

Um 22 Uhr checken wir auf dem Campingplatz ein, so dass wir erst am Morgen erkennen, welche Annehmlichkeiten der Platz bietet. Nicht nur die vielen Sanitärgebäude sind super neu, sauber und schick. Es gibt auch eine große Wasserlandschaft für Kleinkinder, einen Pool, ein Restaurant mit Bar, einen Supermarkt, Lodges sowie das allerbeste: einen Shuttlebus, der uns in die Altstadt von Florenz bringt! Dafür muss man sich rechtzeitig anstellen, ansonsten bekommt man keinen Platz mehr, wie wir am eigenen Laib erfahren müssen. Zum Glück fährt der Bus mehrmals täglich, so dass wir einfach in den nächsten einsteigen.

Ein paar Minuten später steigen wir aus und laufen in Richtung Ponte Vecchio. Um 10 Uhr scheint Florenz noch zu schlafen, so wenig ist auf den Straßen los. Einige Läden haben noch geschlossen. Der Platz vor der Franziskanerkirche, der Basilica di Santa Croce, ist nahezu menschenleer, als wir vorbei schlendern. Durch die Straße Borgi dei Greci laufen wir hinauf zum Palazzo Vecchio und seinen wunderschönen verzierten Innenhöfen und der Piazza della Signoria. In der Pasticceria bzw. dem Caffee Persea gönnen wir uns leckeres Eis und Café bevor wir zur Kathedrale laufen. Um die Hauptattraktion der Stadt windet sich eine lange Menschenschlange, auf die wir keine Lust haben. Wir drehen stattdessen lieber eine Runde um das imposante Bauwerk und gehen in den Geschäften bummeln, wo wir für die Einschulung ein paar schicke Schuhe für unsere Jüngste und ein wunderschönes Oberteil für unsere Große kaufen. Leider müssen wir danach zurück zum Wohnmobil um rechtzeitig vor dem Late Checkout um 14 Uhr noch in den Pool des Campingplatzes zu hüpfen.

10. Etappe: Kalterer See in Südtiol

Abends rollen wir auf dem uns vertrauten Stellplatz am Kalterer See ein. Für eine Tretboottour ist es leider zu spät, aber dafür gehen wir eine große Runde durch die Apfelplantagen spazieren. Am nächsten Morgen leihen wir uns dafür wieder ein Tretboot mit Rutsche aus. Der Kalterer See ist innerhalb der letzten zwei Wochen gefühlt noch wärmer geworden. Bald schon brechen wir auf, weil wir noch etwas vorhaben…

Festung Franzenfeste in Südtirol

Die Festung, ein Koloss aus Granit, im 19. Jahrhundert unter Kaiser Ferdinand I. erbaut, hatten wir schon vor zwei Jahren an der Brenner Autobahn in Südtirol entdeckt und nun haben wir endlich Zeit sie uns aus der Nähe genauer anzusehen. Das Bauwerk ist mit einer Fläche von 65.000 Quadratmetern die größte historische Anlage Südtirols. Einst als Militärstützpunkt im Eisacktal als eine Sperre geplant, wurde sie als solche allerdings nie genutzt, sondern diente lediglich als Depot und erstarrte über eineinhalb Jahrhunderte im Dornröschenschlaf einer streng bewachten Militäranlage. Die gewaltige Festung wurde seit 2005 aufwändig saniert und ist zu einem Ort der Begegnung und der Kultur geworden. Die Innenräume sind unmöbliert und dadurch wirken die Wände mit ihren partiell freigelegten Farbschichten noch stärker. Besonders gut gefällt uns die Verbindung von moderner und historischer Architektur in Form der Verbindungsbrücken von denen man wunderbar auf den türkis leuchtenden Stausee Franzenfeste blicken kann. Es gibt unter anderem einen Fahrstuhl mit einer verglasten Wand (die Fahrt ist dadurch wirklich interessant), ein Treppenhaus mit vergoldeten Handlauf (eine Anspielung auf die einst in der Franzensfeste gelagerten Goldreserven) und eine hübsche gotische Kapelle. Doch das Beste entdecken wir zum Schluss:
Was entdecken wir in einem Kämmerlein auf der Franzenfeste? Diese kontemplative Lichtinstallation von Julia Bornefeld. Ihr Werk „Ariadne’s Asteroids Centrifuge“ spielt auf Robert von Ranke-Graves an, der 1955 den Labyrinthmythos von Knossos (Knossos ist auch eine Reise wert) als entscheidenden Übergang des Matriarchat ins Patriarchat bezeichnete.

12. Etappe: Stellplatz in Bayern am Sylvensteinsee

Unsere letzte Nacht vor Berlin haben wir ganz in der Nähe des Sylvensteinsees und der Isar verbracht, wo eine ganz eigene Stimmung herrscht. Das Dorf namens Fall musste dem Staudamm vor einigen Jahrzehnten weichen und wurde ein paar Meter weiter und höher wieder aufgebaut. An sich ganz schön skurril. Aber es gibt noch einige weitere Dörfer, die das gleiche Schicksal andernorts teilen. Der Stellplatz für unsere letzte Nacht vor Berlin befindet sich in einem Waldstück am Dorfrand. Es gibt eine winzige Sanitäranlage, die gerade gereinigt wird, als wir abends ankommen. Der Stellplatz ist allerdings nur für Wohnmobile und nicht für Zelte erlaubt. Stromanschlüsse gibt es nicht. Abends ist der Platz schon gut belegt, so dass wir für einen freien Platz eine Weile suchen müssen. Bevor wir uns ans Kochen machen, unternehmen wir zunächst einen kleinen Spaziergang zum Sylvensteinsee, an dem wir unseren wunderschönen Urlaub ausklingen lassen.

Reise- und Wanderführer

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Korsika: Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. 87 Touren mit GPS-Tracks

Ab in die Ferien Korsika. 71x Urlaubsspaß für die ganze Familie. Ein Familienreiseführer mit Insidertipps für den perfekten Urlaub mit Kindern

Bauanleitung für eine Weihnachtskrippe

Weihnachtsbaum, Lichterketten, Adventskranz, Adventskalender… Was es nicht alles Schönes rund um die Geburtstagsparty der berühmten VIPs namens Jesus gibt. Doch was wäre Weihnachten für Kinder ohne eine Weihnachtskrippe? Erst eine Krippe macht das Zuhause so richtig weihnachtlich, finde ich. Das schöne daran ist, dass sie nicht nur zum Anschauen dient, sondern auch von den Kindern bespielt werden kann, wenn man ein paar geeignete Figuren hat. Wir haben hier eine super Bauanleitung für eine schlichte Krippe gefunden. Das ganze geht recht schnell, es kostet nicht viel und vielleicht mag ja das ein oder andere Kind mithelfen beim Bauen. Wir haben unser Modell farbig gebeizt. Ihr könnt aber auch auf das Beizen und Anstreichen verzichten und das Naturholzes alleine wirken lassen. Dann raten wir Euch allerdings eine Schutzschicht aus Öl oder Wachs aufzutragen werden damit Ihr viele Jahre Freude an der Weihnachtskrippe habt.

Die Krippenfiguren

Für die Figuren haben wir die schönen Holzfiguren von Holztiger genommen. Wir finden dieses Holzspielzeug deshalb so super für Kinder, weil es aus massivem Ahorn- und Buchenholz handgearbeitet wird, sanft abgerundet ist, so dass keine Verletzungsgefahr besteht und mit Farben auf Wasserbasis handbemalt ist. Natürlich können die Figuren auch selbst aus Holz gesägt werden. In beiden Fällen kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Maria, Josef, das Christuskind, die heiligen drei Könige sowie Hirten, Ochs und Esel im Adventskalender verstecken. Obendrein gibt es dann noch die Lichterkette und etwas Stroh. Fertig ist Jesus Geburtstation!

Materialien für eine Weihnachtskrippe

1 x Grundplatte (MDF, 1.000 x 800 x 19 mm)
1 x Aufdopplung (Fichte, 2.000 x 120 x 20 mm)
2 x Vorder-/Rückwand (Fichte Leimholz, 800 x 400 x 19 mm)
2 x Seiten (Fichte Leimholz, 310 x 250 x 19 mm)
40 x Dachleisten (Fichte, 480 x 35 x 5 mm)

10 x Schrauben (Spax/S, 3,5 x 35 mm)
10 x Schrauben (Spax/S, 3,5 x 40 mm)
12 x Holzdübel (6 x 30 mm, 6 mm Durchmesser)
100 x Leistenstifte (Wagnerstift, 1,5 x 25 x 1,5 mm)
1 x Holzleim (kleine Flasche)
Beize
Lack oder Wachs zum Versiegeln

Handkreissäge
Zollstock
Stichsäge
ggf. Dübelschablone
Schleifpapier
Zwingen

Vertical Farming in der Küche (Anzeige)

Esst Ihr auch so gerne frischen Salat, Microgreens und Kräuter? Und pflanzt beides am liebsten selbst an, weil ihr keine von Pestiziden belasteten Lebensmittel zu Euch nehmen möchtet? Wer keinen eigenen Garten oder Balkon hat, für den blieb bisher nur der Blumentopf auf der Fensterbank. Doch wer keinen grünen Daumen hat und auch spontan mal ein paar Tage zwischendurch nicht Zuhause sein kann, für den ist es fast unmöglich, am Ende etwas Essbares zu ernten. Zum Glück hat das Münchner Start-up Agrilution für alle Fans von gesunden Greens etwas Neues entwickelt. Hierbei ist es egal, ob Ihr einen grünen oder braunen Daumen habt. Ihr müsst weder wässern, noch sonst irgendetwas für die Pflanzen tun. Das einzige, was Ihr zu tun braucht, ist lediglich die Schubladen mit Samenmatten zu bestücken und nach etwa zwei bis drei Wochen zu ernten. Wer möchte, kann sogar mit Hilfe einer App den richtigen Zeitpunkt für die Ernte bestimmen und ihn so auf keinen Fall verpassen. Und mal unter uns, das Ernten macht doch am meisten Spaß, oder?

Der intelligente Garten für Zuhause kommt rund ums Jahr ohne Gießen und Düngen aus. Wie das funktioniert? Mit vertical Farming! Im Plantcube, einem vollautomatisierten Gewächsschrank mit Glastür, lagern auf zwei Einschüben statt Getränken bis zu acht verschiedene Saatmatten. Daraus wachsen schon nach zwei bis drei Tagen die ersten Keimlinge, wie zum Beispiel für Kräuter, Minisalate und junge Keimpflanzen. Der intelligente Gewächsschrank ist mit LED-Lampen ausgestattet, die an die jeweiligen Pflanzen angepasst für exaktes Licht sorgen und die die gesunden Greens bestrahlen. Eine automatische Bewässerung versorgt die Wurzeln der gesunden Gewächse nach Bedarf. Die Licht- und Wasserversorgung sorgen zusammen für ein optimales Klima und für ein Maximum an Nähr- und Geschmacksstoffen. Außerdem kommen die Pflänzchen im Mini-Gewächsschrank ohne Pestizide aus und müssen keine langen Transportwege bis in den Supermarkt überstehen, bevor man sie vernaschen kann.

Roten Pak Choi bequem Zuhause (ohne Garten) anzupflanzen ist möglich. Das Zauberwort lautet „personal Vertical Farming Ecosystem“.

Ich habe mich kürzlich in einem Agrilution-Showroom im Stilwerk-Berlin umgesehen, weil ich neugierig war, wie solch ein Mini-Gewächsschrank und seine leckeren Erzeugnisse Live und in Farbe aussehen. Und was soll ich sagen? Ich bin beeindruckt! Eingepasst in eine elegante graue Küchenzeile leuchtet mir der Plantcube dezent hell-lila entgegen, als ich das Geschäft betrete. Die freundliche Beraterin öffnet für mich die Glastür des Schränkchens und das innere violette Licht verändert sich in weißes Licht. Drinnen sprießen die ersten zarten Greens aus den Einschüben. Sobald sie erntereif sind, verspeisen die Mitarbeiter des Showrooms gemeinsam die leckeren selbst gezüchteten Kräuter und Salate zum Mittagessen, verrät mir die selbst ganz begeisterte Dame. Die Saatmatten kann man übrigens online bei Agrilution bestellen. Auf ihrer Website gibt eine schöne breite Auswahl an Microgreens, Babysalaten und Kräutern, die man nicht unbedingt in jedem Supermarkt erhält.

Wer von Euch neugierig geworden ist oder sogar Lust bekommen hat, selbst direkt auf Vertical Gardening umzusteigen und sich einen Plantcube bestellen möchte, erhält hier mit dem Code „getyourgreens200“ 200 Euro Rabatt bei Agrilution.

Unsere Must Haves für den Familiensommerurlaub

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Was packt Ihr für die Kinder ein, wenn Ihr ins Freibad oder ans Meer fahrt? Bei uns waren das lange Zeit Schwimmreifen, Schwimmflügel, Sonnenschirm, Buddeleimer und viele bunte Buddelförmchen. Doch so langsam aber sicher sind unsere Töchter zu groß zum Sandkuchenbacken geworden. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie zum Baden nicht das ein oder andere spaßige Accessoire mitnehmen.

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Mit einem kräftigen Flossenschlag verschwindet die Nixe in den Fluten. Habe ich geträumt? Habe ich einen Sonnenstich bekommen? Nein, habe ich wohl nicht. Denn nun taucht ein mir sehr wohl bekanntes Gesicht aus dem Wasser. Unsere Tochter hat ihr neuen Meerjungfrauenflossen ausprobiert und übt fleißig damit. Mermaiding ist ja ein richtiger Sport und mittlerweile gibt es auch einige Mermaidingschwimmkurse. Es sieht sehr schön aus, wie ihre Flosse aus dem Wasser auf und abtaucht. Ich glaube, ich hätte mir auch eine solche Flosse kaufen sollen… Hinter der kleinen blauen Seejungfer gleitet ihre kleine Schwester auf ihrem Riesenflamingo dahin. Mein Mann zieht sie an einer Schnur durchs Meer. Stolz blickt sie zu mir hinüber. Sobald sie ein Eis essen möchte, werde ich mich auf das schwimmende Tier werfen und das traumhafte Sommerwetter mit dem Flamingo genießen. Ausgefallene Spielsachen für den perfekten Sommer sowie tolle Sachen für den Strand haben wir in der Familienwelt von idealo entdeckt.

Auf dem Preisvergleichsportal gibt es vom eleganten silbernen Goki Rutscherfahrzeug bishin zur Meerjungfrauflosse einem Wassermelonen Schimmbecken oder Reittier in Form eines Flamingos jede Menge Produkte rund um die Familie, die jede Ferien Zuhause oder in der Ferne versüßen.