Als wir heute unsere Tochter aus der Waldkita abholten, wurden wir von wunderschönen Mandalas überrascht, die die etwas älteren Kinder mit den Erziehern gelegt haben.
Dafür haben sie im Garten alle Eicheln, Tannen- und Kieferzapfen, Stöcke, Blätter etc. zusammen gesammelt und daraus sehr kreative Mandalas gemacht. Das kann man alles ganz einfach im Park, im Wald oder auch im Garten selbst nachlegen. Den Kindern macht es großen Spaß.
Mandala ist ein alt-indisches Wort (Sanskrit) und heißt übersetzt Kreis.
Ein Mandala ist ein kreisförmiges oder quadratisches symbolisches Gebilde mit einem Zentrum, das ursprünglich im religiösen Kontext verwendet wurde.
Kürzlich hat sich unsere Tochter ihre erste Zecke eingefangen, obwohl sie eine langärmelige Bluse in der Kita trug und die Erzieher die Kinder mit einem Mückenschutzmittel besprüht haben, die auch gegen Zecken wirken. Wahrscheinlich konnte die Zecke in die etwas weiter geschnittenen Ärmel krabbeln. Ich entdeckte die Zecke abends beim Ausziehen auf der Außenseite des Oberarms (die Waldkitaleitung hat uns extra darauf hingewiesen, die Kinder in den Sommermonaten tabendas auf Zecken zu untersuchen).
Zeckenbiss
Die Zecke lugte mit einer Körperlänge von 3-4 mm aus dem Arm unserer Tochter heraus. Ich bekam zunächst eine großen Schreck und rief meine Schwiegereltern an, da ich nachlässigerweise keine Zeckenzange im Haus hatte. Sie kamen glücklicherweise sofort zu uns nach Hause und brachten die Zeckenzange mit (gibt es in der Apotheke).
Wir gingen mit der Kleinen ins hellerleuchtete Badezimmer und hielten ihren Arm fest. Weil ich nervös war, benötigte ich ein paar Versuche bis ich die Zecke mit der Zange fest im Griff und rausgedreht hatte. Schießlich zuwollte ich auf jeden Fall vermeiden, dass der Kopf der Zecke abreißt und im Arm stecken bleibt, da dies zu Entzündungen führen kann. Als die Zecke endlich draußen hatte, spülte ich sie im Waschbecken runter. Man kann die Zecke auch verbrennen, um sicherzugehen, dass sie nicht überlebt. Ähnlich wie Flöhe sind Zecken nicht so einfach zu erledigen. Mit Desinfektionsspray besprühten wir die Bissstelle.
Von nun an habe ich also eine Zeckenzange. Eine Zeckenkarte tut es übrigens auch.
In Berlin sind Zeckenbisse nicht sonderlich gefährlich. Entfernt man die Zecke aber erst nach 12 oder 24 Stunden steigt die Borreliose-Infektionsgefahr, weil die Zecken lange brauchen, bis das Bakterium aus ihrem Magen in den Menschenkörper gelangt. Das Bakterium kann Entzündungen der Gelenke und sogar Lähmungen hervorrufen und wird angeblich bei weniger als ein viertel aller Zecken im Körper getragen.
Allerdings gibt es in einzelnen Landkreisen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen sowie in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern) sowie in Teilen von Österreich, der Schweiz, Skandinavien und Osteuropa Zecken, die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis – eine von Zecken übertragene Virusinfektion) übertragen können. Die Viren können lebensbedrohliche Hirn- und Hirnhautentzündungen verursachen. Sicheren Schutz vor einer Infektion mit FSME bietet nur die Impfung. Da Zecken auch andere Krankheiten (z.B. Borreliose) übertragen können, gegen die es keine Impfungen gibt, sollte man bei Aufenthalt in der Natur an geschlossene Kleidung denken.
Wir haben die Bissstelle danach immer wieder begutachtet, um zu überprüfen, ob sich ein roter Ring darum bildete. Zum Glück geschah das nicht, und unsere Tochter zeigte auch keine Borreliose Symptome wie Fieber (weitere Symtome sind Kopfweh und Muskelschmerzen). Andernfalls hätten wir sofort den Arzt aufgesucht, der dann eine Blutprobe entnehmen kann, um zu überprüfen, ob Borreliose übertragen wurde.
Ab und an ist es reizvoll etwas Kreatives im Wald zu unternehmen. Obwohl unsere Tochter erst 2 Jahre alt und damit für einige Spiele noch zu klein ist, haben wir uns heute ein Buch mit Spielideen für Draußen gekauft. Es gibt natürlich eine breite Auswahl an Literatur zu dem Thema. Daher haben wir uns zum Einstieg für ein praktisches kleines Büchlein entschieden, das wir für unterwgs bequem in die Jackentasche stecken können. Wichtig war uns ebenfalls, dass die Spiele mit wenig Aufwand durchzuführen, d. h. dass die Materialien leicht zu finden sind.
Unsere Wahl fiel auf das schmale Bändchen Natur-Spiele Hits aus dem Ökotopia Verlag. Der Verlag veröffentlicht pädagogische Sach-Infos und Weltmusik für Kinder.
Die insgesamt ca. 50 Spielideen haben wir natürlich noch nicht ausprobieren können. Aber beim Lesen ist uns aufgefallen, dass sie sehr abwechslungsreich sind. Die Vorschläge reichen z. B. vom Bildermemory mit gepressten Blättern bis hin zu schwimmenden Früchte-Inseln. Außerdem werden einige Spiele speziell für den Winter vorgestellt.
Die meisten Spiele sind für Kinder ab 4 Jahren empfohlen. Allerdings gibt es auch einige kreative Angebote für Dreijährige wie bspw. Domino mit Waldgegenständen oder Bastelideen wie Gänseblümchenstempel.
Wir freuen uns auf jeden Fall auf das Wochenende, wenn wir die ersten Spiele gemeinsam im Wald testen können!
Wir haben vor zwei Jahren überlegt, Spree-Athen zu verlassen und nach Hamburg zu ziehen. Deshalb recherchierten wir damals bereits grob nach Waldkitas. Auf folgende Waldkindergärten sind wir in Hamburg gestoßen.
Waldkindergarten Berne, Die Waldameisen Verein für ökologische Bildung und Naturkindergärten e.V.
In der Schule Berne
Lienaustraße 32
22159 Hamburg
Tel. 040-83989121 Website
Berlin ist eine recht grüne Stadt. In der Hauptstadt gibt es daher auch einige Waldkindergärten, aber sie sind noch rar gesät.
Nach unserer Recherche gibt es bis dato ca. 14 Berliner Waldkitas (Stand März 2015). Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass in Berlin ca. 1.857Kindertagesstätten existieren, in denen ca. 110.000 Kinder betreut werden.
Unten stehend haben wir eine kurze Vorstellung der von uns gefundenen Berliner Waldkindergärten aufgestellt.
Die 12 Waldkindergärten in Berlin haben zwar konzeptionelle Gemeinsamkeiten. Im Ablauf und in der Kitagröße gibt es allerdings einige Unterschiede. Grundlegend ist zwischen reinen Waldkitas, die lediglich über einen Schautzraum wie einen Bauwagen verfügen und integrierten Waldkitas zu unterscheiden, die über feste Räumlichkeiten verfügen.
Darüber hinaus gibt es natürlich ein paar Spezialiäten. Zum Beispiel gibt es eine Waldkita, die mit einem dafür ausgebildeten Hund unterwegs ist. Oder eine in der englisch und deutsch gesprochen wird.
Die integrierten Waldkitas haben eine eigene Küche, die reinen Waldkitas meist nicht und lassen sich deshalb das Essen von einem Caterer bringen.
Die Kindergärten nehmen zwischen 10 und 40 Kindern in mehreren Gruppen auf. Einige Waldkitas nehmen bereits Kinder ab dem ersten Lebensjahr (wenn sie schon etwas laufen können), manche nehmen nur Kinder, die 3 Jahre und älter sind.
Die Betreuungszeiten varrieren, liegen aber oftmals zwischen 7.30 und 17 Uhr wie in einer regulären Kita.
In den meisten Fällen müssen die Eltern Mitglied in dem Trägerverein sein und einen Monatsbeitrag zwischen 20 und 30 Euro bezahlen. Für die Vereinsmitglieder findet einmal jährlich eine ordentliche Mitgliederversammlung statt in der Beschlüsse gefällt und die wichtigsten Informationen ausgetauscht werden. Im Vorstand befinden sich meist ehrenamtlich engagierte Eltern. Wenn man sich für den Beitritt in eine Elterninitiativkita entscheidet bzw. dort aufgenommen wird, muss einem bewusst sein, dass man sich als Eltern dort stärker einbringen kann als in einer regulären Kita. Das bringt viele Vorteile mit sich. So kann man bspw. mehr Einfluss auf das Kitageschehen nehmen. Und der Kontakt und die Beziehung zwischen den ErzieherInnen und Eltern ist persönlicher. Allerdings wird auch erwartet, dass die Eltern sich durch Garten- oder Hausarbeit einbringen. In manchen Kitas gibt es feste Stundensätze pro Jahr. Wenn man diese Leistungen zeitlich nicht erbringen kann, besteht in manchen Kitas die Möglichkeit, sich der Einkommenshöhe entsprechend mit Geld „freizukaufen“.
Die folgenden Informationen über die Berliner Waldkindergärten sind zuletzt im März 2015 aktualisiert und von den jeweiligen Websites der Kindergärten entnommen. Manche der Seiten sind recht liebevoll gestaltet und informativ.
Der Naturkindergarten ist für 25 Kinder (inkl. ein Integrationskind) ab drei Jahren ausgerichtet, die montags bis freitags von 9:00 bis 14:00 Uhr von pädagogischen Mitarbeitern betreut werden. Auf dem Areal eines ehemaligen Tiergeheges gibt einen Schutzraum, eine große Feuerstelle, ein Wichtelhaus, ein Feuchtbiotop, einen Kräuterhügel und einen großen umgestürzter Baum. Zum Vereinsgeländes gehört darüber hinaus ein Waldgarten gegenüber der Kleingartensiedlung an der Panke, in dem sich der Zauberwald und ein Weidenhaus (dient als Märchen- und Geschichtenecke), ein großes Tipi mit Feuerstelle, ein Sportplatz und viel unberührte Natur. Mit dem Kletterbaum, dem Bachlauf, den Hügeln und Senken und eine großen Wildblumenwiese wird zum Bewegen aber auch zum Innehalten eingeladen. Der freie Träger ist der gemeinnützige Verein KIJMBI e.V.
Der Kindergarten des Wald- und Wiesen e.V. ist ein integrierter Waldkindergarten für Kinder ab dem 1. Lebensjahr . Den Vormittag erleben die Kinder getrennt, in Stadt und Wald, doch am Nachmittag treffen sich Wald-und Wiesenkinder im gemeinsamen Garten. Das Team besteht aus 9 fest angestellten ErzieherInnen, davon 2 IntegrationserzieherInnen.
Träger ist der eingetragene, gemeinnützige Verein Wald & Wiesen e. V.; gegründet im Herbst 2004.
Der Waldkindergarten Am Löwen nimmt insgesamt ca. 15 Kinder von 2,5 bis 6 Jahren auf, die von zwei Erzieherinnen und einem Erzieher im Wechsel betreut werden. Die Betreuungszeiten sind von 8 bis 16 Uhr. Der Waldkindergarten hat ein richtiges Haus, das aus den 30er Jahren stammt und viele Jahre von einer Klinik genutzt wurde.
In der integrierten Waldkindertagesstätte werden ca. 30 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren in 2 altersgemischten Gruppen (je 15 Kinder) betreut. Jede Gruppe wird von mindestens zwei Erziehern geleitet.
Im Jahr vor der Schule werden die Kinder zeitlich begrenzt in einer Vorschulgruppe auf die Schule mit Projekten und geleiteten Aktivitäten auf die Anforderungen der Schule vorbereitet.
Der Wurzelkinder e.V. nimmt behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder auf, da sich das Waldkonzept besonders für die Integration und Förderung eignet. Die Kinder können in der Zeit von 8.00 bis 17.00 Uhr betreut werden.
Träger des christlich geprägten Eltern-Initiativ Waldkindergartens „Wurzelkinder“ e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein.
Die Waldläufer ist ein Elterninitiativkindergarten für 25 Kinder vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum Schuleintritt mit Halbtags- und Ganztagsbetreuung. Die Kinder verbringen den größten Teil des Tages in der freien Natur. Die Ganztagskinder haben die Möglichkeit, sich nachmittags in Räumen aufzuhalten. Vier festangestellte Erzieher, eine Heilpädagogin (2 davon sind Integrationsfachkräfte), einer/m Praktikantin/-en, einer FÖJ/FSJ-Kraft sind für die Kinder da.
Der englisch – deutsche integrierte Waldkindergarten Robin Hood in Niederschönhausen (Pankow) bietet insgesamt 32 Kindern nach der Zeit an der fischen Luft feste Räumlichkeiten, in denen sie werkeln, bauen oder ausruhen können. Kinder ab 1 ½ Jahren werden aufgenommen.
Es wird ein pädagogischer Zusatzbeitrag von derzeit €60 im Monat (€45 ab dem zweiten Kind) erhoben.
Der bereist 1999 eröffnete Waldkindergärten zählt bis zu 40 Kinder im Alter zwischen 1 und 6 Jahren, die in 3 Gruppen von jeweils 2 ausgebildeten Erziehern betreut werden. Der Waldkindergarten im Nordwesten Berlins verfügt über ein festes Gebäude in denen die Kleineren morgens frühstücken und ihren Mittagsschlaf halten. Darüber hinaus gibt es ein Gelände das direkt an den Wald grenzt. Die Betreuungszeiten sind von 7.30 bis 17 Uhr. Der Vereinsbeitrag beläuft sich auf ca. 26 € pro Monat.
In dem Kindergarten werden derzeit 15 Kinder von jeweils zwei der drei Fachkräfte pädagogisch betreut. Die Kita ist spielzeugfrei und arbeitetet nach dem situationsorientierten Ansatz. Die Betreuungszeiten sind von 8.30 bis 13.30 Uhr. Die Basis bildet ein Bauwagen, der speziell umgebaut wurde und als Treffpunkt, Materiallager und Rückzugsraum dient.
Der Verein wurde im Mai 2001 gegründet. Die Mitgliedschaft im Verein ist für mindestens ein Elternteil erwünscht. Der Vereinsbeitrag beläuft sich auf jährlich 12,00 €.
Die WaldKita Fila liegt mitten im Grunewald auf dem Gelände des erlebnispädagogischen Abenteuerzentrums im Grunewald (AziG). Auf dem Gelände haben 10 bis 15 Kinder Platz und werden von zwei Betreuerinnen und der Therapiebegleithündin „Fila“ angeleitet. Dies ist die einzige Waldkita Berlins, die mit tiergestützter Pädagogik arbeitet. Als Rückszugsraum dient ein Bauwagen.
Seit 2007 gibt es den Waldfüchse Spandau e.V., der bis zu 15 Kinder wird von 8 bis 15 Uhr betreut. Als Standort dienen Räume nahe des Spandauer Forstes, wo die Kinder nach dem Vormittag im Wald zu Mittag essen, sich ausruhen, spielen, basteln und im Garten toben können.
Bis zu 23 Kinder werden von 2 Erzieherinnen (beide mit Zusatzqualifikation zur Facherzieherin für Integration) betreut. Fester Standort und Ausgangspunkt für die täglichen Exkursionen ist ein von den Eltern konzipierter Schülerwagen. Er befindet sich ca. 10 Gehminuten von der Reinfelder Schule entfernt im Grunewald auf einem Waldstück am Ende des Dauerwaldwegs.
Der Verein Stadt & Waldkinder e.V. ist Träger von zwei Waldkindergärten im Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg. In dem Kleinkindbereich werden 20 Kinder in altershomogenen Kleingruppen von fünf ErzieherInnen betreut. Die Kinder werden auf den Wechsel in die Waldgruppe durch das tägliche nach draußen gehen vorbereitet. Im Frühling und im Sommer gibt es auch für sie regelmäßige Waldtage. In der Regel wechseln die Kinder im August nach ihrem 3. Geburtstag in die Waldgruppe. Die drei bis sechsjährigen Kinder fahren jeden Morgen um 8:45 vom Kollwitzplatz mit dem Bus eines Berliner Busunternehmens in den Wald nach Schönwalde. Im Moment werden 25 Waldkinder von drei ErzieherInnen und einem FöJler begleitet. Die Kinder verbringen täglich mindestens 2,5 Stunden im Wald, die sie zum Spielen nutzen können. Um 12.00 Uhr bringt der Bus die Kinder wieder zurück in die Stadt und sie verbringen den restlichen Tag im Kindergarten. Ab dem nächsten Kitajahr werden insgesamt 32 Waldkinder in zwei Gruppen betreut und den älteren Waldkindern einen längeren Waldaufenthalt – ca. vier Stunden- ermöglichen.
Die Öffnungszeiten sind Mo, Di, Do, Fr von 8:00-17:00 und Mittwoch von 8:00-16:00
Die Kinder verbringen den Großteil ihres Tages im Krausnickpark (Bezirk Mitte), der über zwei Spielplätze einen Hügel mit großer Liegewiese, Wege, Beete, einen Komposthaufen und viele verwilderte Ecken verfügt. Außerdem befindet sich auch eine Holzwerkstatt dort. Bei der Gestaltung und der Pflege des Parks werden die Kinder aktiv miteinbezogen. Auch pflegen sie ihr eigenes Beet, in welchem Obst und Gemüse angebaut werden. Helfen dabei, den Kompost umzuschichten und beim Aufräumen des Parks, beim Laubharken und allen anderen gärtnerischen Tätigkeiten. Die Elterninitiativkita legt viel Wert auf eine gute Beziehung und eine stetige Kommunikation zwischen ErzieherInnen und Eltern.
Monatlich werden vier Stunden Elterneinsatz sowie einmal jährlich ein Renovierungswochenende eingebracht.
Kinder ab zwei Jahren werden in der Kita aufgenommen.
Der Naturkindergarten bietet 34 Kindern Raum, sich in der sie umgebenden Natur selbstbestimmt zu entfalten und sie zusammen mit liebevollen und kompetenten ErzieherInnen gemeinsam zu erkunden. Die Kinder werden von Montag bis Freitag in der Zeit von 8:30 bis 17:00 Uhr an betreut. In der Krippe sind die Betreuungszeiten von 8:30 – 14:30 Uhr. Für die 15-17 Kinder pro Gruppe sorgen jeweils möglichst
eine weibliche und eine männliche Erzieherfachkraft, sowie eine Schüler oder ökologischer Freiwilliger. Ausserdem gibt es in der „Murmeltier“-Gruppe für 8-10 Kleinstkinder im Alter von 1 – 3 Jahren einen geschützten Raum mit besonderer Betreuung durch zwei Pädagoginnen und einen Ökologischen Freiwilligen. Das Projekt wird getragen durch die unabhängige NaturKulturGut Jägerhof gGmbH, welche 2011 von Anne Tlach und Max Göbel gegründet wurde.
Wo gibt es Waldkitas in Brandenburg?
Christlicher Naturkindergarten „Apfelbäumchen“ e.V.
Carl-Schmäcke-Straße 13
15366 Neuenhagen bei Berlin
Tel. 03342/212088 Website
Elterninitiative Christliche KiTa Woltersdorf / Waldgruppe
Werderstraße 9 / Hans-Knoch-Straße 1
15569 Woltersdorf b. Erkner
Tel. 03362-3305
Website
Da die Kinder die meiste Zeit draußen an der fischen Luft sind, spielt eine wasserfeste und robuste Bekleidung eine wichtige Rolle
Bei Kälte sind mehrere Kleiderschichten, Ersatzhandschuhe und -strümpfe ratsam; bei Schmuddelwetter sind Gummistiefel, Matschhose und Regenhut. Als Schutz vor Insekten wie Zecken und Mücken sind auch im Sommer langärmlige Oberteile, Hosen festes Schuhwerk und eine Kopfbedeckung praktisch.
Generell sollte man in der Waldkita immer eine 2. Wäschegarnitur deponieren, damit das Kind trockenen Kleidung hat, falls es doch einmal sehr nass werden sollte.
Neben der wetterfesten Kleidung trägt jedes Kind seinen Rucksack, in dem sich Trinkbecher, Brotdose, Regenjacke, Ersatzhandschuhe und Sitzunterlage befinden und der noch viel Platz für Fundstücke aus dem Wald bietet.
Wir haben uns für eine türkisfarbene Regenjacke mit Kapuze entschieden. Sie ist zwar noch etwas groß, aber dann kann sie die Jacke noch eine Weile tragen und süß sieht sie trotzdem darin aus.
Worauf sollte man beim Kauf von Regenjacken achten?
Die Jacke sollte natürlich wasserabweisend bzw. wasserfest sein. Darüber hinaus solte sie über eine Kapuze verfügen und den Po bedecken, also hinten möglichst etwas länger geschnitten sein. Wichtig ist zudem, dass sie atmungsaktiv ist. Ansonsten schwitzt das Kind in der Jacke. Reflektoren vorne und hinten schützen das Kind in der dunkleren Jahreszeit auf der Straße. Einige Jacken haben noch einen zusätzlichen inneren Reißverschluss damit man eine Fleecejacke einziehen kann. Das ist sicherlich ganz nett, aber kein Muss. Dad Zwiebelprinzip, mehrere Kleiderschichten übereinander, kann auch ohne den zusätzlichen Reißverschluss angewendet werden.
Für die Beine/ Füße haben wir eine wasserdichte Latzhose zum Drüberziehen und Gummistiefel gekauft.
Worauf sollte man bei einer Matsch- bzw. Regenhose achten?
Sie sollte selbstverständlich ebenfalls wasserfest sein und über Hosenträger verfügen damit sie nicht rutscht und größenverstellbar ist. An den Fußbündchen sollte sie Schlaufen für die Füße haben damit sie nicht hochrutscht. Reflektoren sind auch bei den Hosen für die Sicherheit im Straßenverkehr praktisch.
Für den Transport des Wald-Proviants und die Regenjacke haben wir einen kleinen leichten wasserabweisenden Rucksack ausgesucht. Beim Rucksackkauf spielt das geringere Gewicht eine Rolle, damit der Kinderrücken nicht unnötig belastet wird. Es ist auch gut, wenn man die Gurte vor der Brust verschließen kann. Außentaschen, in die man eine Trinkflasche oder Taschentücher stecken kann, sind auch ratsam.
Alles in allem schon eine finanzielle Investition, aber die Sachen werden im Wald täglich strapaziert und dann kaufen wir lieber einmal etwas richtiges.